MacBook erntet Spott in sozialen Netzwerken (Kommentar)

Als am Montag Apple das neue MacBook (als Air-Nachfolger wohlgemerkt) präsentiert hatte, erntete man in Cupertino nicht nur Lob für das neue Netbook. Ich war für meinen Teil doch recht begeistert wie klein dieses Ding ist (jetzt mal im Vergleich zu meinem MacBook Pro mit 13″) und auch viele Details sprechen meiner Meinung nach für das Gerät. Doch es sind doch auch einige Dinge, warum ich mir das MacBook nicht kaufen würde.

Schwacher Prozessor

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Klar, Apple wollte soviel wie möglich in einem so kleinen Gehäuse wie möglich verpacken. „Das volle Mac Erlebnis im leichtesten und kompaktesten Notebook, das jemals gebaut wurde“ Liest sich schon mal nicht schlecht auf der Apple Homepage. Aber es als die Zukunft des Notebooks zu bezeichnen, halte ich dann doch für ETWAS übertrieben. Mit 13,1 mm „dicke“, einem 12″ Retina Display (die Auflösung beträgt 2304 × 1440 Pixelund einem Gewicht von unter einem Kilo ist das schon mal ne Ansage keine Frage, jedoch ist nicht alles Gold was glänzt (nettes Wortspiel irgendwie :D) Das MacBook kommt mit einem Prozessor von Intel daher, genauer gesagt mit dem Intel Core M (Wahlweise mit 1,1/1,2 oder auch 1,3 Ghz) daher, welcher alles andere als leistungsfähig ist. Also jeder der sich erwartet, das man mit dem MacBook (ohne Air oder Pro) jetzt großartig Videoschnitt oder Bildbearbeitung betreiben kann, der ist hier gewaltig auf dem Holzweg. Klar es funktioniert sicherlich, aber diese Dinge machen aufgrund der langen Ladezeit dann wohl keinen Spass mehr. (Zum Vergleich: Meine letzten Videos auf YouTube waren innerhalb von 5 Minuten gerendert und fertig zum Upload, was ich vollkommen in Ordnung empfinde)

Gemacht für eine Welt ohne Kabel

Diesen Spruch oben nimmt man in Cupertino nicht erst seit dem aktuellen MacBook wörtlich, den auf meinem MacBook Pro Retina hab ich ebenso „nur“ zwei USB 3.0, 2x Thunderbolt, einen SD-Kartenslot sowie die 3.5 mm Audio-Klinke. Thats it. Ja richtig gelesen, ich hab auf meinem MacBook zB auch kein CD/DVD-Laufwerk. „Braucht man nicht, man kann alles aus dem Internet laden heutzutage“, sagt Apple. Hab ich bisher auch nicht vermisst, aber irgendwo fehlt dann doch etwas, wenn man mal unterwegs eine DVD sich ansehen und nicht unbedingt auf iTunes zurückgreifen möchte. Naja egal, das wusste ich ja schon vorher.

Beim neuen MacBook muss man ohne Thunderbolt, SD-Kartenslot oder gar USB3.0 Anschlüsse auskommen. Jon Ive hat sich für einen USB-C Anschluss entschieden, mit der man das MacBook sowohl laden, als auch mit Daten füttern kann. EINEN Anschluss und dann braucht man noch einen Dongle um 79$ mit der man noch ein paar Geräte mehr anstecken kann ans Gerät. Sogar Google schaffte es bei ihren Chromebook Pixel zwei USB-C Anschlüsse zu verbauen.

Gehäuse zu klein für herkömmliche Batterie

Manchmal hat man den Eindruck, dass Hersteller einfach mal losdesignen und erst danach sich überlegen, wie man das wichtigste darin verpackt. So auch beim Akku, der zugegebenermaßen schichtweise eingebaut wurde und das Mainboard wurde geschrumpft, aber irgendwie zweifle ich noch an der 9 Stunden-Laufzeit, die Apple uns da auftischen will.

Fazit

Seien wir uns mal ehrlich, das MacBook ist schon ein cooles Ding, ich bin nur in der falschen Zielgruppe, um es mir zu kaufen. Ich möchte persönlich nicht für jeden Einsatzzweck ein extra Gerät mir anschaffen müssen, darum hab ich mich auch für ein MacBook Pro und nicht für ein iMac oder MacBook Air entschieden. Aber als Gerät in der UltraBook-Klasse hat es schon durchaus seine Berechtigung und ist technisch schon mal besser aufgestellt als die meisten Geräte der Klasse. Ob es aber, wegen der Anschlüsse und Prozessor, so ein Verkaufsschlager wird, wird sich noch zeigen. Wie seht ihr das Ganze? Wäre das MacBook (ohne Pro/Air) etwas für euch?

2015-03-12T17:31:55+00:00

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Fotograf und Retoucher aus WienLiebt die Fotografie, aber meistens müssen Menschen auf den Fotos drauf sein. Auf meinem Instagram-Account findet ihr die aktuellsten Bilder und Stories.

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