#Retuschetalk: Geniale Hilfsebenen für die Hautretusche

#Retuschetalk: Geniale Hilfsebenen für die Hautretusche

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 2 Minuten

Ich propagiere immer wieder bei der Hautretusche, das man keine Filter oder destruktive Techniken wie Frequenztrennung und Abpudern verwenden soll. Oft reicht einfach nur eine leere Ebene über das eigentliche Bild zu legen und schon kann man mit den Reparaturpinsel oder den Kopierstempel einsetzen um Hautstörungen zu entfernen. Damit ihr bei der Hautretusche auch ja nichts überseht, gibt es ein paar Hilfsebenen, die über das Bild gelegt werden. Welche das sind, erkläre ich in diesem Artikel.

Hilfsebenen für die Hautretusche

Schwarzweiß-Ebene

Hilfsebenen

 

Die einfachste Möglichkeit, Unregelmässigkeiten in der Haut darzustellen, ist die Einstellungsebene „Schwarzweiß“. Wenn ihr den Regler für die Rottöne komplett nach links schiebt und danach den Gelbtöne-Regler soweit verschiebt, bis ihr den besten Kontrast habt. Zusätzlich könnt ihr mit dem Magenta-Regler zusätzlichen Kontrast rausholen. Probiert es aber zunächst mal mit den Gelb- und Rot-Regler.

Invertierung mit einer Gradationskurve

Hilfsebenen

Ich bearbeite meine Bilder oft mit einer Schwarzen-Farbfläche im Modus Farbe. Dadurch bekomme ich nur die Luminanzen eines Bildes angezeigt. Zusätzlich hilft es oft eine Gradationskurve darüber zu legen und die Kurve zu invertieren (wie auf meinen Screenshot). Dadurch trickst ihr euer Hirn etwas aus und bekommt vom Bild einen neuen Blickwinkel. So könnt ihr Hautunreinheiten entdecken, die zuvor übersehen wurde.

Farbton/Sättigung

Hilfsebenen

Oft hat man im Bild (und auf der Haut) Sättigungsunterschiede. Im Reallife ganz normal, auf einem Porträt fällt uns das sofort auf. Um bei einem Bild die Farben und deren Sättigung anzuzeigen gibt es einen kleinen, aber effektiven Trick: Mit der Einstellungsebene „Selektive Farbkorrektur“ setzt ihr bei jeden Farbton den Schwarzregler auf -100, bei Weiß/Grau/Schwarz jedoch auf +100. Anschließend setzt ihr diese Ebene in den Ebenenmodus „Luminanz“.

Durch die Kombination von ein bis zwei Einstellungsebenen könnt ihr die Hautunreinheiten drastischer darstellen. Kein Detail bleibt verborgen und ihr könnt euch bei der Hautretusche völlig auf Störungen und Unreinheiten konzentrieren. Probiert es einfach mal aus und schreibt mir in die Kommentare ob euch meine Tipps geholfen haben.

Achja: Diese Hilfsebenen funktionieren sowohl in Adobe Photoshop als auch in Affinity Photo!

Was ist die richtige Größe eines Bewerbungsfotos?

Was ist die richtige Größe eines Bewerbungsfotos?

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 Minuten

Es zählt nicht nur wie professionell ein Bewerbungsfoto gemacht wurde, die Größe eines Bewerbungsfotos ist auch entscheidend. Natürlich kommt es auch auf den Job an, für den man sich bewirbt. Will man Karriere machen, dann ist es schon wichtig, das man selbst sich Gedanken über das Bewerbungsfoto macht.

Wann wird auf welches Format gesetzt?

Die Erfolgsformel beim Bewerbungsfoto: Quer ist hip, hoch ist okay, klein ist out.

Genau genommen gibt es 3 Möglichkeiten, welches Format ein Bewerbungsfoto haben kann:

  • Klein – ca. 4cm breit und wird im Lebenslauf in eine der oberen Ecken platziert.
  • Das klassische Hochformat wird häufig auf dem Deckblatt positioniert.
  • Das Querformat: Eine neue und recht moderne Form des Bewerbungsfotos wird an der oberen Hälfte des Deckblatts platziert.

