3 Tage Karneval in Venedig

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Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte eine Bekannte von mir den Einfall ob wir nicht nach Venedig zum Karneval fahren. Ich war schon vorher einige Male in dieser beeindruckenden Stadt, aber eben nur im Sommer. Also mir mal meine ersten Eindrücke via Google Bildersuche geholt und der Virus sprang über. Sofort nach Hotels gesucht, das Verkehrsmittel gesucht und ein paar Tage später gebucht. Ich möchte euch heute meine Eindrücke zur Karnevalszeit in Venedig näher bringen. Aber soviel schon mal vorab gesagt: es war einfach nur geil!!!

Venedig zur Karnevalszeit – Welches Hotel, wie kommen wir hin?

Eines stand schon im Voraus klar, ich wollte unbedingt direkt in Venedig wohnen und nicht auf dem Festland. Also die Google-Suche bedient und schon kamen Angebote von Booking, Swoodoo und wie sie alle heißen. Die ersten Preise haben mich etwas geschockt, man muss aber dazu sagen, das Venedig zur Karnevalszeit ungefähr die Preisspanne eines Großereignisses in einer anderen europäischen Stadt hat. Ich entdeckte aber kurz darauf direkt in der Google Suche die Möglichkeit, direkt via Google zu suchen. In Prinzip reichte mir ein Hotel zum schlafen. Ich würde sowieso den ganzen Tag unterwegs sein, die Stadt fotografisch erkunden und zusätzlich den Flair von Venedig genießen. Unser Hotel war ziemlich zentral gelegen, zum berühmten Markusplatz gelang man beispielsweise innerhalb von 20 Minuten.

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Wesentlich schwieriger war die Frage wie wir nun nach Venedig kommen sollten, den die Preise schwankten bei Flug, Bahn oder Bus schon extrem. Vielen Dank an dieser Stelle an die ÖBB, bei deren Preisen kann man gleich nen Flug buchen.

Die günstigste Variante war der Bus, wir hatten uns für Flixbus entschieden und sind über Nacht gefahren. Wenn man im Sitzen schlafen kann, schon ganz ok, man verpasst ja nicht wirklich was. Das einzige was mich gestört hat, war die geringe Beinfreiheit und das die beiden Busfahrer (die sich abgewechselt hatten) jedes Mal bei einen Stop die “Festbeleuchtung” eingeschaltet haben, so dass man unangenehm aufgeweckt wurde (unser Bus hielt in Graz – Ljubljana – Triest – Mestre (Vorort von Venedig – Venedig), naja sei es drum, um den Preis muss man dann doch irgendwo Abstriche machen.

Venedig abseits der Touri-Strecke

In Venedig angekommen machten wir uns gleich auf zum Hotel. Wir gingen dabei abseits der Touri-Strecke (von denen es in Venedig einige gibt, aber nicht immer die schnellsten Wege sind von A nach B zu gelangen) und hatten erstmal Ruhe. Ein Vorteil direkt in der Lagunenstadt zu wohnen ist definitiv der, das die Festland-Touristen erst später nach Venedig kommen, also war es auch relativ leer.

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Am ersten Tag wollten wir eher die Stadt erkunden und uns erstmal vom Markusplatz fern halten. Wir hatten am ersten Tag angenehme 19° bei wolkenlosen Himmel, ideal also um die nächsten Viertel zu begutachten. Das ist übrigens auch ein Punkt, dem ich jeden ans Herz legen möchte. Erkundet erstmal die Stadt abseits der Touristen-Route, ihr könnt dann den Flair der Stadt viel mehr genießen. Zusätzlich habt ihr auch gleich einen kleinen Einblick zur Stadt selbst und ihren Einwohnern. Die nächsten Bilder sind aus dem Viertel Cannaregio, im Norden von Venedig (seht ihr auch ganz gut auf dem Google Maps Screenshot weiter oben)

