Instagram-Tipps für Fotografen

Ich bin mittlerweile sehr oft auf Instagram unterwegs und finde immer mehr Gefallen an dem Social Network und auch Experten sagen Instagram eine tolle Zukunft voraus. Zeit also ein paar Tipps für euch rauszuhauen, die für den einen oder anderen Fotografen (oder Models und MUA`s) unter Umständen nützlich sein können. Eines gleich vorweg: Ich möchte mich mit diesen Artikel nicht als Social Media-Guru hinstellen, er stellt aber meine Erfahrungen der letzten Zeit dar, da ich in den letzten Monaten viel ausprobiert habe und ein paar Punkte gefunden habe, die für mich funktionieren.

Was ist Instagram überhaupt?

Instagram ist ein soziales Netzwerk zum Teilen von Fotos und Videos und ist in etwa eine Mischung aus Microblog und audiovisueller Plattform. Zusätzlich könnt ihr die Bilder und Videos in anderen sozialen Netzwerken teilen. Der Name ist eine Anlehnung an Kodakt Instamatic und Polaroid-Kameras, weswegen die Bilder anfangs auch das mittlerweile berühmte quadratische Format hatten. Mittlerweile hat sich das ein wenig geändert und es sind auch rechteckige Formate möglich.

Tipps für mehr Reichweite/Interaktion

Verwendet NICHT die bekanntesten Hashtags

Instagram hat seit der Übernahme von Facebook einen deutlichen User-Zugang zu verzeichnen und hat mit Stand Dezember 2016 über 500 Millionen aktive Nutzer. (Quelle: Statistica) Das heißt also etwa 40 Mio. Bilderuploads pro Tag. Wenn wir also die bekanntesten Hashtags wie beispielsweise #photooftheday nutzen, wielange wird das Bild dann unter genau diesen Hashtag noch oben sein? paar Sekunden? weniger? Mein erster Tipp ist also, für seine Zielgruppe die Hashtags zu recherchieren und mit Masse nur jene verwenden die maximal im 10.000er-Bereich verwendet wurden. Im Falle des bereits erwähnten #photooftheday sind es etwa 380 Mio Beiträge, die diesen Hashtag benutzen. Zuviel meiner Meinung nach, deswegen lasse ich den seit einiger Zeit weg.

Als zusätzlichen Tipp: wechselt nach und nach die Hashtags durch neue aus, so dass auch neue User zu euch finden.

Nützt die möglichen Hashtags pro Beitrag aus

Pro Beitrag können wir auf Instagram genau 30 Hashtags verwenden. Das solltet ihr auch tun, je weniger ihr verwendet, desto mehr schränkt ihr euren Beitrag in der möglichen Reichweite ein. Damit ihr nicht ständig eure Hashtags pro Beitrag neu eingeben müsst, speichert diese in einer Notiz-App ab. So könnt ihr jedes Mal darauf zugreifen und ihr spart Zeit.

Markiert Feature-Accounts/Unternehmen/Magazine

Bei diesen Punkt muss ich etwas weiter ausholen, denn was sind Feature-Accounts überhaupt: Das sind Accounts, welche mit Masse keine eigenen Inhalte posten, sondern die Inhalte von anderen weiter teilen. Zumeist haben diese Accounts eine enorme Follower-Anzahl und somit eine große Reichweite. Ihr werdet als Urheber markiert und so werden andere auf auch aufmerksam. Damit ihr die Kuratoren der Accounts auf euren Beitrag aufmerksam macht, müsst ihr diese zumeist taggen (Markieren) oder den Hashtag verwenden (dieser steht in der Profilbeschreibung des Accounts) Selbiges gilt für Unternehmen oder Accounts von Magazinen. Also ich persönlich markiere regelmäßig Sony oder Zeiss aufgrund meiner Kamera und dem Objektiv. Die Magazine wähle ich passend je nach Art des Bildes aus. Für „normale“ Porträts gibt es schon einige, aber auch für Beauty-Porträts. Pro Bild könnt ihr im Übrigen bis zu 20 Accounts taggen. Ich behalte 4 davon für Model, MUA, Kamerahersteller und Objektivhersteller (wenn es Zeiss ist) vor, der Rest geht an Feature-Accounts und Magazine.

Stellt euer Profil auf „öffentlich“

Wenn ihr eure Arbeiten als Fotograf/Model/MUA usw. zeigen möchtet dann solltet ihr auch euer Profil auf öffentlich stellen. Das mag im ersten Moment selbstverständlich klingen, aber ich sehe bei vielen Fotografen und Models, dass ihre Profile auf privat gestellt werden. Also ehrlich gesagt da scrolle ich drüber wenn mich nicht schon das Mini-Profilbild so sehr anspricht das ich auf folgen drücke. Und ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, das machen viele genauso. Immerhin ist es ein Social Network und kein Privat-Network. Wenn ihr nicht möchtet, das eure privaten Schnappschüsse von jeden gesehen werden, dann lädt sie erst garnicht hoch.

