Seit einiger Zeit hab ich nun zu meinen Objektiven mir auch ein Fisheye Objektiv gegönnt. Ich habe mich für eines aus dem Hause Samyang, genauer gesagt für das Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II, entschieden wobei ich mich hier aufgrund der vielen positiven Kommentare auf Amazon und auch via YouTube verleiten habe lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil.

Das Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II ist ein manuelles Weitwinkel-Fisheye-Objektiv, welches vor allem für DSLR mit APS-C Sensoren konzipiert wurde. Dieses Objektiv hat eine abnehmbare Sonnenblende und neben den Sony A-Mount Verschluss gibt es auch Versionen für Samsung NX, Sony E-Mount, Fuji X und M4 sowie für Nikon und Canon.

Das Fisheye wurde mit 10 Linsenelementen, welches in 7 Gruppen angeordnet ist, ausgestattet. Mehrschichtige Antireflexbeschichtungen wurden angewandt um Geisterbilder bzw Streulicht zu unterdrücken. Die abnehmbare Sonnenblende wird mit einem Bajonett fixiert. Ein becherförmiger Kunststoffobjektivdeckel an der Front schützt das Glas der Linse während dem Transport. Der Deckel passt auch locker in die Tasche, wenn das Objektiv gerade zum Einsatz kommt.

Für wen ist das Fisheye Objektiv geeignet?

Der Hauptgrund, sich für ein Fisheye Objektiv zu entscheiden, sind wohl die Verzeichnungen, die das Fisheye aufgrund der Fischaugen-Krümmung an der Front erzeugt wird. Das Fisheye (zu deutsch: Fischauge) ist ein Objektiv der spezielleren Art und findet seinen Einsatzzweck als Weitwinkel-Objektiv vor allem in der Landschaftsfotografie. Im Gegensatz zu den konventionellen Linsen bildet ein Fisheye eine sogenannte Hemisphäre mit deutlicher Verzerrung auf der Bildebene. Gerade Linien wie die eines Gebäudes zum Beispiel werden somit etwas gekrümmt dargestellt. Flächenverhältnisse werden so besser dargestellt als bei gewöhnlichen Weitwinkel-Objektiven. Das Fisheye aus dem Hause Samyang hat einen Blickwinkel von 180°.  Beim Samyang Fisheye wird das ganze stereographisch projiziert, weswegen geraden Linien weniger gekrümmt werden. Bei dieser Art von Objektiv fehlt es meist an elektronischen Kontakten für die Kamera, weswegen man beim Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II manuell fokussieren und sogar die Blende einstellen muss. Auf der DSLR wird man daher auch keine Blendeneinstellung erkennen können, hier wird entweder f0 oder wie bei meiner Sony f/– angezeigt.

Entwickelt wurde dieses Objektiv um den gesamten Rahmen zu füllen, bei APS-C DSLR-Kameras beträgt der Blickwinkel 180°. Bei einer Vollformat-Kamera würde ich euch empfehlen, die Gegenlichtblende abzunehmen, da hier das Bild etwas beschnitten wird.

Erstellen und Ergonomie

Die Verarbeitung ist im großen und ganzen sehr gut, auch wenn das komplette Objektiv aus Plastik besteht, wurde es mit einem Bajonett-Verschluss aus Metall gefertigt und macht insgesamt einen hochwertig verarbeiteten Eindruck. Vor allem mit Hinblick auf dem Preis kann man hier nicht meckern. Der Blendenring der in der Nähe der Kamera liegt, ist aus Vollkunsstoff und hat diverse Raststufen welche merkbar einrastet. Das Frontelement der Linse ist nach außen gewölbt, weswegen man keinerlei Filter dranschrauben kann.

Der Fokusring befindet sich zwischen dem Blendenring und dem Bajonettverschluss für die Gegenlichtblende und ist etwa 30 mm breit und trägt eine etwa 20mm breite geriffelte Gummierung mit der man den Fokus reibungslos einstellen kann. In weiß wurden auf der Hinterkarte des Fokussierrings die Einstellungsmöglichkeiten eingraviert, welche Entfernungen von 0,3 m bis unendlich einstellbar machen. die Markierungen in orange zeigen die Entfernungen in Fuß.

