„Ich bin nicht fotogen“ – 5 Tipps für bessere Portraits

„Ich bin nicht fotogen“ – 5 Tipps für bessere Portraits

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 Minuten

„Ich bin nicht fotogen“ – Wenn ich für jedes Mal, bei dem ich diesen Satz gehört hatte 10 Cent bekommen würde, dann hätte ich wohl eine Mittelformatkamera aus den Hause PhaseOne zu Hause. Naja Sony tut es auch, aber trotzdem ein Wahnsinn wie wenig Selbstvertrauen manche Menschen doch haben. Dabei finde ich, dass jeder auf seine Art und Weise „schön“ schön sein kann. Im heutigen Blog-Artikel möchte ich euch ein paar Tipps für bessere Portrait von mir wiedergeben, damit auch der „unfotogenste“ Mensch coole Bilder von sich  haben kann.

Meine 5 Tipps für bessere Portraits

Ob auf dem Urlaubsfoto, als Selfie auf Instagram oder für ein Bewerbungsfoto – man möchte einfach immer super aussehen. Am Besten so wie die Sternchen in den Hollywood-Boulevardblättern oder wie die Models in den Fashionmagazinen wie Vogue oder Harper`s Bazaar. Doch egal wie man steht, ob man lacht oder ernst drein schaut, es wird nichts. Ein Grund dafür ist oft, das man sich selbst „zwingt“ zu lachen, was dann oft gequält rüberkommt. Doch egal ob gequälter Gesichtsausdruck oder erzwungene Pose, man kann bei allen leicht entgegenwirken. Denn abgesehen von Models, die sich naturgemäß perfekt in Szene setzen können weil es ihr Beruf ist, benötigen auch Schauspieler bis hin zum Otto-Normalverbraucher (also Menschen wie du und ich) das entsprechende Coaching des Fotografen um sich in Szene setzen zu können. Ich sehe es zum Beispiel als ein Teil meiner Arbeit an, mein Gegenüber zu coachen und bestmöglich auf den Sensor meiner Kamera zu bannen.

1. Tipp – Augen zukneifen

Entweder die Augen zusammenkneifen (aber nicht so das man aussieht als wäre man gerade auf dem Klo oder man hat Schmerzen) – etwa so wie es das Model Cara Delevingne auf ihren Bildern macht. Ich bin übrigens ein kleiner Fan von ihr:

Portraits

Cara Delevingne bei einer Filmpremiere in Hollywood

Bei manchen Personen hilft aber auch genau das Gegenteil, ich bin grundsätzlich ein Mensch der zuerst auf die Augen achtet. So abgedroschen es auch klingen mag (und den Spruch liest man des öfteren auf irgendwelchen Zitate-Beiträgen auf Facebook: „Die Augen sind das Tor zur Seele“. Ich finde der Spruch hat was wahres dran und ich achte bei meinen  Bildern immer auf die Augen der Person, die ich gerade fotografiere. Einfach mal vor dem Spiegel ausprobieren was für euch am Besten passt.

2. Tipp – Der Blick in die Kamera

Kennt ihr eure „Schokoladenseite“? Bei den meisten Menschen ist es die linke Gesichtsseite – warum? Keine Ahnung, aber wenn ich vor Kunden stehe, die noch nie vor einen professionellen Fotografen gestanden sind und sage das ich ihre Schokoladenseite sehen will, dann drehen sie ihr Gesicht meistens so, das ich ihre linke Gesichtshälfte zu sehen bekomme. Doch was bringt die leichte Drehung des Kopfes beziehungsweise des gesamten Körpers auf einem Foto? Ein frontal fotografiertes Gesicht wirkt meistens breit und flach. Schau am Besten selbst anhand von Fotos, welche deiner Gesichtshälften für dich am Besten aussieht. Hat man die richtige Seite gefunden kann man dieses Wissen beim nächsten Fototermin einsetzen und den Kopf von Scheitel abwärts richtig drehen und erhält ein gutes Contouring.

3. Tipp – Wohin mit langen Haaren?

Wenn ich eine Person mit langen Haaren vor mit habe, dann lass ich dieser die Haare auf EINE Seite des Körpers legen, richtigerweise wäre das die von mir abgewandte Seite der Person. So werden die Gesichtszüge betont und das wirkt zugleich vorteilhafter für die Person selbst.

