Selfie selbstgemacht – die 10 besten Tipps

Die Fotolandschaft wird vor allem durch einen festen Bestandteil in den sozialen Netzwerken dieser Welt bestimmt, den Selfie. Nicht nur Promis nutzen diese Form der Selbstinszenierung, um sich in der Öffentlichkeit möglichst authentisch zu präsentieren. Hier gibt es von mir 10 Tipps für das perfekte Selfie.

Ein Selfie ist ein meist durch ein Smartphone erzeugtes “spontanes” Selbstportrait welches zur Selbstinszenierung dient und meist über den Portraitierten mehr aussagt, als ihm selbst bewusst ist. Ein Selfie schießen kann jeder der ein Smartphone mit Kamera besitzt und nutzt. Aber ein gutes Bild macht man nicht einfach wenn man in die Linse blinzelt und abdrückt. Viel wichtiger ist es hier, seinen eigenen Stil zu finden und eine stimmige Umsetzung seines Selfies zu schaffen.

1. Was will ich damit ausdrücken?

Wir kennen das alle, wir wollen ein Selfie schießen drehen das Smartphone mit der Hauptkamera in unsere Richtung und drücken ab. Doch was will man mit dem Selfie aussagen? Was sagt eure Mimik, Gestik, Kleidung und Umgebung über euch aus? Was ist euer Style? Etwa immer die gleichen Posen, ungewöhnliche Perspektiven, der richtige Bildschnitt (Stichwort: Goldener Schnitt oder Drittel-Regel) oder gar ein auf allen Fotos wiederkehrendes Gimmick?

Überlegt euch also vorher, was ihr mit euren Selfies aussagen möchtet oder ob es einfach ein Schnappschuss bleiben soll.

2. Achtung Hintergrund!

Die starken Weitwinkel-Objektive von heutigen Smartphone-Cams sorgt dafür das tatsächlich alles auf einem Bild scharf ist, sprich wenig Tiefenunschärfe wie wir es von DSLRs gewöhnt sind. Befinden sich also viele Details in euren Hintergrund, dann lenkt das ab und noch dazu oft einen schlechten Eindruck. Das heißt, achtet auf euren Hintergrund damit solche Selfies nicht entstehen:

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Ein absolutes No-Go ist es vor allem, fremde Menschen im Hintergrund abzulichten und via Social Networks (Facebook, Google+, Twitter, Instagram, usw) zu teilen. In Deutschland vor allem kann das sogar echt teuer werden.

3. Findet gute Lichtverhältnisse

Achtet auf das Licht in eurer Umgebung, den nichts ist schlimmer als unter- oder überbelichteter Portraits. Klar, Regeln sind da um sie zu brechen, aber ich fotografiere ja auch keine Personen im Dämmerlicht. Außerdem sorgen gute Lichtverhältnisse für einen schönen Teint und für schärfere Konturen. Ein Tipp sind hier auch Apps zur Bildbearbeitung wie zum Beispiel Snapseed oder Retrica:

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4. Eure Schokoladenseite zur Geltung bringen

Viele Menschen haben eine sogenannte Schokoladenseite, also eine Gesichtshälfte die fotogener ist als die andere. Manche betonen auch die Friseur besonders vorteilhaft. Meine Freundin schafft das ganz gut, in dem sie zum Beispiel nur Bilder postet, wo sie ihre linke Gesichtshälfte präsentiert. Da sie meinen Blog ebenfalls liest, werde ich darauf natürlich nicht näher eingehen 😉 Doch für euch gilt: fotografiert euch von verschiedenen Seiten und vergleicht diese anschließend einmal selbst.

5. Die richtige Distanz zum Alter Ego

Für ein gutes Selbstportrait gilt: Abstand halten. Heutige Smartphone-Kameras haben eine Blickwinkel von bis zu 80°, also wenn ihr zu knapp euer Gesicht in Richtung Smartphone drückt, dann riskiert ihr verzerrte Gesichert und Proportionen. Die Folge daraus: ihr riskiert unschöne Nahaufnahmen von Nasenhaaren oder Pickel beziehungsweise großer Poren. Also hier gilt: haltet Abstand zu eurem Smartphone.

6. Eine Frage der Perspektive

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Die Zauberformel für ein perfektes Selfie ist der 45 Grad-Winkel. Das heißt ihr winkelt den Arm leicht an, streckt diesen also nicht komplett aus und haltet euer Smartphone in Augenhöhe. Am besten  von oben aus fotografieren, denn diesen Blickwinkel sind wir gewöhnt. Von unten fotografiert macht euer Gesicht häufig dicker und weist auf ein Doppelkinn hin, welches vielleicht auch gar nicht vorhanden ist.

7. Entspannter fotografieren

Den Auslöser drücken ist oft nicht so einfach, wenn man den Punkt 6 beachtet, aber manche Smartphones beherrschen neben den Auslösebutton (meist ein Software-Button) auch das Fotografieren über die Lautstärke-Tasten (Volume – und Volume +), mit dem ihr zwangsläufig auf dem Bild nicht angestrengt guckt, weil ihr die ganze Zeit versucht habt, die Auslöse-Taste zu erreichen.

8. Das Selfie mit Software aufpeppen

Viele Kamera-Apps haben auch eine Bildbearbeitungssoftware an Bord, mit der ihr noch mehr aus euren Smartphones rausholen könnt. Ein Beispiel von einer coolen Bearbeitungssoftware sind OPPO-Geräte, da sie mehrere Looks schon out of the box an Bord haben, wie Vintage, bunt, s/w, hdr, elegant, usw. Mit der passenden Bearbeitung holt ihr so viel mehr aus euren Selbstportraits heraus.

9. Schlechtes Selfie? Weg damit

Ihr habt trotzdem kein brauchbares Selfie zustande gebracht? Dann löscht es besser, bevor ihr es in sozialen Netzwerken verteilt, denn das Internet vergisst nicht, erst recht keine unvorteilhaften Selfies. Also: Selfie knipsen – nachsehen – beurteilen – und im Zweifelsfall lieber löschen als irgendwo hochzuladen.

10. der richtige Anlass!

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Diesen Punkt hab ich zwar als letzten angeführt, aber der ist einer der wichtigsten: Das Internet und soziale Netzwerke sind voll von Bilderserien, die an einen unpassenden Zeitpunkt und Ort gemacht wurden. Etwa ein Sexy Blick bei einer Beerdigung oder ein Selfie am Eingangstor vom KZ Ausschwitz sind nicht gerade die passenden Orte um ein Selbstportrait zu schießen. Manchmal sollte man besser das Hirn einschalten, bevor man seinen Drang zur Selbstdarstellung nachgibt. Passt die Situation nicht – Smartphone in der Tasche lassen.

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Ich hoffe, konnte euch mit meinen Tipps weiterhelfen und eure Selfies werden dadurch besser. Gerne könnt ihr mir noch weitere Tipps in die Kommentare schreiben, ich werde diese dann im Artikel ergänzen.

By | 2016-08-14T20:56:55+00:00 April 20th, 2015|Fotografie|0 Comments

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Fotograf und Retoucher aus Wien, Gründer des SonyAlpha-Blogs Liebt die Fotografie, aber meistens müssen Menschen auf den Fotos drauf sein.

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