Aufgrund der fehlenden elektronischen Kontakten bekommt ihr keine Metadaten auf die Kamera, so dass ihr am besten im Live-View eure Einstellungen überprüfen müsst um die optimalen Ergebnisse zu erzielen. Bei meiner Sony hab ich einen elektronischen Sucher, der mir die Belichtung nahezu ident mit dem Bildergebnis wiedergibt, hin und wieder muss man hier noch mit der Verschlusszeit sich herantasten.

Einsatzzweck

Ich verwende das Samyang Fisheye vor allem bei Landscape/Cityscape und auch bei LostPlaces, es könnte aber auch für Portrait-Fotografie eingesetzt werden. Ja ihr habt richtig gelesen, auch für Peoplefotografie. Allerdings muss es hier zum Motiv passen und ich würde da nicht einfach so drauflos knipsen. Sollte ich demnächst mal dazu die Gelegenheit haben, werd ich dazu ein Bild nachreichen.

SAMYANG 8mm f/3.5 Fish-Eye CS II – Fotos nach Rezept

Für die Landschafts- bzw Cityscape-Fotografie wähle ich zumeist die Blende f/8 da ich hier die optimale Schärfe bei diesen Objektiv habe, bei Fototouren in der Nacht wähle ich  auch manchmal Blende 11 oder 16 je nachdem wie stark der Lichteinfall von meiner Location in Wien ist und ich so vermeiden will, das sich unschöne Blendenflecke im Bild bilden.

Wenn man sich also etwas „warm geschossen“ hat mit dem Objektiv dann hat man seine Freude mit dem Fisheye. Ich sogar schon fast so sehr, dass ich es fast als mein „Immer-drauf“-Objektiv verwende. Aufgrund des Weitwinkels und der geringen Brennweite hatte ich auch meinen Spass bei der Wiener Automesse im Januar diesen Jahres, bei der ich ziemlich knapp an das Auto heran kam und trotzdem das gewünschte Motiv im Bild hatte.  Lustig waren hier auf jeden Fall die Blicke von manchen Fotografen und anderen Besuchern, die mich bis auf einen halben Meter an einen Auto dran sahen und ich geknipst hatte. So ist zum Beispiel das Bild vom Audi Q7 entstanden welches ihr in der folgenden Diashow sehen könnt 😉

Vienna Autoshow 2015

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Landscape/Cityscapes – Fotografie

Bei der Landschaftsfotografie sehe ich die Stärken des Fisheye-Objektiv, da man so sehr viel des gewünschten Motiv ins Bild bekommt. 180° Weitwinkel sind hier schon eine Ansage und hier sehe ich den besten Einsatzzweck des Samyang:

Cityscapes in Wien

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Landscape-Fotografie

Genau wegen Landschaften hab ich mir schlussendlich das Fisheye gekauft und stellt neben den Cityscapes meinen Hauptverwendungszweck des Fisheyes da. Ich verwendete bei diesen Bildern hauptsächlich die Blende 8 und hab auf unendlich fokussiert (wir erinnern uns: die liegende 8!)

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#LostPlaces  – Fotografie

Leider komme ich viel zu selten dazu, genügend Recherche für einen Lost Place durchzuführen, weswegen ich hier nur mit ein paar Bildern aufwarten kann. Lost Places unterscheidet sich im Grunde von keiner anderen Form der „Lichtmalerei“, übt aber auf die meisten Fotografen eine gewisse Faszination aus. Hier ist vor allem wichtig eine gute Blickführung zu haben und den Lichtverlauf gut abzubilden. Bei dieser Art von Fotografie benötigt man definitiv Zeit um einen geeigneten Platz zu finden und vor Ort zu fotografieren. Und meiner Meinung nach möchte man da möglichst viel auf das Bild bekommen, weswegen man mit normalen Objektiven da zwar auch gut fotografieren kann, aber mit einen Fisheye bekommt man hier definitiv mehr auf das Bild und durch die Krümmung bekommen diese Bilder einen eigenen Flair. In der Nähe von Wien gibt es hier einen guten LostPlace den ich schon ein paar Mal aufgesucht hatte (Tipps und Tricks zu LostPlaces-Fotografie gibt es demnächst):

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Mein Fazit:

Alles in allem kann ich euch das Samyang 8 mm / f3.5 Fisheye CS II wärmstens empfehlen. Ich verwende es fast jedes Mal wenn ich meine DSLR in die Hand nehme und bin täglich begeistert von der Performance dieses Objektivs. Es steht auch meiner Meinung nach dem baugleichen (und etwa 200€ teureren) Walimex Pro Fisheye in nichts nach.