Das perfekte Bewerbungsfoto

“Nicht selten entscheidet das Bewerbungsfoto darüber, ob die Bewerbung überhaupt gelesen wird. In diesen Blogbeitrag gehe ich auf die Thematik ein, warum ein gutes Bewerbungsfoto deinen Lebenslauf aufwertet.”

ROMAN HAMMERFOTOGRAF

Ein Bewerbungsfoto zu beurteilen hat nicht unbedingt was mit Oberflächlichkeiten zu tun, sondern eher damit ob sich ein Bewerber gut verkaufen kann. “Sich gut verkaufen können” ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je, von Profilbildern auf sozialen Netzwerken bis hin zum Bewerbungsfoto ist die Bandbreite sehr groß, genauso auch die Gefahr wegen einem schlechten Bild die begehrte Stelle nicht zu bekommen. Man stelle sich die Situation aus Sicht eines Personalchefs mal vor: Man hat eine freie Stelle, diese wird auf allen möglichen Kanälen ausgeschrieben und schon trudeln die ersten Bewerbungen ein. Der erste Eindruck zählt und mit einen guten Bewerbungsfoto fällt die Entscheidung darüber ob man sympathisch und kompetent (und somit passend für das Unternehmen) wirkt oder eben nicht.

Bewerbungsfoto – Was gar nicht geht

Ein absolutes NoGo bei Bewerbungsfotos sind Urlaubsfotos, Selfies oder sonstige unprofessionell gemachte Bilder, beispielsweise von der letzten Party oder so blöd geschnitten, das der eine oder andere Körperteil einer anderen Person noch auf den Foto drauf ist. Auch wenn viele von uns Schwarzweiß-Bilder lieben, ein Bewerbungsfoto sollte schon in Farbe sein, weil es authentischer wirkt. Gleiches gilt für veraltete Bilder, ihr solltet also so aktuell wie möglich abgebildet sein, im Zweifelsfall steht ein Besuch beim Fotografen eures Vertrauens an.

Beim Durchlesen einer Bewerbung stellen Personaler oft den Vergleich zwischen dem Foto und euren Karriere- und Ausbildungsstationen. Wenn das nicht zusammenpasst, ist die Gefahr groß,  das eure Bewerbung im Papierkorb landet.

Du bist deine Visitenkarte

Das perfekte Bewerbungsfoto – Deine Individualität ist gefragt

Bei einem Fotoshooting ist es wichtig, Bilder zu kreieren, die dem Typ der jeweiligen Person entspricht. Aus diesem Grund wird vorab abgeklärt, wie die Person rüberkommen will und für welches Unternehmen man sich bewirbt. Je nach Branche kann das Foto unterschiedlich ausfallen. Wichtig ist aber, dass Haare, MakeUp und die Kleidung stimmig sind. Meine Aufgabe als Fotograf ist es, für das optimale Licht zu sorgen und die Person anleiten, damit sie so authentisch wie möglich rüberkommt. Ist man sich bei der Kleidung unsicher kann man ins Fotostudio mehrere Outfits mitnehmen und ausprobieren und gemeinsam mit mir besprechen, was am Besten wirkt. Das ist eine meiner Aufgaben, ich nehme mir entsprechend Zeit, um den Kunden kennenzulernen, seine Wünsche umzusetzen und beste Qualität abzuliefern.

Was ist der Unterschied zwischen einem Headshot und einem “normalen Portrait”?

Was ist ein Business Headshot

Was in den USA bereits seit Jahren gang und gäbe ist, ist in Österreich beziehungsweise Europa noch eher unbekannt: Headshots sind ein Teil der Portraitfotografie und im beruflichen Umfeld (so auch bei Bewerbungsfotos) ein wichtiger Teil der digitalen Identität. Headshots dienen weniger der Identifikation, sondern geben der Identität ein Gesicht. Anders als etwa einem Passbild soll ein Headshot nicht neutral oder ausdruckslos sein. Hier geht es darum, die individuelle Persönlichkeit einer Person wiederzuspiegeln. Ein Headshot fesselt den Blick des Betrachters und ist authentisch.

Wie auf meinen Bildbespielen hier im Blog-Beitrag zu sehen ist ein zentrales Element meiner Headshots die Catchlights (das sind die Lichtreflektionen des Lichtsetups in den Augen). Diese sorgen dafür, das der Blick des Betrachters auf die Augen gelenkt wird, die so einer der hellsten Punkte im Gesicht darstellen und so ein Blickkontakt zwischen Betrachter und abgelichteter Person entsteht.

Häufig sieht man bei einem Headshot nicht den gesamten Kopf, ich schneide hier gerne den Kopf etwas an, was praktikable Gründe hat, denn es geht hier nicht um den Rumpf, den Anzug oder den Hintergrund. Es geht viel mehr darum, dem Betrachter einen positiven Eindruck von der Person zu vermitteln. Durch den Beschnitt wirkt die Person also auch “näher”. Ein praktischer Nebeneffekt dieses Beschnitts: Bei Internet-Auftritten mit Profilbild ist nur wenig Platz vorhanden und so sollte man möglichst viel vom Gesicht “präsentieren”. Weitere Einsatzzwecke eines Headshots sind Sedcards für Schauspieler und Models, für Geschäftsleute, praktisch überall im Online-Leben, den so gut wie jeder hat ein Facebook-Profil oder eine Seite auf LinkedIn oder Xing. (Meine Online-Auftritte findet ihr im Übrigen auf jeder Seite ganz unten!)

Bewerbungsfoto
Bewerbungsfoto

Was ist ein Portrait?

Bei der Portrait- bzw Peoplefotografie geht es natürlich auch um die Person selbst, hier werden aber oft gestaltende Mittel eingesetzt, wie etwa Kleidung, die Location, der Bildschnitt ist anders, usw. Vom Hintergrund bis  hin zu Accessoires können bei einem Portrait der Inszenierung dienen.

Das Wichtigste zum Bewerbungsfoto im Überblick

Abschließend möchte ich nochmal wiederholen, was ein perfektes Bewerbungsfoto ausmacht und mit welchen Bildern du garantiert mit deiner Bewerbung in den Papierkorb landest:

Checkliste für gute Bewerbungsbilder:

  • Charakter einer Person durch Bild ausdrücken
  • Sympathie vermitteln
  • Farbfotos bei “seriöseren” Jobs, da man so authentischer wirkt
  • Mut für kreativere Bildansätze bei Kreativjobs (z.B. Bildausschnitt, schwarzweiß, Ganzkörperfoto)
  • Authentizität vermitteln
  • Haare und Make up beachten (nicht übertreiben, Business-Look beachten)
  • Outfit passend auswählen
  • optimales Licht, das vorteilhaft wirkt

Mit diesen Fotos landet Ihre Bewerbung garantiert im Papierkorb

  • Urlaubsfotos
  • Passfotos
  • unprofessionell beschnittene Bilder
  • alte Bilder, die nicht mehr dem aktuellen Aussehen entsprechen
By | 2018-01-26T01:30:43+00:00 Januar 16th, 2018|Fotografie, Headshots|0 Comments

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Fotograf und Retoucher aus Wien, Gründer des SonyAlpha-Blogs Liebt die Fotografie, aber meistens müssen Menschen auf den Fotos drauf sein.

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