5 Dinge die Capture One kann, die Lightroom nicht kann

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Capture One Pro

Lange dauert es nicht mehr, bis PhaseOne die nächste Version von Capture One präsentiert und wir dürfen gespannt sein, was die Version 20 bringen wird an neuen Funktionen. Und auch dieses Mal werden viele Lightroom-User mit einen Wechsel liebäugeln. Hier sind meine 5 Gründe, was Capture One besser macht als Adobe Lightroom.

Die Power der Ebenen

Als ich mit Capture One zu arbeiten anfing, da waren die Ebenen noch als lokale Anpassungen in einen eigenen Register zu finden. Mittlerweile wurden diese in Ebenen umbenannt und im Standard-Workflow in so ziemlich jedes relevante Register eingebaut. Die Intention von Phase One dahinter war klar: man wollte, das wir als User mehr Zeit im RAW-Entwickler verbringen als den Switch rüber zu Photoshop zu machen. In meinen Fall war es ein Erfolg, ich arbeite die meiste Zeit in Capture One, bevor ich die Retusche mit Dodge and Burn dann in Photoshop mache.

Warum Ebenen wichtig sind? Zugegeben, in Form von „lokalen Anpassungen“ gibt es das auch in Lightroom, aber wo ist die Übersicht über die einzelnen Ebenen? Und kann Lightroom genauso wie Capture One mit Luminanzmasken arbeiten? Zusätzlich könnt ihr mit Radialmasken und linearen Verlaufsmasken arbeiten, ihr könnt auch Masken über das gesamte Bild legen und da etwa ein Preset drauflegen. Oder mehrere. Hab ich schon erwähnt, das man in Capture One Pro auch die Deckkraft der Masken reduzieren kann?

Maximale Kontrolle bei der Farbkorrektur

Meiner Meinung nach spielt Capture One vor allem im Bereich der Farben seine Stärken gegenüber Lightroom und den Rest der Konkurrenz aus. Der Farbeditor, die Tonwertkorrektur und das Farbbalance-Tool sind vielseitig und leistungsstark. Als Lightroom-Umsteiger wird man zunächst etwas überfordert sein, das war bei mir auch der Fall, aber mit der Eingewöhnung fängt man an, die Farbanpassungen in Capture One regelrecht zu lieben.

Farbeditor in Capture One Pro

Ein Tool möchte ich hier an dieser Stelle besonders hervorheben und ihr braucht garnicht in Lightroom nach einen Äquivalent zu suchen, denn dieses gibt es nicht. Beziehungsweise müsstet ihr den Weg über Photoshop gehen, aber davon rede ich nicht. Ich spreche vom Hautton-Register im Farbeditor-Tool. Wie leicht und schnell man Hauttöne oder auch andere Farben anpassen kann ist unglaublich hilfreich. Und wir sind hier noch immer auf der RAW-Ebene und nicht in Photoshop.

Capture One Pro Farbeditor

Katalogbasierter Workflow und Sessions

Die üblichen Kataloge gibt es sowohl in Lightroom als auch in Capture One Pro, mit ähnlichen Features so das einen Umsteiger eigentlich nichts fehlen sollte. Ich arbeite aber mit sogenannten Sitzungen (Sessions), das ich eher Projekt- beziehungswiese Jobbezogen meine Bilder sortiere und alles gern gesammelt in Ordnern habe.

Sessions sind sowas wie kleine Kataloge. Mit den Zusatz, das sofort nach der Erstellung einer Sitzungen 4 Standardordner im Sitzungsordner angelegt werden, die mir das Sortieren meiner RAWs und meiner anschließenden Auswahl leichter macht. Diese sind: der Aufnahmeordner, der Auswahlordner, der Output-Ordner und der Papierkorb.

Mein Workflow bei einer Capture One Sitzung

Ich importiere meine Bilder in den Aufnahmeorder der Sitzung, im Studio wird das via Tethered Shooting direkt erledigt. Sobald ich hier meine Auswahl getroffen habe, verschiebe ich die ausgewählten RAWs direkt in den Auswahl-Ordner. Hier entwickle ich die Bilder kurz bevor ich diese in Photoshop/Affinity Photo exportiere für die Retusche. Exportiert wird mein Bild in den Output-Ordner, ob als PSD oder JPEG kommt ehrlich gesagt auf das Bild an. Nach der Retusche und der Speicherung in Photoshop/Affinity Photo werden diese direkt in Capture One übernommen (sofern man nicht „Speichern unter“ verwendet hat und einen anderen Namen für die Datei zugewiesen hat.)

Für mich technisch nicht einwandfreie Bilder verschiebe ich direkt in den Papierkorb, dort sind sie nicht komplett verschwunden, man kann sie auch ohne Probleme wieder in einen anderen Ordner zurückschieben.