Das Internet hat mit den vielen Sozialen Netzwerken die klassischen Profilfotoformate quasi abgelöst. Sei es auf Facebook, zieht sich das durch von Instagram bis LinkedIn und XING. Während Anfangs auf diesen Portalen die quadratische Form „In“ war, sind sie jetzt durch runde Profilbilder abgelöst worden. Da Unternehmen ebenfalls im Internet präsent sind, egal ob es ein StartUp ist oder ein Konzernriese, sieht man die klassischen Bewerbungsfotos tatsächlich nicht mehr sooo eng wie früher.

Die Größe und die Formatwahl ist ähnlich wie die Wahl des Outfits abhängig von euren gewünschten Job. Viele Personaler sehen das in etwa so: Je schlichter das Bewerbungsfoto, desto eher zeigt man sich mit einer „kleinen“ Stelle zufrieden. Wer Karriere machen will, sollte das Querformat verwenden und damit ein Statement setzen.

Sollte man sich als Student für einen geldbringenden Nebenjob bewerben, reicht ein eher schlichtes Bewerbungsfoto. Wenn das Foto bei den persönlichen Daten oder im Lebenslauf gewünscht ist, muss man entweder das hochformatige Bewerbungsfoto wählen. Oder man passt seine Bewerbung dementsprechend an und fällt wieder positiv auf ;-)

Die Größe des Bewerbungsfoto: Klassisch

Im klassischen Format gedacht beträgt die Größe eines Bewerbungsfotos in etwa 4,5x6cm oder 531×709 Pixel (Breite x Höhe). Es wird in der Regel rechts oben im Lebenslauf platziert.

Das klassische Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt

Auf Deckblättern wird das Bewerbungsfoto meist in der Mitte platziert. Die Größe liegt hier bei 6,5 x 9 cm bzw 768 x 1063 Pixel (Breite x Höhe) und ist im Hochformat.

Klassische Bewerbungsfoto Formate und Größen sind ideal

  • bei konservativen Unternehmen
  • bei klassischen Bürojobs (Kreativpositionen sind hier ausgenommen)
  • Wenn man sich nicht traut, neue Ansätze zu verfolgen bei Bewerbungen
  • wenn man als Bewerber selbst eine konservative Haltung hat

Formate und Größen von modernen Bewerbungsfotos

Bisher hatte ich eigentlich immer Kunden, die explizit das Querformat forderten. Beziehungsweise die Headshots gewünscht haben, die ihr bei mir im Portfolio findet. Was aber nicht heißt, das man diese unbedingt in den Format behalten muss. Daher zähle ich die anderen Formate und Größen von Bewerbungsfotos auch auf.

Quadratische Bewerbungsfotos

Quadratische Formate auf Bewerbungen sieht man tatsächlich häufiger als noch vor einigen Jahren. Die Größe liegt hier von 6,5 x 6,5 cm oder 768 x 768 Pixel bis hin zu 9,9 x 9,9 cm.

Runde Bewerbungsfotos

Wenn das Gesicht des Bewerbers symmetrisch im Kreisausschnitt platziert ist, dann ist das runde Bewerbungsfoto gelungen, ansonsten nicht. Beachtet aber bei runden Bewerbungsfotos, das hier viel weggeschnitten werden muss um die Person herum. Man reduziert das Foto auf das wesentlichste, das Gesicht.

Je nach Layout variiert die Größe  eines runden Bewerbungsfotos von 5 cm bis 9 cm.

Farbe bekennen– oder besser nicht?

Wenn ihr auf meinem Instagram-Account vorbeischaut werdet ihr merken, das ich Schwarzweiß-Bilder unheimlich spannend finde. Gemeinsam mit den Sepia-Look hat das wieder einen aufflammenden Trend ausgelöst. Farbfotos bei Bewerbungen sind aber nach wie vor der Klassiker. Will man auffallen kann man zusätzlich ein SW-Bild auf die Bewerbung platzieren. Bei mir bekommt ihr das zusätzlich zu den normalen Aufnahmen dazu.