4. Tipp – Zähne zeigen

Wer ein fröhlicher Mensch ist, dem fällt es naturgemäß leicht, fast auf Kommando zu lachen. Gehört ihr nicht zu dieser Kategorie, dann hilft es in den meisten Fällen an etwas lustiges zu denken. Euch fällt gerade nichts lustiges ein, ihr seid nervös? Kein Problem, in diesem Falle führe ich euch zu einen natürlichen Lachen indem ich euch coache, einen Witz erzähle oder aber einen kleinen Schwank aus meinem Leben. Denn nichts ist schlimmer als ein erzwungenes Lachen.

5. Tipp – Auf Ganzkörperfotos schmaler wirken

Der letzte Tipp ist keiner für Photoshop (Bildbearbeitung ist da zum optimieren und nicht zum Retten der  Bilder), wenn ihr also schmaler auf Portraits wirken wollt, dann überkreuzt eure Beine auf Höhe der Knöcheln. Dadurch erhält ihr automatisch eine schlankere Figur und euer Körper bildet eine gerade Linie.

„In deinem Portfolio sehen alle immer so perfekt aus!“

Auch diesen Spruch höre ich öfter als mir eigentlich lieb ist, denn jeder Mensch kann auf seine Art und Weise schön sein. Doch nicht einmal Models haben perfekte Haut oder sehen immer auf den Bildern perfekt aus. Schon garnicht auf ihren Selfies. Bei den Portraits in meinem Portfolio macht die Lichtsetzung den Unterschied aus, eine MakeUp Artistin ist an Bord gewesen und in weiterer Folge fließt meine Retusche und Bildbearbeitung in das fertige Bild mit ein. Einen kleinen Einblick könnt ihr bei meinen Shooting mit Viktoria sehen, die auch behauptet hatte das sie nicht fotogen sei.

Wir sollten uns im Übrigen davon weg bewegen, immer „Perfekt“ aussehen zu müssen. Perfekt setze ich gleich mit langweilig. Jede Person hat seine Ecken und Kanten und jede Person kann schön sein. Es liegt an uns selbst, das Potential aus uns heraus zu holen.

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Portraitshooting – Vorbereitungstipps für Models

Portraitshooting – Vorbereitungstipps für Models

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 Minuten

Was für den Fotografen und die MakeUp-Artist gilt, gilt ebenso für die Person die abgelichtet wird, die Vorbereitung für ein Portraitshooting. Für diesen Artikel habe ich mich mit meinen MakeUp-Artistinnen und Stammmodels ausgetauscht, um euch eine Art Checklist für ein besseres Erscheinungsbild zu schaffen.

Immer wieder hört man in diversen Facebook-Gruppen und beim Austausch mit Fotografen, wie schlecht vorbereitet manche Modelle auf ein Shooting sind. Passierte mir in meiner Anfangszeit auch immer wieder muss ich zugeben, aus Mangel an Erfahrung (und einem kleinen Schuss Naivität) denkt man sich:  „das Model wird sich schon vorbereitet haben.“ Das dem nicht immer so ist (ich möchte ja nicht alle in einen Topf werfen, die Maße bereitet sich echt gut auf Shootings vor. Dieser Artikel richtet sich also eher an Anfängerinnen beziehungsweise an Personen, die einmal zu einem Fotografen gehen um sich fotografieren zu lassen, weil sie einfach „schöne Bilder“ von sich haben wollen.

Tipps, wie ihr euch am besten auf ein Portraitshooting vorbereiten könnt

Ganz wichtig zu allererst: Seid für das Portraitshooting ausgeschlafen (MINDESTENS 8 Stunden Schlaf vor dem Shooting), entspannt und gut gelaunt. Beim ersten Shooting ist man naturgemäß ein wenig angespannt, das legt sich aber schnell. An den Tagen vor dem Shooting solltest du viel Wasser trinken (das sorgt für ein „gesünderes“ Hautbild)

Shootingvorbereitung für die Haut

Rund um das Thema „reine Haut“ kann man Bücher füllen, ich versuche mich daher kurz zu fassen. Die meisten Tipps die ich da bekomme habe, waren unter anderem dass man von chemischen Produkten die Finger lassen sollte, klingt eigentlich logisch aber trotzdem greifen viele zu diesen Produkten hin. Teebaumölseife aus den Naturseifenshop bewirkt ein schönes Hautbild beispielsweise. Doch auch mit der Ernährung kann man sein Hautbild beeinflussen, etwa mit dem Verzicht von Süßigkeiten und fetthaltigen Nahrungsmitteln. Auch Milchprodukte verursachen gerne Hautunreinheiten.

Lippenpflege

Spröde Lippen sind der Horror für jede MUA und für jeden Retoucher, erst Recht, wenn man diese Dinge vermeiden kann. Als erstes lässt ihr die Finger von Labello und ähnlichen Kram!

