“Goldener Schnitt” in Adobe Lightroom anzeigen

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Viele Fotografie-Anfänger (und auch viele Fortgeschrittene) haben Probleme mit dem Bildschnitt. Wenn man in Fotografie Gruppen sich umschaut, dann wird oft der Begriff “Goldener Schnitt” als eierlegende Wollmilchsau verkauft. Aber: der goldene Schnitt kann maximal ein Hilfsmittel sein und nicht das Allheilmittel. 

Schon während der Antike wurden Menschen von einer geometrischen Teilung einer Strecke, nämlich den “goldenen Schnitt” magisch angezogen, weil sie diesen als besonders angenehm empfanden. Was hat das nun mit der Fotografie zu tun? Nun, ich spreche jetzt mal für mich als ich mit dem Fotografieren angefangen habe. Das Objekt, welches ich fotografieren wollte, landete meistens mittig im Bild, egal ob es sich hierbei um eine Person oder um einen Gegenstand oder auch um den Horizont handelte. In erster Linie ging es mir hauptsächlich darum, das ich die Funktionen meiner Kamera verstehe und ich halbwegs scharfe Bilder hinbekomme (für was kauft man sich ja sonst ne DSLR, nicht wahr). Mit der Zeit wollte ich aber aus meinen Bildern mehr und mehr herausholen und so hab ich mich mit gewissen Regeln in der Bildkomposition auseinandergesetzt mit der ich das Motiv an sich für den Betrachter angenehm empfinden lassen wollte. Ein Motiv welches zentral im Bild platziert wird, wirkt nämlich häufig langweilig und statisch (ich schreibe deswegen “häufig” weil es meiner Meinung nach nicht immer so ist und sobald man sich mit den Regeln der Bildkomposition auseinander setzt, wird man irgendwann auch mal bewusst die Regeln “brechen”).

Was ist der goldene Schnitt?

Der Goldene Schnitt ist eine Aufteilung des Bildes in ein bestimmtest Teilungsverhältnis. Genau dieses Verhältnis kommt oft in der Natur vor und wird von unseren Gehirn als harmonisch eingestuft. Eben weil es in der Natur so oft vorkommt. 

Das Seitenverhältnis der Strecke A zur Strecke B beträgt 61,8% zu 38,2%

Goldener Schnitt

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich beim “goldenen Schnitt” um die Bilddrittelung, also mathematisch betrachtet ein Verhältnis von 0,6180339). Beispielsweise wenn man ein bestimmtes Objekt in seinem Motiv in einzigartiger Stimmung oder harmonisch einfangen möchte, sollte das Motiv nicht in der Mitte des Bildes liegen. Es kann von der emotionalen Ebene ein cooles Bild werden, aber technisch betrachtet ist das dann eher nicht so. Wenn man also beim goldenen Schnitt ein Streckenverhältnis von 2:3, 3:5 usw aufweist, dann sollten bildwichtige Motive auf einem der Schnittpunkte liegen. damit wir das Bild als angenehm empfinden. Manche Motive erscheinen uns sogar intensiver, wenn die Bildaufteilung stärker nach diesen “Raster” ausgerichtet sind.

Viele Fotografie-Anfänger (Leider auch manche Fortgeschrittene) haben so ihre Probleme mit dem Bildschnitt. Es wird auch in Foren und Facebook-Gruppen ganz schnell mit Begriffen wie “Goldener Schnitt” und “Drittel-Regel” um sich geworfen als eierlegende Wollmilchsau. Allerdings kann eine Bildkomposition maximal ein Hilfsmittel und kein Allheilmittel sein. Und so ist es nunmal das man den exakten Verwendungszweck kennen sollte, um dieses Hilfsmittel richtig zu nutzen. Für Schritt zu einen harmonischen Bildaufbau ist es schon mal sehr hilfreich.

Anwendung goldener Schnitt bzw der Drittel-Regel in Adobe Lightroom

Gedanklich schneidet man das Bild bei der sogenannten Drittel-Regel in neun gleich große Teile. Man zieht einfach zwei waagrechte und zwei senkrechte Linien, so dass man 9 Teile erhält. Das Hauptmotiv in eurem Bild wird so angelegt, dass man einen der 4 Schnittpunkte trifft. Doch nicht nur den harmonischen Bildstil kann man so überprüfen, sondern auch ob beispielsweise der Horizont entlang der waagrechten Linie verläuft. Hier ein tolles Video von Steve McQuerry, bei dem die Regeln der Komposition meiner Meinung nach super dargestellt werden:

Wie wechsle ich den Raster in Lightroom?

Voreingestellt in Adobe Lightroom ist der Raster nach der Drittelregel, man kann diese aber mit eigentlich zwei Klicks ganz schnell auf den Goldenen Schnitt, auf die Fibonacci Spirale und so weiter bringen. Je nachdem was euch auf euren Bild richtig erscheint. Doch mal von Anfang an:

  • Ihr wählt euer gewünschtes Bild aus
  • Wechselt in den Entwicklungsmodus
  • Wählt die Freistellungsüberlagerung aus

Goldener Schnitt

  • Geht über in das Menü über Werkzeuge > Freistellungsüberlagerung

Goldener Schnitt

  • Jetzt könnt ihr das Raster nach Belieben ändern. 

Goldener Schnitt

Für die ganz Ungeduldigen unter euch gibt es auch einen Shortcut: Drückt solange die Taste O (Den Buchstaben natürlich!) bis euer Drittel-Raster zum Raster eurer gewünschten Bildkomposition gewechselt ist.

Beispiel einer Fibonacci-Spirale

Natürlich gibt es mehr Kompositionen als “Goldener Schnitt” oder Drittelregel, mit der Fibonacci-Spirale bzw Goldene Spirale kann man auch seinem Bild eine finale und harmonische Bildkomposition geben, wie man hier im nicht ganz ernst gemeinten Beispiel von Donald Trump sieht:

Goldener Schnitt
Quelle Pinterest
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