Sitzungsalben vs Sammlungen

Ähnlich wie die Sammlungen in Lightroom könnt ihr Sitzungsalben erstellen und die gewünschten Bilder von mehreren Ordnern auf ihrer Festplatte in bevorzugte Sitzungsordner „verschieben“, ohne das ihr sie physisch verschiebt. Besonders cool, wenn man sein Portfolio aufbauen möchte.

Arbeiten mit Styles in Capture One Pro – in Verbindung mit Ebenen

Mit den Presets in Lightroom bin ich nie wirklich warm geworden, anders ist das bei den Styles in Capture One. Im Prinzip sind Styles dasselbe, aber in Capture One kann ich mehrere Stile stapeln und/oder auf eigenen Ebenen legen, wo ich dann auch die Deckkraft reduzieren kann, sofern ich das möchte.

Tethered Shooting

Zugegeben, in Lightroom hab ich gefühlt 1-2 tethered geshootet. Und da war es einfach nur langsam und es dauerte bis sich die Kamera mit den Programm verbunden hat. Capture One ist ja in seiner Reinform eine Studio-Software, also prädestiniert für Tethered Shooting. Und da hat es auch eine seiner Stärken: einfach Kabel mit den Laptop oder Computer verbinden, danach die Kamera und diese dann einschalten. FERTIG. Schon kann man loslegen. Zusätzlich hat man die Möglichkeit eines LiveView Bildes, man sieht also schon vorab das Bild und kann entsprechend korrigieren.

Hab ich schon erwähnt das man beispielsweise seine Einstellungen vorab einstellen kann und diese dann nahtlos übernommen werden? Das geht übrigens sogar mit Einstellungen des Farbeditors. Ideal also wenn man Fashion oder Produkte fotografieren muss und die Farben stimmen müssen.

Migration von Lightroom nach Capture One: Üben üben üben!

Kürzlich als ich in Düsseldorf zugegen war um Capture One Pro zu präsentieren, war ich oft mit einer Aussage konfrontiert: Capture One ist unübersichtlich und man muss sich ein- beziehungsweise umgewöhnen. Ich muss diese Aussage mit einen dicken, fetten „JEIN“ konfrontieren. Zum einen, weil man sich in jede Software eingewöhnen muss und wir Menschen Gewohnheitstiere sind. Man mag sich nicht die „Arbeit“ antun, was neues sich anzueignen. Beziehungsweise ist da die Bereitschaft eher gering. Andererseits kann man Capture One komplett an seinen Workflow anpassen. Kleines Beispiel gefällig?

Ja viele Regler sind gleich, andere wiederum funktionieren anders als in Lightroom. Daran muss man sich eben gewöhnen, man darf nicht vergessen, das es Software zweier verschiedener Firmen sind und jede ihre eigene Engine da reinpackt. Statt den HSL-Regler Lightroom gibt es den Farbeditor in Capture One. Dafür hab ich hier mehr Möglichkeiten im Auswählen und Ändern in Farben, als es der HSL-Regler je tun könnte.

Beim Klarheitsregler hat man einen der größten Unterschiede im Vergleich zu Lightroom. Hier bietet man 4 Arten, wie der Klarheits-Regler arbeiten soll. Wenn ich den benutze, dann mit dem Modus „Natürlich“ und der arbeitet genauso wie es soll. Anheben der subtilen Mittelkontraste, gemeinsam mit den Regler Struktur erhält man schon ein klares und schärferes Ergebnis ohne das es so künstlich aussieht wie in Lightroom (wo ich mal gelernt hatte, am Besten den Regler garnicht ansehen).

Tipp zum Schluss

Ladet euch die 30-Tage Testversion von Capture One runter und bildet eure eigene Meinung. Importiert ein paar Bilder und seht euch die einzelnen Regler genau an, was und wie sie Änderungen auf das Bild übertragen usw. Als Einstiegshilfe hab ich 12 Tipps für den Umstieg von Lightroom auf Capture One gesammelt.

Probieren Sie es aus und bearbeiten Sie einige Ihrer Lieblingsbilder in Capture One Pro. Sie müssen einige Bilder durchgehen, bis Ihnen das Ergebnis der Bearbeitung gefällt. Es ist sehr wichtig, dass Sie nicht zu früh aufgeben! Das Capture One-Blog und die auf Youtube verfügbaren Webinare sind für den Einstieg sehr hilfreich. Insbesondere die Ressourcen, die sich auf Farbkorrekturwerkzeuge wie den Advanced Color Editor, das Skin Tone Tool und die Farbbalance konzentrieren, sind sehr wertvoll. Sie werden von den Möglichkeiten überrascht sein!

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Roman

Roman

Portraitfotograf und Retoucher aus Wien | Follow me on Instagram

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