Ein paar Beispiele von mir mit Erklärungen dazu:

Business Headshots

Mittlerweile ist sogar Bewegung erlaubt. Das heißt, der Körper darf leicht gebeugt sein, um eine asymmetrische Aufnahmesituation zu erwirken. Typisch ist der „Denkerfinger“, der den Kopf am Kinn stützt.

Bewerbungsfotos Wien

Ich persönlich finde, das immer nur schwarze, weiße oder graue eintönige Hintergründe schon fast fad wirken. Bei Cinematic Headshots baue ich den Hintergrund einer Szenerie ein und das Bild wird interessanter und ist insgesamt mal was anderes

Bewerbungsfotos Wien

„Schade, das der Kopf angeschnitten ist“ – Wenn ihr so einen Satz hört, dann hat euer Gegenüber noch nichts von einen modernen Bildschnitt gehört, geschweige den von Headshots. Die Person wird bei diesen Schnitt angeschnitten und ist nicht mehr komplett auf den Bild zu sehen. Vorteil: Es lenkt nichts auf dem Bild ab und das Gesicht und die Persönlichkeit des Bewerbers rückt in den Vordergrund. Achtung: Keine alten Aufnahmen „pimpen“. So funktioniert dieser Schnitt nicht. Überlasst solche Schnitte den Profis.

Größe Bewerbungsfotos

 

 

Ich brauch keinen Fotografen, ich hab ein Smartphone!

Ich brauch keinen Fotografen, ich hab ein Smartphone!

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Ich konsumiere ja viel über Soziale Netzwerke wie Facebook & Co, leider bleibt mir ja seit den ShutDown von Google+ ja nichts mehr anderes übrig, aber das ist eine andere Geschichte. Eine Geschichte die immer wieder hochkommt ist die Tatsache, das viele der Meinung sind das ein Smartphone heutzutage reicht um gute Fotos zu schießen. Zugegeben, die Bilder werden immer besser, die Smartphones wie iPhone, Huawei P20 Pro oder die Pixel Phones von Google produzieren (Test auf DxO Mark bestätigen das auch unter Laborbedingungen) Doch reicht das wirklich aus um einen Fotografen zu ersetzen? Die Antwort ist ja, wenn man den Fotografen nur auf sein Equipment reduziert. Doch zu einen Fotografen gehört soviel mehr.

Können Smartphones Fotografen „ersetzen“?

Fast überall wird man in der heutigen Zeit von Bildern nahezu erschlagen, in der Werbung, auf sozialen Netzwerken, in Zeitungen, Bilder sind allgegenwärtig. Und da gibt es durchaus gute als auch ziemlich schlechte Bilder, die man so sieht. Vor allem auf Facebook ist das meiner Meinung nach so und ich bin fast täglich schon dabei, meiner Meinung nach schlechte Bilder irgendwie zu filtern, eine Sisyphus Arbeit, glaubt mir. ;-)

Aber kommen wir zum eigentlichen Kontext zu diesen Blog-Beitrag. Kein Mensch geht (hoffentlich) zu einen Fotografen, weil er eine Kamera und Equipment für mehrere tausend Euro im Besitz hat. Man geht zu einen Fotografen weil man professionelle Bilder will, für welchen Zweck kann man sich nun selbst denken. Sei es für die eigene Hochzeit, für ein Bewerbungsbild, für Passbilder, man will schöne Portraits von sich haben usw. Googlet euch doch mal durch die Fotografen-Websites durch. Glaubt da wirklich jemand dasselbe kriegt er auch mit einen Smartphone hin? Wer das nicht erkennt, der hat sowieso keinen Bedarf an einen Fotografen meiner Meinung nach.

Ich persönlich gehe zu einem Fotografen, der was vom Licht versteht und dessen Bildbearbeitung nicht aus dem Jahre Schnee ist. Die Bilder müssen mich umhauen sobald ich sie sehe.

