12 Tipps für den Umstieg von Lightroom auf Capture One Pro

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Zeit zum Lesen dieses Artikels: 6 Minuten

Mit diesen 12 Tipps sollte euer Umstieg von Lightroom auf Capture One Pro leichter fallen. Der Mensch ist ja von Haus aus ein Gewohnheitstier und wenn man sich erstmal in Lightroom eingearbeitet hat, tut man sich naturgemäß schwer. Ich kenn das, bei mir war es vor ein paar Jahren soweit, aber ich hatte damals Lightroom direkt gelöscht und um mich nur mit Capture One zu befassen und ich habe es nicht bereut.

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Ihr habt noch kein Capture One Pro und möchtet von Lightroom (oder was auch immer) zum geilsten RAW-Entwickler wechseln?

1. Das Interface

Vergesst die Module aus Lightroom, in Capture One habt ihr ein Hauptfenster, die Werkzeuge sind in Werkzeugregisterkarten sortiert. Im Standardlayout sind links die Werkzeuge angeordnet, in der Mitte der Browser und rechts der Viewer. ABER: Hier kommt der Vorteil von Capture One Pro zu tragen, denn im Gegensatz zu Lightroom könnt ihr euer Interface nach euren Workflow umgestalten.

Phase One hat natürlich auch gleich an ehemaliger Lightroom User (und solche die es noch werden wollen) gedacht und bereits einen Arbeitsbereich implementiert, der dem Standardlayout von Lightroom sehr ähnelt. (Also der Browser unten, die Werkzeuge rechts und der Viewer in der Mitte des Bildschirms).

Um das Layout mit dem Namen “Migration” auswählen zu können, geht ihr wie folgt vor: Fenster > Arbeitsbereich > Migration. Nach der Auswahl ladet Capture One kurz nach und stellt das Layout entsprechend um. Schnittstelle
Wenn Sie von Lightroom zu Capture One wechseln, sollten Sie einige Notizen machen:

2. Katalog oder Sitzung?

In Lightroom kennen wir die Bilderverwaltung in Form des Katalogs, doch gibt es das in Capture One ebenfalls? Kurz und knapp gesagt ja, Capture One bietet aber obendrein auch die Möglichkeit die Bilder in Sitzungen zu verwalten. Doch was sind die Unterschiede:

Katalog

Genau wie in Lightroom könnt ihr eure Bilder in einen Capture One Katalog importieren und verwalten. Beim Import könnt ihr selbst entscheiden, ob die Bilder am aktuellen Ort auf eurer Festplatte bleibt oder ob ihr die Bilder direkt in den Katalog kopieren wollt. Der Katalog ist eine sehr nützliche Methode um größere Bildsammlungen zu verwalten und zu bearbeiten.

Ihr wollt nicht mühevoll eure Bewertungen und Bearbeitungen von neuem starten? Kein Problem, Ihr könnt in Capture One direkt euren Lightroom Katalog importieren.

Session

Die zweite Möglichkeit ist die Variante die ich immer verwende, die Sessions bzw auf Deutsch Sitzungen. Erstellt man eine Sitzung wird ein Sitzungsordner erstellt, darin befinden sich weitere Ordner wo ihr dann eure Bilder via Capture One importieren könnt und auch die fertig exportierten Bilder sind in dieser Ordnerstruktur dann zu finden (sofern man das so eingestellt lässt, man kann sie auch anderswo exportieren).

Für mich ist es vor allem deswegen die bessere Wahl, weil ich so Shooting-Aufträge getrennt in den Sitzungsordnern aufbewahre und für mich so mehr Übersicht habe. Ein nicht ganz unwesentlicher Teil ist die Tatsache das Sitzungen viel schneller sind als der Katalog (sobald dieser mehrere hundert bis tausend Bilder importiert hat wird dieser träge).

3. Presets = Styles

Was ihr in Lightroom als Presets kennt, sind in Capture One die Styles. Diese arbeiten ähnlich wie die Presets und können auch je nach Bild angepasst werden. In Capture One gibt es jedoch auch die Möglichkeit Styles zu erstellen, die nur ein Werkzeug beinhalten, so dass sie nur von diesen einen Werkzeug aus zugänglich sind.

 

4. Ebenenbasiertes Arbeiten

In Lightroom habt ihr die Möglichkeit mit Korrekturpinsel halbwegs ebenenbasiert zu arbeiten. In Capture One Pro 12 geht dies auch, aber hier sind die Ebenen eher wie in Photoshop zu verstehen. Ihr könnt hier normale Ebenen, Korrektur- oder Reparaturebenen und seit Capture One Pro 12 auch Luminanzebenen erstellen.

  • Neue leere Ebene – Das ist die Standardoption wenn ihr im Ebenenwerkzeug auf das Plus-Symbol klickt. Dadurch erstellt ihr eine leere Ebene ohne Maske. Um also irgendeinen Effekt zu erzielen müsst ihr eine Maske ins Bild pinseln.
  • Neue gefüllte Ebene – Durch langes Drücken auf das Plus-Symbol könnt ihr die Gefüllte Ebene auswählen. Dadurch erstellt ihr eine neue Ebene mit einer Maske, die über das ganze Bild liegt. Ihr könnt aber nachträglich Teile dieser Maske löschen oder die Deckkraft der Ebene verringern.
  • Neue Klonebene – Diese Anpassungsebene ist grundsätzlich leer, ihr müsst darauf wie in Photoshop eine Quelle mit der Alt-Taste markieren und danach den zu korrigierenden Teil mit den Brush-Tool (Taste B) anmalen. Genauso wie in Photoshop kopiert ihr quasi von A nach B im Bild ohne Rücksicht auf umliegende Bildbereiche.
  • Neue Reparaturebene – Genauso wie bei der Kopierebene könnt ihr hier eine Quelle markieren um einen anderen Bildbereich auszubessern. Auf der Reparaturebene nimmt der Pinsel aber Rücksicht auf umliegende Bereiche und verrechnet diese.

