Mit diesen Artikel möchte ich dir die Einführung in Capture One erleichtern. Ich habe selbst den Umstieg vor ein paar Jahren gemacht und bereue es keine Sekunde. Capture One 12 ist mit seinen Funktionen so mächtig und umfangreich, das sich bei mir der Workflow drastisch geändert hat und ich immer weniger Photoshop für meine Bilder benötige. Die Werkzeuge von Capture One decken den gesamten Workflow der Bildverarbeitung ab: Vom Import über die Grundentwicklung bis hin zu Ebenen und anschließenden Export. In meinen Capture One 12 Tutorials bekommt ihr ebenfalls eine erste Einführung zum Programm.

Die ersten Schritte mit Capture One – ein Überblick

Das Lizenzmodell

Im Gegensatz zu Adobe Programmen seid ihr hier nicht gezwungen, ein Abo abzuschließen. Ihr könnt das zwar, weil es Phase One ebenfalls anbietet, ihr müsst aber nicht. Zusätzlich gibt es zu den Kauf- und Abolizenzen aber auch kostenlose Express-Versionen für Sony und Fuji, mit denen ihr zwar nicht das volle Potential von Capture One 12 nutzen könnt, aber für eine Grundentwicklung und einen ersten Einblick reicht es allemal. Ich habe einer Bekannten die vorher nie mit Fotografie und Bildbearbeitung zu tun hatte, Capture One empfohlen und sie ist so begeistert, das sie wohl bald eine Kauflizenz erwerben wird. 

Die bessere Qualität bei der RAW-Entwicklung

Der Geschmack bei Bildqualität ist individuell verschieden. Unter Profis ist aber längst klar, das Capture One Pro der beste RAW-Konverter ist. Damit du dir selbst ein Bild davon machen kannst empfehle ich dir, zuerst mal die 30-Tage Testversion runterzuladen. 

Aber rein für das Verständnis: Während Adobe bei den meisten RAW-Dateien nach eigenen Ermessen interpretiert und ihren eigenen Algorithmus ausgibt, hast du bei Phase One die Gewissheit, das sie jede Kamera und jedes Objektiv das von Capture One unterstützt wird, ausgiebig getestet wurde. Bei meinen Sony-RAWs hatte ich beispielsweise immer wieder Probleme in Lightroom: Nicht ganz scharf (obwohl die Bilder nicht verwackelt waren oder sonst was), die Farben verfälscht und musst erstmal korrigiert werden usw. Bei Capture One kein Problem und mich hat beim ersten Starten die Details und die Farben beeindruckt. So sehr das ich Lightroom gleich gelöscht hatte.

Sessions und Kataloge

Lightroom User kennen nur den Katalog mit seinen Verwaltungsmöglichkeiten. Den gibt es zwar in Capture One ebenfalls, aber ihr habt zusätzlich noch die Möglichkeit, Sitzungen/Session zu erstellen. Beides hat seine Vor- und Nachteile, ich persönlich verwende nur die Sessions. 

Katalog

Genau wie in Lightroom könnt ihr Bilder in einen Capture One Katalog importieren und verwalten. Zusätzlich bleibt es bei euch, ob ihr die Bilder an einen bestimmten Platz auf eurer Festplatte bleiben, ihr könnt aber auch direkt in den Katalog die Bilder importieren. Für größere Bildsammlungen sicher eine gute Wahl. Für Umsteiger von Lightroom und Aperture (war ein Apple-RAW-Konverter der zu gunsten von iPhotos bzw Photos eingestellt wurde) gibt es die Möglichkeit einen Katalog von ebendiesen Programmen zu importieren.

Session

Die für mich praktikablere Lösung sind die Sessions oder auch auf Deutsch Sitzungen. Erstellt ihr eine Sitzung, dann wird ein Sitzungsordner erstellt, in dem sich weitere Ordner befinden und ihre eure Bilder importieren könnt. Auch die fertig exportierten Bilder sind in einen Ordner (Output) zu finden. Da ich meine Aufträge separat in Sitzungen verwalte ist es für mich praktikabler als ein großer Katalog, da ich auf meiner Festplatte nach Jahren und Aufträgen die Sitzungen verwalte. Außerdem arbeiten Sitzungen schneller als Kataloge (sobald diese mehr als hundert bis tausend Bilder importiert haben). 

