„Ich bin nicht fotogen“ – 5 Tipps für bessere Portraits

„Ich bin nicht fotogen“ – Wenn ich für jedes Mal, bei dem ich diesen Satz gehört hatte 10 Cent bekommen würde, dann hätte ich wohl eine Mittelformatkamera aus den Hause PhaseOne zu Hause. Naja Sony tut es auch, aber trotzdem ein Wahnsinn wie wenig Selbstvertrauen manche Menschen doch haben. Dabei finde ich, dass jeder auf seine Art und Weise „schön“ schön sein kann. Im heutigen Blog-Artikel möchte ich euch ein paar Tipps für bessere Portrait von mir wiedergeben, damit auch der „unfotogenste“ Mensch coole Bilder von sich  haben kann.

Meine 5 Tipps für bessere Portraits

Ob auf dem Urlaubsfoto, als Selfie auf Instagram oder für ein Bewerbungsfoto – man möchte einfach immer super aussehen. Am Besten so wie die Sternchen in den Hollywood-Boulevardblättern oder wie die Models in den Fashionmagazinen wie Vogue oder Harper`s Bazaar. Doch egal wie man steht, ob man lacht oder ernst drein schaut, es wird nichts. Ein Grund dafür ist oft, das man sich selbst „zwingt“ zu lachen, was dann oft gequält rüberkommt. Doch egal ob gequälter Gesichtsausdruck oder erzwungene Pose, man kann bei allen leicht entgegenwirken. Denn abgesehen von Models, die sich naturgemäß perfekt in Szene setzen können weil es ihr Beruf ist, benötigen auch Schauspieler bis hin zum Otto-Normalverbraucher (also Menschen wie du und ich) das entsprechende Coaching des Fotografen um sich in Szene setzen zu können. Ich sehe es zum Beispiel als ein Teil meiner Arbeit an, mein Gegenüber zu coachen und bestmöglich auf den Sensor meiner Kamera zu bannen.

1. Tipp – Augen zukneifen

Entweder die Augen zusammenkneifen (aber nicht so das man aussieht als wäre man gerade auf dem Klo oder man hat Schmerzen) – etwa so wie es das Model Cara Delevingne auf ihren Bildern macht. Ich bin übrigens ein kleiner Fan von ihr:

Portraits

Cara Delevingne bei einer Filmpremiere in Hollywood

Bei manchen Personen hilft aber auch genau das Gegenteil, ich bin grundsätzlich ein Mensch der zuerst auf die Augen achtet. So abgedroschen es auch klingen mag (und den Spruch liest man des öfteren auf irgendwelchen Zitate-Beiträgen auf Facebook: „Die Augen sind das Tor zur Seele“. Ich finde der Spruch hat was wahres dran und ich achte bei meinen  Bildern immer auf die Augen der Person, die ich gerade fotografiere. Einfach mal vor dem Spiegel ausprobieren was für euch am Besten passt.

2. Tipp – Der Blick in die Kamera

Kennt ihr eure „Schokoladenseite“? Bei den meisten Menschen ist es die linke Gesichtsseite – warum? Keine Ahnung, aber wenn ich vor Kunden stehe, die noch nie vor einen professionellen Fotografen gestanden sind und sage das ich ihre Schokoladenseite sehen will, dann drehen sie ihr Gesicht meistens so, das ich ihre linke Gesichtshälfte zu sehen bekomme. Doch was bringt die leichte Drehung des Kopfes beziehungsweise des gesamten Körpers auf einem Foto? Ein frontal fotografiertes Gesicht wirkt meistens breit und flach. Schau am Besten selbst anhand von Fotos, welche deiner Gesichtshälften für dich am Besten aussieht. Hat man die richtige Seite gefunden kann man dieses Wissen beim nächsten Fototermin einsetzen und den Kopf von Scheitel abwärts richtig drehen und erhält ein gutes Contouring.

3. Tipp – Wohin mit langen Haaren?

Wenn ich eine Person mit langen Haaren vor mit habe, dann lass ich dieser die Haare auf EINE Seite des Körpers legen, richtigerweise wäre das die von mir abgewandte Seite der Person. So werden die Gesichtszüge betont und das wirkt zugleich vorteilhafter für die Person selbst.

4. Tipp – Zähne zeigen

Wer ein fröhlicher Mensch ist, dem fällt es naturgemäß leicht, fast auf Kommando zu lachen. Gehört ihr nicht zu dieser Kategorie, dann hilft es in den meisten Fällen an etwas lustiges zu denken. Euch fällt gerade nichts lustiges ein, ihr seid nervös? Kein Problem, in diesem Falle führe ich euch zu einen natürlichen Lachen indem ich euch coache, einen Witz erzähle oder aber einen kleinen Schwank aus meinem Leben. Denn nichts ist schlimmer als ein erzwungenes Lachen.

5. Tipp – Auf Ganzkörperfotos schmaler wirken

Der letzte Tipp ist keiner für Photoshop (Bildbearbeitung ist da zum optimieren und nicht zum Retten der  Bilder), wenn ihr also schmaler auf Portraits wirken wollt, dann überkreuzt eure Beine auf Höhe der Knöcheln. Dadurch erhält ihr automatisch eine schlankere Figur und euer Körper bildet eine gerade Linie.

„In deinem Portfolio sehen alle immer so perfekt aus!“

Auch diesen Spruch höre ich öfter als mir eigentlich lieb ist, denn jeder Mensch kann auf seine Art und Weise schön sein. Doch nicht einmal Models haben perfekte Haut oder sehen immer auf den Bildern perfekt aus. Schon garnicht auf ihren Selfies. Bei den Portraits in meinem Portfolio macht die Lichtsetzung den Unterschied aus, eine MakeUp Artistin ist an Bord gewesen und in weiterer Folge fließt meine Retusche und Bildbearbeitung in das fertige Bild mit ein.

Wir sollten uns im Übrigen davon weg bewegen, immer „Perfekt“ aussehen zu müssen. Perfekt setze ich gleich mit langweilig. Jede Person hat seine Ecken und Kanten und jede Person kann schön sein. Es liegt an uns selbst, das Potential aus uns heraus zu holen.

Jede Person kann schön sein. Es liegt an uns selbst, das Potential aus uns heraus zu holen. Klick um zu Tweeten

Klick auf das Bild um den Artikel auf Pinterest zu pinnen:

fotogen
2018-11-21T00:32:38+00:00

About the Author:

Fotograf und Retoucher aus WienLiebt die Fotografie, aber meistens müssen Menschen auf den Fotos drauf sein. Auf meinem Instagram-Account findet ihr die aktuellsten Bilder und Stories.

Leave A Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.