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Venedig zur blauen Stunde

Venedig ist ein Schlaraffenland für Fotografen, also entschieden wir uns, gleich zu Beginn der “goldenen Stunde” (Für Nicht-Fotografen: das ist die Zeitspanne kurz vor Sonnenaufgang oder -untergang, bei der das Sonnenlicht rötlicher und weicher ist, als wenn die Sonne höher steht.) uns bei der Ponte dell’Accademia einzufinden. Da ist eine riesige Brücke über den Canal Grande und man hat einen tollen Blick auf den Kanal und die Basilica di Santa Maria della Salute. Wir waren früh genug da um noch neben der Brücke einen Kaffee zu genießen, preislich war das hier recht annehmbar und mit Wiener Kaffeehaus Verhältnisse vergleichbar (nur das man nicht unbedingt neben den Wasser sitzt :D).

Die Devise ist besser früher als gerade erst rechtzeitig da zu sein. Die Brücke ist unter Fotografen recht bekannt und zur blauen Stunde steht man hier neben zig Stativen und Kameras. Da ich mein Stativ aufgrund des Gewichts nicht mitnehmen wollte, hab ich mir noch schnell vor der Reise ein Mini-Stativ von Manfrotto gekauft, ich dachte mir ich kann das Mini-Stativ locker an den breiten Brückengeländern aufstellen und hab noch immer genügend Platz, ohne das mich wer mit dem großen Stativ anrempelt.

Bis zur blauen Stunde kamen noch einige Maskierte vorbei also konnte ich ein paar Masken-Portraits fotografieren.

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Aber nun war es soweit, Kamera auf Langzeitbelichtungen eingestellt (bzw vorbereitet) und das Stativ dran geschraubt. Und schon konnte es losgehen:

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Da es mir dann doch zu voll wurde gingen wir weiter zur Rialto-Brücke und dem Markusplatz. Zwar mitten auf der Touristrecke, aber gewisse Sehenswürdigkeiten musste man einfach gesehen haben.

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Karneval in Venedig – FRÜH aufstehen!

Ich hab doch anfangs erwähnt das man in Venedig früh losziehen sollte, weil die Festland-Touristen eher am späten Vormittags unterwegs sind? Das gilt vor allem zur Karnevalszeit, man hat frühmorgens (etwa 06-09 Uhr) die Möglichkeit, die Protagonisten mit ihren Kostümen beim Markusplatz zu fotografieren. Hier ist vor allem Geduld nötig, weil man auch da nicht der einzige an der Location ist. Gefühlt waren da 200 Fotografen mit mehr oder wenigen schweren Equipment (von der Kompaktkamera bis hin zur PhaseOne war da alles dabei) unterwegs.

Im ersten Moment fühlte ich mich da schon richtig mickrig, weil ich “nur” eine Sony A7 und diverse Objektive mit hatte, aber ich kam definitiv auch auf meine Kosten, da ich auch unheimlich gerne mit dem vorhandenen Licht spiele, kamen da einige gute Shots dabei heraus.

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Wenn man bedenkt, mit welchem Equipment manche aufgetaucht sind, war ich schon selbst mehr als zufrieden mit meinen Ergebnissen.  Etwa um 09:00 – 09:30 ziehen dann einige Kostümierte dann schon ab und die ersten Festland-Touris kommen an. Zeit also für ein Frühstück im Hotel um dann weiter die Stadt zu erkunden. Dieses Mal zog es uns vom Hotel aus südlich in die Gegend, wo uns Venedig tolle Einblicke bot.

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Wir sind dann zurück ins Hotel und haben erstmal gefrühstückt, anschließend haben wir den Vormittag da ausklingen lassen. Jetzt konnte ich die ersten Bilder auf meinem MacBook Pro entwickeln. Später am Nachmittag waren wir wieder unterwegs zum Markusplatz und es präsentierte sich ein völlig anderes Bild zum Vormittag. Hunderte Leute, die Kostümierten standen entweder mittendrin im Geschehen oder wie davor beim Dogenpalast und ließen sich fotografieren.