Was ich sagen will, ich buche die Expertise des Fotografen und nicht sein Equipment. Den das ist bei einen guten Fotografen, der eben die genannte Ahnung von Licht, Bildbearbeitung, usw. hat eher sekundär, viel wichtiger ist das Ergebnis das dabei herauskommt. Und seien wir uns mal ehrlich, wer glaubt das Smartphones kurz- bis mittelfristig DSLRs ersetzen kann, der hat den Schuss nicht gehört. Rein physikalisch ist es nunmal nicht möglich das ein Micro-Kamerasensor eines Smartphones einen MFT-, APS-C oder gar Kleinbildformat-Sensor in den Schatten steht. Wer Bilder nur nebenbei konsumiert, nur auf Smartphones betrachtet und dabei gelangweilt auf einen Like-Button klickt den wird das weniger auffallen. Der Unterschied zu einen Knipser (= Jemand, der seine Kamera einfach irgendwo draufhält und abdrückt) und einem Fotografen ist eben das letzterer weiß, was er aus seinen Equipment rausholen kann um zu einen bestmöglichen Ergebnis zu kommen. Stichwort Lichtsetzung, Bildkomposition, Bildbearbeitung usw.

Kleines Beispiel gefällig?

Ich hab mir im Dezember ein neues Smartphone gegönnt, nämlich das Pocophone F1 von Xiaomi, die Gründe für genau dieses Gerät waren vielfältig, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis war eines der Hauptgründe für mich. Und da wären wir wieder bei einen Punkt, den ich immer wieder in Facebook-Gruppen zu diesen Smartphone gelesen hatte. Etwa das die Kamera schlecht ist, da die Bilder bei Dunkelheit extrem rauschen beziehungsweise das die Bilder so dunkel sind.

Das war für mich eine Art Challenge zu sehen, was ich selbst aus einer kleinen Smartphone-Camera rausholen kann. Und zwar auf Otto-Normalverbraucher Art, ohne das ich mir mein Gerät modifiziere oder eine andere Kamera-App installiere. So wie mein Handy ausgeliefert wurde eben. Ich finde, die Ergebnisse können sich für ein Smartphone sehen lassen, aber ich würde mir nicht anmassen zu sagen das sie ein Bild aus meiner Sony in den Schatten stellen würden. Spätestens beim Druck oder auf einem PC-Monitor sieht man definitiv Unterschiede.

Rein physikalisch kann ich mir das eigentlich auch nicht erwarten, aber man kann aus der Kamera dieses Smartphones (sowie allen anderen Smartphones von LowBudget bis HighEnd) viel rausholen, etwa wenn man sich mit dem Belichtungsdreieck und dem manuellen Modus auseinandersetzt.

Ein Fotograf weiß diese Dinge, daher stellt sich für mich auch nicht die Frage, ob ein Smartphone allein reicht für gute Bilder, aber wie seht ihr das?

Das war der #hammerWALK – Summertime

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Am 12.08.18 war es wieder soweit, mein #hammerWALK wurde wieder veranstaltet. Ich bin dabei immer im Voraus gespannt, wieviele tatsächlich da erscheinen, die Facebook-Veranstaltungen klickt bald mal wer an, tatsächlich kommen erfahrungsgemäß 1/3 der Interessenten an. Beim #hammerWALK – Summertime waren es zum Schluss 157 Interessenten, gekommen sind dieses Mal 45 Teilnehmer, die etwa zur Hälfte aus neuen Teilnehmern bestand und das finde ich so cool an solchen Veranstaltungen, man lernt immer neue Leute kennen und ein Photowalk eignet sich wunderbar zum Netzwerken untereinander.

 

 

#hammerWALK Summertime – Treffpunkt

Getroffen haben wir uns beim Haupteingang der Blumengärten Hirschstetten (hinten bei den Themengärten). Eigentlich war ja geplant, das wir uns beim Badeteich Hirschstetten treffen, aber als ich mir die Location wegen einen Treffpunkt genauer angesehen habe und mir die Nähe zu den Blumengärten auffiel (ja ich weiß als Wiener sollte ich das eigentlich wissen, aber so oft bin ich nicht an dieser Ecke Wiens), kam mir der Einfall das wir doch hier starten und dann weiter zum Badeteich gehen. Also in der Veranstaltung darauf aufmerksam gemacht und darauf gehofft das alle gleich hinfinden und nicht auf der anderen Seite der Blumengärten warten.