Postet regelmäßig Inhalte

Auch die Regelmässigkeit spielt eine Rolle bei Instagram (natürlich auch bei Facebook, aber das ist hier nicht das Thema). Damit ist nicht unbedingt gemeint, das ihr jeden Tag die Chronik zuspamen sollt oder jeden Tag ein Bild hochladen sollt. Regelmäßig kann auch ein- bis zweimal die Woche sein. Jedoch nicht 3 Tage hintereinander ein Bild posten und dann wieder ein Monat nichts. Also neben den ganzen Hashtag-Tipps ist das ebenfalls ein wichtiger Faktor, der eure Reichweite steigern lässt.

Nutzt die Instagram Stories

Der Trend geht im Bereich Social Media immer mehr auch zu kurzlebigen Inhalten, ein Grund warum Snapchat vor allem bei Jugendlichen so rasant gestiegen ist. Instagram hat hier rechtzeitig reagiert und einfach das Feature in seine App aufgenommen. Man kann Bilder/Videos und bald auch Livestreams (wird nach und nach freigeschaltet, bei mir ist es am 23.Januar noch nicht der Fall gewesen) in seine Stories laden. Ich kann jedoch nicht mit ziemlicher Sicherheit sagen, ob die Instagram Stories Einfluss auf eure Reichweite haben, da ja noch kein Algorithmus eingeführt wurde in Instagram. Ich kann mir aber denken das die Facebook-Tochter dieses Feature forcieren will und es nach und nach immer wichtiger werden wird. Seit ich regelmäßig die Instagram Stories nutze, steigt auch die Klickzahl, kann natürlich auch Zufall sein.

Interagiert mit anderen Instagram-Nutzern

Wie ich eingangs schon erwähnt hatte, Instagram ist ein Social Network und wenn man sich allein den Begriff Social vor Augen führt, dann macht es Sinn, das ein reines Posten von Content nicht zum gewünschten Ziel führen wird. Klar, es nimmt definitiv Zeit in Anspruch, aber man wird nach und nach auch damit belohnt, weil nicht nur der Content-Ersteller auf euch aufmerksam wird, sondern auch andere, die unter dem Beitrag kommentiert hatten. Beachtet hier aber allerdings, dass ihr dabei nicht übertreibt. Instagram ist hier nämlich sehr rigoros mit Sperren, wenn ihr eine gewisse Like- oder Kommentar-Anzahl erreicht habt. Der Grund der dann genannt wird, nennt sich dann „Spamming“. Also, übertreibt es nicht und kommentiert und liked über den Tag verteilt in einen normalen Ausmaß. Das selbe gilt natürlich auch unter euren eigenen Beiträgen, kommentiert mit und betreibt kein Copy+Paste.

Likes/Follower kaufen

Der Punkt ist wohl einer der wichtigsten in diesem Artikel. Oft werden euch Accounts anschreiben und euch das blaue vom Himmel erzählen, wie ihr schnell zu 10.000 Followern kommt. Davon kann ich nur abraten, erstens sperrt euch Instagram den Account und zweitens bringen euch gekaufte Follower nicht weiter, denn diese werden mit ziemlicher Sicherheit nicht zu eurer Zielgruppe gehören. Man hat zwar massig Follower aber keine Interaktion auf seinen Beiträgen. Das ist alles andere als Social und in meinen Augen eher peinlich.

Achtet auf gute Bildqualität

Eigentlich sollte der Tipp selbstverständlich sein, aber gerade deswegen erwähne ich es trotzdem. Wir leben in einer ziemlich schnelllebigen Zeit und die meisten scrollen nur einfach über ihre Timeline ohne wesentlich auf die Bilder zu achten. Daher sorgt für eine dementsprechende Qualität, seid kreativ und versucht neue Dinge aus. Dann ist die Chance auch gleich wesentlich höher, dass euer Bild gesehen wird.

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By | 2017-01-24T16:32:24+00:00 Januar 24th, 2017|Social Media für Fotografen|4 Comments

4 Comments

  1. Timo 11. Februar 2017 at 22:49 - Reply

    Hi!

    Wie in Facebook schon geschrieben: Guter Beitrag. Wer mit Lightroom arbeitet, dem sei als Tipp auch das Plugin LR/Instagram empfohlen. Dann können Bilder direkt in Lightroom mit Titel und Hashtags versehen werden und die Veröffentlichung erfolgt dann auch direkt aus Lightroom.

    LG
    Timo

    • Roman 12. Februar 2017 at 11:07 - Reply

      Danke den Tipp haubich bei Gelegenheit dazu

  2. Mark 16. Februar 2017 at 12:12 - Reply

    Für das iPhone gibt es auch noch eine App “TagsDock”, wo man sich auch Favoriten abspeichern kann

    • Roman 16. Februar 2017 at 12:37 - Reply

      Was meinst mit „Favoriten abspeichern“ wenn du meinst das man Fotos die einem gefallen extra markieren kann das man diese später wieder abrufen kann: diese Funktion ist direkt in der Instagram-App implementiert

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