Pflege: Nehmt eine weiche Zahnbürste und schruppt euch diese über den Lippen. Das führt dazu, das vermeintlich abgestorbene Hautpartikel abfallen und die Lippen stärker durchblutet werden. Für kurze Zeit habt ihr dann den Effekt, dass eure Lippen voller und glänzender wirken.

Shootingvorbereitungen – MakeUp

Im Grunde kommt es hier auf mehrere Faktoren an, ist eine MUA beim Portraitshooting anwesend, dann kommst du UNGESCHMINKT zum Termin, das MakeUp macht hier die MUA. Dann kommt es auf den Shootingbereich selbst an, ich spreche das vorab mit den Models und MUA ab. Das kann bei mir von sehr dezent und natürlich (aka Nude-MakeUp) bis hin zu einen aufwendigen Beauty-MakeUp so ziemlich alles sein…

Wenn du dich selbst schminkst, dann solltest du zum Portraitshooting deine Utensilien mitnehmen um vor oder während des Shootings dein MakeUp anpassen zu können. Ideal wären hier:

  • Ein kleines MakeUp-Set
  • Ein kleiner Spiegel
  • Ein Concealer oder Foundation
  • Mascara
  • Lippenstift
  • Eyeliner
  • Rouge
  • Haarspray
  • Kamm oder Bürste
  • Lip-Gloss
  • Haare

Haare

Ihr verwendet Haarpflegeprodukte das Silikon beinhalten? Gebt ihr euch auch einen Plastiksack (für die deutschen Leser: Sack = Tüte) über den Kopf? Nein? Das ist ungefähr derselbe Effekt, diese Produkte machen zwar die Haare weich, aber gesund ist es definitiv nicht. Die Folge: Haare können nicht mehr atmen und werden stumpf und splissig.

Wascht nicht jeden Tag eure Haare, selbiges gilt für das tägliche Glätten!

Outfit

Das Outfit ist abhängig vom geplanten Portraitshooting und wird mit mir vorab besprochen. Normalerweise empfehle ich 2-3 Outfits die du zum Shooting mitnimmst. Unabhängig von der Jahreszeit: Ein langer Mantel oder eine Decke wäre vom Vorteil um sich in Pausen aufwärmen zu können. Als Ergänzung: Am Shootingtag entweder keine Unterwäsche oder bequeme Unterwäsche anziehen, das beugt der unschönen Streifenbildung vor.

Sollte man nicht extra erwähnen müssen, der Vollständigkeit halber mache ich es trotzdem: die Kleidung sollte sauber und frei von Knittern und Schuhe geputzt sein.

Accessoires & Schuhe

Je nach Shooting natürlich unterschiedlich, aber in den wenigsten Fällen hat es geschadet, wenn das Model Accessoires wie Schmuck mitnimmt. Einfach in eure Tasche oder Koffer und mitnehmen. Besser zu viel als zu wenig!

HighHeels sehe ich eigentlich schon als Pflicht an (außer es ist ein Sportshooting :D) Schuhe mit Absätzen bewirken eine gestrecktere Haltung und lange Beine, genau das was man eigentlich allgemein als „schön“ betrachtet.

Ein paar kleine Tricks für das Portraitshooting:

  • Think positive – Gefühle sieht man auf den Fotos. Unsicherheit oder Nervosität ist am Anfang normal, das legt sich aber schnell. Bei mir bekommst du auch zusätzlich Tipps und guten Zuspruch ;-)
  • Habe ich die HighHeels schon erwähnt? In den meisten Fällen solltet ihr diese unbedingt tragen, nicht nur das eure Körperhaltung gestreckt ist, sie wirkt auch gleich femininer und vorteilhafter.
  • Der Spruch „Brust raus – Bauch rein“ kommt nicht von ungefähr. Mit einer rausgestreckten Brust ziehst du deinen Bauch automatisch ein.
  • Stelle deine Beine leicht hintereinander, dadurch bekommst du eine schmalere Silhouette
  • Künstliches Lachen sieht selten gut aus. Denk an ein lustiges Erlebnis oder eine lustige Situation, dann kommt ein natürliches Lachen von allein.
  • Achte stets auf deine Körperhaltung, verkrampfe dabei aber nicht und verdrehe den Kopf nicht.

Zusammenfassung

Ich gebe zu, so ganz kurz war es jetzt nicht, aber ich hoffe das wir für den einen oder anderen ein paar Tipps parat hatten. Gerne könnt ihr mir noch eure Geheimtipps weitergeben, ich werde diese nach und nach hinzufügen. Und über Feedback freue ich mich natürlich auch :)

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