 

Wir hatten uns dann gleich in zwei Gruppen (Michael Sedlacek von Digitalminds Photography und die andere  unter meiner Führung) zur besseren Übersicht im Blumengarten aufgeteilt, die MakeUp-Artisten starteten mit ihren Schminkkünsten und ich konnte mich mit den ersten Fotografen und Models austauschen.  Kurz darauf schnappten wir uns zwei Models und sahen uns in den ersten Themengärten um und fotografierten los. Ich konnte bei der Gelegenheit ein paar Tipps weiter geben.

 

Ab ins kühle Nass…

Nach kurzer Zeit entschieden wir uns aber aufgrund der Hitze, doch früher zum Badeteich zu gehen, da mein Hotspot da im Schatten lag und es da wohl angenehmer zum fotografieren wäre. Also gesagt getan, der Hotspot war bis auf ein paar Badegäste leer und wir konnten uns ungestört ausbreiten.

 

Insgesamt war es ein toller Walk wieder einmal und es sind ein paar coole Bilder dabei entstanden. Da ich auch schon gefragt wurde, wann der nächste stattfinden wird: diesen plane ich zu Anfang Oktober, da der September dann wohl zu kurzfristig wird. Der Walk wird aber nicht so wie bei „Summertime“ eher stationär werden, sondern ganz traditionell mit einer fixen Route. Details erhält ihr in meiner Facebook-Gruppe zum #hammerWALK und auf meiner Facebook-Seite unter Veranstaltungen

Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme

Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme

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Bildbearbeitungsprogramme gibt es wie Sand am Meer, manche kostenpflichtig, manche kostenlos. In diesen Artikel möchte ich für Anfänger ein paar Auflistungen starten für Gratis-Tools um den Einstieg in die Bildbearbeitung etwas zu erleichtern. 

Egal ob Schnappschuss oder geplantes Bild – Bildbearbeitungsprogramme sind aus den Zeitalter der digitalen Fotografie nicht mehr wegzudenken, auch wenn Puristen etwas anders behaupten würden. Für mich selbst zählt das als Teil der Fotografie und ist ein durchgehender Prozess. In einen Punkt gebe ich solchen Personen aber Recht, man sollte schon vorher schauen, dass das Bild sitzt und nicht im Bildbearbeitungsprogramm (welches auch immer dann sein mag) versuchen zu retten. Ich selbst hab als Anfänger auch so gedacht, habe aber je mehr ich mich mit Photoshop und Capture One Pro befasst habe für mich festgestellt, das es in der Bildbearbeitung leichter geht, wenn man fotografisch das Bild schon so umsetzt wie man es geplant hat. Man kann also sagen, je mehr man über Bildbearbeitungsprogramme lernt, desto mehr lernt man über die Fotografie.

 „je mehr man über Bildbearbeitungsprogramme lernt, desto mehr lernt man über die Fotografie“ – Roman Hammer

Branchenprimus ist ganz klar Photoshop von Adobe. Viele möchten sich aber nicht in ein Abo stürzen oder benötigen nicht den Umfang der Software um ihre Bilder zu bearbeiten. Ich lese in diversen Facebook-Gruppen auch immer wieder, dass Photoshop CS2 verwendet wird, weil das ja gratis bei Chip.de angeboten wird. Ich liste diese Software nicht auf, da wir uns hier in einen rechtlichen Graubereich bewegen. Warum? Das möchte ich mit folgenden Bild verdeutlichen:

Bildbearbeitungsprogramme

Große Infobox auf der Downloadseite für Adobe Photoshop CS2

Adobe Photoshop CS2 wurde April 2005 veröffentlicht und hat nicht mal annähernd den Funktionsumfang, den Photoshop CC oder vergleichbare Bildbearbeitungsprogramme heutzutage haben. Das wäre der eine Grund warum man diese Version heute nicht mehr verwenden sollte, der andere nimmt Bezug auf obiges Textfenster, welches auf der Download-Seite von Chip.de zu finden ist. Ja es stimmt, es ist frei zugänglich und ohne Hindernisse downloadbar. ABER, auf der rechtlich sicheren Seite seid ihr nur, wenn ihr jemals auf offiziellen Wege CS2 oder Acrobat 7 bei einen Händler erworben und somit eine Seriennummer bezogen habt. Habt ihr das nicht, dann bewegt ihr euch am Rande der Softwarepiraterie und verstößt gegen das Urheberrecht von Adobe. Just als Information, weil die Causa Photoshop CS2 sich sehr hartnäckig hält in der Facebook-Welt.