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Was mich persönlich aber masslos aufregte, das viele mit Smartphone bewaffnet bis zu einem 1/2 Meter vor den Kostümierten auftauchten. Nicht falsch verstehen, ich akzeptiere ja das nicht jeder mit einer DSLR/DSLM bewaffnet am Markusplatz auftaucht und fotografiert. Was ich nicht verstehe, warum viele so ignorant sind und so nah an die jeweiligen Kostümierten ran müssen.

Das nächste was mich am Nachmittag gestört hatte, waren viele Touristen die unbedingt ein Foto von sich neben den Kostümierten schießen wollten. Das hat dann einige Shots vermasselt und wir entschlossen uns wieder auf dem Weg zu machen.

Das Shooting am Morgen

Der nächste Morgen gestaltete sich etwas diesiger vom Wetter her. Am Vortag blauer Himmel, hatten wir dieses Mal Nebel. Insgesamt aber cool, weil die Bilder etwas mystisches verliehen bekamen und das Licht definitiv softer war. Zusätzlich lief es mit den anderen Fotografen diesen Morgen sogar disziplinierter ab. Dieses Mal wurde sich nicht vorgedrängt und man wartete ab, bis der Fotograf davor fertig war. So soll es sein.

Durch das weiche Licht finde ich die Ergebnisse dieses Tages um eine Spur besser, ich konnte zufrieden sein.

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Im Hotel auschecken

Nach der Shooting-Session am Morgen war wieder frühstücken angesagt, danach aus dem Hotel auschecken. Wir hatten dazu bis 11 Uhr Zeit, das nutzten wir wieder um Bilder zu entwickeln. Danach stand Castello auf als Tagespunkt auf dem Plan, ein Viertel im Osten der Stadt. Dieses Viertel kann ich definitiv empfehlen, weil hier die Gassen und Kanäle viel verwinkelter sind als in der restlichen Stadt. Anscheinend sind hier auch viele Kostümierte wohnhaft gewesen, wir konnten dort einige in den engen Gassen entdecken.

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Nach Castello ging es über die Promenade zurück zum Markusplatz, dieses Mal fotografierte ich mit dem Sony FE 28mm. Da wieder viele Touristen unterwegs waren, war es die richtige Entscheidung.

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Vor der Abfahrt wollten wir noch Fotos bearbeiten, also gingen wir zurück Richtung Hotel. Auf einen kleinen Platz kurz vor dem Hotel, entdeckten wir eine Straßenband und einige Kostümierte. Diese hab ich natürlich auch gleich fotografisch festhalten müssen.

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Karneval in Venedig – Mein Fazit

Ich genoß das erste Mal den Karneval in Venedig. Und ja, auch wenn ich jeden Tag früh unterwegs war, hab ich das Flair genossen. Die vielen Kostüme, das Charme von Venedig, das geile Wetter. Alles in allem echt perfekt und so wie ich es mir vorgestellt hatte. Fotografen kann ich so eine Reise auf jeden Fall weiter empfehlen. Aber auch alle anderen sollten da unbedingt mal vorbeischauen. Ich werde auf jeden Fall wieder hinfahren, aber mit etwas mehr Equipment für Portraits und weniger für Cityscapes.

Seid ihr euch in Venedig gewesen? Wie hat es euch so gefallen? Schreibt es mir in die Kommentare.

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2 Kommentare zu „3 Tage Karneval in Venedig“

  1. Wir gehen jedes Jahr nach Venedig – im Kostüm. Uns hat es dieses Jahr super gefallen. Nur werden wir im nächsten Jahr früher fahren. Das eigentliche Karnevalswochenende ist uns zu stressig und Venedig ist Samstag und Sonntag einfach zu voll.

    1. Ich bin Freitags abgereist, ich finde unter der Woche kann man den ganzen Trubel besser genießen. Verkleiden werde ich mich auch in Zukunft nicht, ich fotografiere lieber ^^

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