Kamera Support

Aktuell werden von Capture One 500 verschiedene Kameramodelle und auch verschiedene Objektive unterstützt. Es ist also etwas schwer, eine Kamera zu finden, die von Capture One nicht unterstützt wird. Gegenüber Adobe ist man hier auch mit der Implementierung von neuen Modellen etwas schneller.

Tethered Shooting

Tethered Shooting ist, wenn man die Kamera mit einen Laptop oder Computer verbindet und die Bilder direkt auf der Festplatte (in Capture One) landen und man sich die Bilder gleich auf einen großen Display ansehen kann. Capture One hatte ursprünglich den einzigen Zweck des Tethered Shootings und ist hier nach wie vor führend. 

Capture Pilot

Zusätzlich gibt es eine App für Smartphone und Tablets: Capture Pilot. Mit dieser verbunden zeigt es die eben geschossenen Bilder auf einen Tablet oder Smartphone. Ich mache das oft für den Auftraggeber oder für die Visa im Schminkraum. 

 

 

Gründe für Capture One 12

Präzise Farbwiedergabe mit maßgeschneiderten Profilen für mehr als 500 Kameras. Beschleunigter Import und Export und reibungslosen Bearbeitungsworkflow. Vielfältige Palette an Werkzeugen zur Bildbearbeitung und Farbkorrektur. Übertragung der Bilder via Tethering direkt beim Fotografieren. Anpassbare Benutzeroberfläche

Capture One – Eine echte Lightroom Alternative?

Wenn ihr mich und viele andere Capture One User fragt, dann ja auf alle Fälle. Auch wenn C1 auf den ersten Blick komplex und nicht intuitiv aussieht, gewöhnt man sich ziemlich schnell daran. Und mal ganz ehrlich, wer kennt sich sofort bei neuer Software aus und kann gleich drauflosarbeiten ohne sich orientieren zu müssen? Eben. Der Vorteil gegenüber Lightroom ist aber, das man sich die Oberfläche nach seinen Wünschen anpassen kann. 

Aber teste das Programm erstmal aus, du hast die Möglichkeit, Capture One 30 Tage kostenlos zu testen um herauszufinden, ob das Programm etwas für dich ist und ob dein Anspruch an Bildqualität dem gerecht wird. Die Bilder sind schärfer und detailreicher, ohne extra geschärft worden zu sein. Womit aber Capture One dann glänzt, ist die Möglichkeit mit Ebenen und mit Masken zu arbeiten (seit Capture One 12 auch Luminanzmasken). Man kann also sehr viel mit seinen Bildern machen ohne dafür Photoshop oder Affinity Photo zu öffnen. 

Wenn du schon überzeugt bist, schau dir meinen Artikel mit meinen 12 Tipps zum Umstieg von Lightroom auf Capture One Pro an, wo ich eine Einführung zum Interface bis hin zu kleineren RAW-Entwicklungen geschrieben habe. (Für die Video-Fans empfehle ich meine Capture One 12 Tutorial auf meinen YouTube Kanal und den offiziellen Kanal von Phase One)

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Für weitere Hilfe hab ich eine deutschsprachige Facebook-Gruppe ins Leben gerufen, die ich stilvoll „Capture One like a Boss“ genannt habe. Hier wird euch schnell und einfach geholfen.

Capture One 12 Tutorial in Deutsch auf YouTube

12 Tipps für den Umstieg von Lightroom auf Capture One Pro

Ich habe vor kurzem einen Artikel geschrieben, mit dem ich Lightroom-User den Einstieg in die Welt von Capture One erleichtern möchte. Der Artikel ist natürlich auch für alle geeignet die vorher nie mit Lightroom in Berührung gekommen sind.

 

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