Bildbearbeitungsprogramme – 7 Alternativen zu Photoshop

Kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Blogs, nämlich die Photoshop Alternativen. Alle sind gratis und ich werde zu jedem Programm einen Link posten und eine kurze Zusammenfassung schreiben, alles andere würde den Rahmen sprengen und ich will euch die Neugier beim Ausprobieren der jeweiligen Programme nicht nehmen ;-)

Paint.NET – Arbeiten mit Ebenen

Bildbearbeitungsprogramme

Das erste Bildbearbeitungsprogramm, welches mir ins Auge gesprungen ist, ist ein Windows-Programm und nennt sich Paint.net. Diese Software arbeitet wie Photoshop mit Ebenen, Filtern und hat auch eine History. Zusätzlich kann es um Plugins erweitert werden. Verwechselt es aber nicht mit Microsoft Paint, das wäre wieder eine andere Geschichte.

Download Paint.NET

XnView – Verwalten & Bearbeiten

Bildbearbeitungsprogramme

XnView gibt es mehrere Programme mit verschiedenen Zwecken, Bild-Verwaltung, Bild-Konvertierung, Bild-Bearbeitung. Sieht für mich persönlich zwar etwas zu rudimentär aus, für den einen oder anderen sicher trotzdem interessant. Verfügbar ist das Programm für Linux, Windows, Mac, iOS, Android

Download XnView

Darktable – RAW-Konverter für Linux

Bildbearbeitungsprogramme

Nicht alle kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme können RAW-Formate lesen. Und für Linux sind OpenSource Programme im Bildbearbeitungsbereich selten. Darktable ist so eines und hat die Optik von Lightroom.

Install Darktable

GIMP – der mächtige Photoshop-Konkurrent

bildbearbeitungsprogramme

Was wäre so eine Auflistung ohne den Klassiker der kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme, GIMP. Wie ich anfangs erwähnt hatte, möchte ich den Rahmen dieses Artikels nicht sprengen, also gibt es hier nur eine Auflistung von ein paar Funkionen:

    • Ebenenbasiertes Arbeiten
    • Automatische Verbesserungen
    • Filter
  • Anpassbares Interface

GIMP läuft nicht nur auf Windows, sondern auch auf Linux, Sun, FreeBSD und mittlerweile auch MacOS. Für mich war damals bei meinen letzten Test, das Programm etwas unlogisch aufgebaut, aber da hatte ich schon mit Photoshop gearbeitet und da ist die Umgewöhnung etwas schwer. Auf der Seite von GIMP sind sogar ein paar Tutorials aufgelistet um den Einstieg zu erleichtern.

Download GIMP

RAW Therapee – RAW-Unterstützung für Windows, MacOS Linux

bildbearbeitungsprogramme

Wie aus den Namen schon erkennbar, unterstützt RAW Therapee RAW-Formate. Dazu gibt es eine Nutzer-Oberfläche, die überzeugt.

Download RAW Therapee

Magix Foto Designer – mit vielen Automatik-Funtkionen

Bildbearbeitunsprogramme

Für die „Faulen“ unter euch ist der Magix Foto Designer die richtige Wahl, weil diese mehr auf Automatik-Funktionen setzt. Natürlich kann man auch selbst Hand anlegen. Meiner Meinung nach sollten man sich NICHT auf Automatiken verlassen, weil man so nichts dazulernt und auch nicht nachvollziehen kann, was ein Programm mit seinen Bild anstellt.

Download Magix Foto Designer

Photoscape – kleiner Helfer

Bildbearbeitungsprogramme

Ein kleines Programm und insgesamt recht rudimentär, aber die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen sind dabei.

Download Photoscape

TFP Shootings und ihre Nachteile

TFP Shootings und ihre Nachteile

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 2 MinutenDa dachte ich mir, ich schreibe mal wieder einen Blog dazu, was TFP überhaupt darstellt und warum ich für mich jetzt entschieden habe, in diesem Bereich etwas kürzer zu treten.

