5 Tipps, um die perfekte Shooting-Location zu finden

Ich werde ja häufig wegen Locations gefragt beziehungsweise wie ich diese finde, darum hab ich mir gedacht ich hau ein paar Tipps raus, wie ihr eure „perfekte Foto Location“ für euer Shooting finden könnt.

1. Shooting-Location Suche im Internet

Im Internet kann man ganz leicht Locations finden. Via Google findet man in der Umgebung schnell was, auf Facebook gibt es Facebook Gruppen für Locations (kleiner Tipp: einfach in ner Gruppe auftauchen und nach einer Location fragen um danach zu wieder verschwinden ist ein NoGo, also sei aktiv in solchen Gruppen), Instagram (man kann nach Locations suchen und sich ein Bild von der Umgebung machen von Leuten die schon da waren. Vorteil: man kann diese Bilder dann auch speichern!).

Ich persönlich nutze meistens die Bildersuche bei Google beziehungsweise Google Maps (damit ich dann eine Route habe und planen kann, wielange ich hin brauche, wichtig vor allem wegen dem Licht, dazu später jedoch mehr).

2. Location Scouting

Eine weitere Möglichkeit ist es, einfach loszuziehen und zwar bestenfalls mit der Kamera, um die perfekte Location für das nächste Shooting zu finden. Mit etwas Glück findet man dann auch Orte, die noch etwas jungfräulich sind, was das Fotografieren betrifft, also noch nie jemand da war. Nach und nach werden es da immer mehr Menschen. Beispiele dafür waren bei mir etwa die Donaucity in Wien oder der Strand in Wien, wo ich meine Bikini-Shoots im Gegenlicht umgesetzt hatte.
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Wer hätte hier geglaubt, das dieses Foto mitten in Wien entstanden ist? (schreibt es mir in die Kommentare)

3. Augen auf

Die zeitsparendste Möglichkeit ist es, wenn man stets die Augen offen hält und zwar wirklich immer. Egal ob man gerade auf den Weg in die Arbeit/Schule/Uni ist, ob man sich auf dem Weg zum Einkaufen macht oder ob man auf den Weg zu Freunden ist. Ein Beispiel bei mir war die Location für den letzten #hammerWALK, der Floridsdorfer Wasserpark in Wien. Diesen sieht man, wenn man mit der U-Bahn vorbei fährt und man hat sofort einen kleinen Überblick.

4. Das Licht Beobachten

Die Fotografie hat ein Element, ohne das kein Foto entstehen kann. Ich meine jetzt nicht die Kamera oder das Equipment, sondern einfach das Licht. Jede noch so unscheinbare Location kann mit dem richtigen Licht wahnsinnig schön rüberkommen. Diffuses Licht lässt jede Location anders erscheinen. Klingt vl etwas banal, aber ich achte fast schon penibel auf die Lichtverhältnisse wenn ich fotografiere. Obwohl es in der heutigen Zeit nicht unbedingt mehr ein NoGo sein muss in der prallen Mittagssonne zu fotografieren, schaue ich trotzdem auf weiche Lichtverhältnisse, die vor allem morgens und abends vorherrschen. Dafür gibt es für mich zwei Möglichkeiten: Entweder ich bin zu etwa der Uhrzeit vor Ort, bei denen ich fotografieren will, oder ich behelfe mich mit Smartphone Apps wie Sun Surveyor oder Photo Pills (kann ich an der Stelle voll empfehlen, ich kann mir mit diesen Apps nicht nur die Location raussuchen sondern erfahre auch, wie das Licht steht zu jeder Uhrzeit, das erspart enorm Zeit).

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Uhrzeit & Jahreszeit beachten

Wenn wir schon über das Licht sprechen (und den Apps die man als Hilfsmittel einsetzen kann) sollte man auch über Jahreszeiten und Uhrzeiten sprechen. Klar, wenn man im Studio arbeitet ist das egal, aber will man draußen an einer Location fotografieren, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor. Beispielsweise lassen sich Fashion Fotos vor dem Schloß Schönbrunn in den Morgenstunden besser umsetzten als etwa nachmittags, zur Hauptstoßzeit. Will man Streestyle Fotos aufnehmen, ist diese Zeit jedoch wieder besser als zu den Morgenstunden. Ihr seht, es kommt auch auf die Art eures Motivs an.
Will man also auf seinen Bildern keine fremden Personen drauf haben, die ständig in das  Bild hopsen, dann empfiehlt es sich also zur Goldenen Stunde (morgens oder abends) zu fotografieren, vor allem auch wegen dem besseren Licht. Aber auch die Jahreszeit spielt hier eine Rolle. So hat eine tolle Sommerlocation für mich im Winter überhaupt keinen Reiz oder umgekehrt.

5. Behaltet den Kalender im Auge

Viele Bilder kann man eben nur zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr umsetzen, sei es Kirschblüten, das Rapsfeld, die Heuballen, Herbstlaub und Schnee und Eis. Doch auch von der Tages- und Nachtzeit ist es unterschiedlich. So kann ich im Sommer zur goldenen Stunde etwa um 20 Uhr fotografieren, während ich im Winter schon um 16 Uhr fotografieren muss um dieselbe Lichtstimmung zu haben. Da die Sonne je nach Jahreszeit an unterschiedlichen Stellen untergeht. Hier hilft euch ebenfalls Sun Surveyor dabei, da sie den Stand der Sonne anzeigt.

Interessante Orte in deiner Umgebung abchecken

Zum Schluss möchte ich euch einige Beispiele als Inspiration mitgeben:

  • Gebäude mit interessanter Fassade

  • Waldweg

  • Straße mit vielen Autos (Bokeh Deluxe)

  • Flüsse oder Bäche

  • Seen / Teiche

  • U-Bahn Stationen

  • Orte mit besonderer Architektur

  • Parkhaus

  • Wald

  • etc

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Location
2018-10-25T16:29:59+00:00

About the Author:

Fotograf und Retoucher aus WienLiebt die Fotografie, aber meistens müssen Menschen auf den Fotos drauf sein. Auf meinem Instagram-Account findet ihr die aktuellsten Bilder und Stories.

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