Was man mit Reparatur- oder Klonebenen machen kann, hab ich in einen Video zusammengefasst, bei dem ich sogar Personen im Bild entferne.

5. Komplexe Masken in Capture One Pro

Zusätzlich zu den Ebenen ist es echt genial, wie schnell und unkompliziert man komplexe Masken in Capture One Pro erstellen kann. So kann man beispielsweise auch die Farbauswahl eines Bildes zu einer Maske umwandeln.

Einfach den Hautton oder die Kleidung eines Models auswählen, oder wie in den Beispielbildern einfach die Wiese. Ein paar Klicks und man hat eine neue Maske für seine Bearbeitung. Ohne Pinsel und Radierer. Ihr habt zu harte Kanten in eurer Maske? Dann könnt ihr mit den Verfeinern Werkzeug (in den Optionen des Ebenen-Tools) die Maske einfach nachbearbeiten.

Radial- oder Verlaufsfilter (neu in Capture One Pro 12)

Zusätzlich gibt es natürlich auch die üblichen Verdächtigen wie den radialen und linearen Verlaufsfilter.

Capture One 12
Capture One Pro

6. Luminanzmasken

Seit Capture One Pro 12 habt ihr auch die Möglichkeit, Masken anhand des jeweiligen Luminanzbereichs zu erstellen. Diesen findest du über den Button “Luminanzbereich” im Ebenen-Werkzeug. Auch dazu hab ich ein einfaches Video für euch:

7. Der Farbeditor

Wenn man mich fragt, welche Funktion in Capture One Pro 12 den Preis für das Programm rechtfertigt, ist das ganz klar der Farbeditor. Dieser ist in 3 Bereiche unterteilt, Basic, Erweitert und den Hautton-Tab. Im Basistool habt ihr sechs Farbbereiche unterteilt, die aber nicht denen des HSL Tools in Lightroom ähneln. Aber keine Angst, ihr könnt euch hier von PhaseOne als Gimmick quasi das HSL Tool in den Farbeditor laden. Es handelt sich um ein Preset, mit denen ihr die 8 Farbbereiche des HSL Reglers im Erweitert Tab des Farbeditors angezeigt bekommt.

Ihr glaubt, die HSL Regler aus Lightroom sind ein mächtiges Tool? Dann checkt mal das Video von mir:

 
 

8. Anpassungen kopieren in Capture One Pro 12

Um eure Anpassungen von einem Bild auf das andere zu kopieren, benötigt ihr einfach das Pfeilsymbol. Capture One Pro erkennt die geänderten Einstellungen automatisch und legt sie in der Zwischenablage ab, um sie später auf ausgewählte Bilder anwenden zu können.

9. Farbbalance

Mit den Farbbalance Werkzeug kann man Farbanpassungen schnell und einfach durchführen. Es arbeitet ähnlich wie das Split-Toning Werkzeug in Lightroom, aber mit mehr Optionen.

  • Master-Kanal – Mit diesen Regler kannst du dem gesamten Bild eine Farbtonung verpassen.
  • Tiefen-Kanal – Die Tiefen des Bildes werden beeinflusst
  • Mittelton-Kanal – Beeinflusst die Mitteltöne im Bild
  • Highlight-Kanal – Beeinflusst die Hightlights im Bild

Jeder der Kanäle (mit Ausnahme des Master-Kanals) kann man zusätzlich auch die Lichter und Sättigung beeinflussen im jeweiligen Bereich. Ihr könnt also beispielsweise auch zusätzlich dem Bild mehr Kontrast geben wenn ihr das wünscht.

10. Bilder exportieren mit verschiedenen Prozessrezepten

Prozessrezepte sind mit Exportvorgaben gleichzusetzen. Ihr könnt jedoch gleich mehrere gleichzeitig auswählen. Mit jedem Rezept exportiert ihr dann eine Variante eures Bildes in eine voreingestellte Größe, Format und an einen spezifischen Ort eurer Wahl.

11. Bearbeite alle ausgewählten Varianten

Wenn du mehrere Bilder gleichzeitig exportieren, löschen oder anpassen möchtest, dann ist das über die Funktion “Bearbeiten > Alle ausgewählten Varianten bearbeiten” möglich. Ohne dieser Option wird immer nur das markierte Bild in eurer Auswahl bearbeitet. Damit ihr nicht über das Menü gehen müsst, gibt es in der Symbolleiste auch einen Button dafür:

Capture One Pro

12. Tethering

Capture One Pro ist von Phase One vor 20 Jahren als Software zum Tethered Shooten entwickelt worden. Das bedeutet ihr könnt direkt von eurer Kamera in einen Computer Bilder übertragen sobald ihr den Auslöser gedrückt habt. Dafür erstellt ihr einfach eine Neue Session, verbindet die Kamera und euren Computer mit einen USB-Tethered Kabel, schaltet die Kamera ein und schon könnt ihr starten. So einfach und simpel geht das in Capture One Pro.

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Wenn ich euch neugierig gemacht habe dann schlage ich vor ihr lädt euch mal die 30-Tage Testversion von Capture One runter.

Ihr seid schon überzeugt? Über diesen Link gelangt ihr in den Online-Shop von Phase One. Da ich Affiliate Partner von Capture One bin kann ich euch natürlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, schreibt mir einfach hier in den Kommentaren, macht einen Beitrag in meiner Facebook Gruppe “Capture One like a Boss” auf oder schreibt mir in den Kommentaren meiner YouTube Videos.

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