Was ist TFP?

TFP bedeutet Time for Pictures bzw Time for Prints in der alten Fassung. Ja, im Grunde kann man das unter anderem als Möglichkeit sehen, Gratis Bilder vom Fotografen zu bekommen. Der Haken an der Sache ist aber, dass für das Model sehr wohl eine Leistung zu erbringen ist, außer halbwegs gepflegt zu einer Location zu erscheinen. Leistung im Sinne von Performance, Posing, ausgeschlafen, gepflegt sein und sich selbst am Besten zur Geltung zu bringen. Jetzt werden viele natürlich sagen, dass dies die Aufgabe des Fotografen sein muss, sein Model bestmöglich ablichten zu können. Im Grunde ja, stimmt schon, jedoch erwarte ich mir von einen Model, mit der/dem ich auf TFP shoote, das dieser auch weiß wie er sich am besten in Szene setzt, also erwarte ich mir da schon einiges vom Model selbst, genauso wie man von mir erwartet das ich meine Kameraeinstellung, das Lichtsetup und später dann in der Bildbearbeitung das bestmögliche aus dem Rohbild (aka RAW-Datei) raushole. TFP ist also eine Win-Win-Situation für beide/mehrere Parteien (immerhin braucht ja meine Visa auch Bilder für IHR Portfolio).

Welche Nachteile ergeben sich durch TFP?

Wir leben heutzutage in einer „Geiz-ist-Geil“-Gesellschaft (Vielen dank an die Elektronik-Kette „Saturn“ für diesen prägenden Werbespruch) in der man einfach nur noch von Fotografen erwartet, dass diese für lau ihre Zeit bereitstellen, einfach fotografiert wird und nachher am besten schon am selben Abend die fertigen Bilder bereit stehen. Das ist jetzt zwar etwas überspitzt formuliert, aber das trifft für mich den Nagel auf den Kopf (um bei Wortspielen zu bleiben, dieses Mal eben mit meinen Nachnamen). Viele „Models“ erwarten das tatsächlich, die Folge sind bei vielen meiner Kollegen dann  Bilder, die manche sich nicht einmal mit dem Handy fotografieren trauen, von der Bearbeitung ganz zu schweigen. Einfach Filter drüber, kurze RAW-Entwicklung (sofern diese überhaupt stattfindet) und dann gleich mal Hochladen, am besten mit einem fetten Logo irgendwo im Bild, könnte ja irgendwer klauen.

Wäre das nicht schon genug, haben manche einfach den Sinn von TFP nicht verstanden, also wie im Absatz oben schon erwähnt, sollte es ja auf Gegenseitigkeit beruhen, ich als Fotograf biete meine Leistung als Fotograf an und das Model bringt sich selbst ins Shooting ein und zeigt sich von ihrer besten Seite. Und wenn man nicht ins Portfolio des jeweils andere passt, sei es weil das Model nicht dem eigenen Geschmack trifft oder es noch zu unerfahren ist und andererseits auf Fotografen-Seite das man eben nicht so weit ist, was das eigene Können anbelangt. Dann kann man trotzdem auf Pay-Basis ein Shooting vereinbaren, dann hat man zumindest trotzdem die Win-Win-Situation für Beide hergestellt. Die eine Seite bekommt die Bilder nach den eigenen Vorstellungen/Wünschen, die andere Seite hat zumindest die Zeit entgolten bekommen.

Shoote ich noch auf TFP-Basis?

Ich selbst mache hin und wieder trotzdem TFP-Shootings, jedoch nur noch wenn sie mein Portfolio bereichern. Ansonsten macht ein Shooting auf TFP-Basis für mich keinen Sinn. Im Prinzip wäre das ganz einfach wenn man sich die Abkürzung „TFP“ öfter mal vor Augen führt und immer wieder in Erinnerung ruft. Also „Time for Pictures“ und nicht „Gratis Bilder für mich“, denn das wäre dann oft nicht einfach gratis sondern „umsonst“, also verlorene Zeit für einen der Beteiligten.

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