Facebook überdenkt Nacktheitspolitik

Facebook überdenkt Nacktheitspolitik

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Wir Fotografen können ein Lied davon singen: künstlerische Akt-Fotos müssen von bestimmte Art und Weise zensiert werden, damit sie auf Facebook und Instagram nicht gelöscht werden. Zusätzlich läuft man ständig Gefahr, dass das eigene Profil gesperrt wird usw. Eine Protestaktion des Fotografen Spencer Tunick dürfte Facebook noch zum Umdenken bewegen.

Dieser organisierte am 02.06 ein Nacktfoto-Shooting direkt vor den New Yorker Facebook-Büros. So wollte er auf die komische Interpretation von Nacktheit auf Facebook und Instagram protestieren.

Das Shooting selbst fand folgendermaßen statt: Tunick leitete über hundert Menschen an, sich nackt auf den Bürgersteig zu legen, die Genitalien waren mit vergrößerten Abdrücken männlicher Brustwarzen bedeckt, Frauen hatten männliche Brustwarzenaufkleber. Das Ganze lief in Zusammenarbeit mit der National Coalition Against Censorship (NCAC). Auf Instagram gibt es darüber auch schon einen Post von Tunick:

https://www.instagram.com/p/ByX3FjchKxT/

Tunick wurde bereits mehrmals in New York verhaftet weil er ohne Erlaubnis Aktfotos gemacht hatte. Das besagte Protest-Shooting war das erste in New York seit 20 Jahren. Er selbst gab dazu trocken an, das die Leute „eh bekleidet“ waren, da sie ja Brustwarzen aufgeklebt hatten, kreative Antwort wenn ihr mich fragt.

Diese Woche Mittwoch gab der NCAC bereits an, das sie zusammen mit Facebook an den Nackheitsrichtlinien arbeiten wird. Derzeit sind ja „Nacktheit“ und „weibliche Brustwarzen“ verboten. Berichten zufolge will man hier mit einer Gruppe von Künstlern, Kuratoren und Aktivisten treffen, um die derzeitigen Auswirkungen der Richtlinien besprochen werden. Ich kann dazu nur sagen:

via GIPHY

Die Nacktheitspolitik von Facebook lautet derzeit wie folgt:

Aktuell hat Facebook ein Problem mit Bildern auf denen weibliche Brustwarzen enthalten sind. Aber nicht bei allen, bei Frauen die aktiv stillen oder Bildern von Gemälden, Skulpturen und anderen Kunstfiguren greift der Algorithmus nicht. Und trotzdem passiert es trotz des Teils:“Fotografien über Gemälde, Skulpturen und andere Kunstwerke“ das auch diese zensiert werden. Beispielsweise Gemälde von Peter Paul Rubens und antike römische Statuen wurden bereits wegen Nacktheit gemeldet und von Facebook verbannt.

Doch auch Kultfotos wurden von Facebook verbannt weil sie „gegen die Community-Standards verstießen“, wie zum Beispiel das Foto von Nick Uts „Napalm Girl“.

Facebook
Entsprach nicht den Community-Standards: „Napalm Girl“ von Nick Uts

Im Fall des „Napalm Girl“ Fotos eskalierte das aber seitens der Community. Facebook hat daraufhin die Zensurbeschränkungen rund um „berichtenswerte“ Bilder gelockert.

Scrollt mal selbst durch die Feeds von Facebook und Instagram und schaut gezielt nach „Akt-Bildern“. Ich mag persönlich Akt-Fotografie – sofern kunstvoll und nicht billig gemacht – sehr. Und genau auf beiden Netzwerken sieht man diese Bilder eben nur zensiert. Mir haut es so den Gesamteindruck des Bilds zusammen, weil ich ständig dann nur auf die Zensur hinschauen muss. Und trotzdem ist das kein Schutz vor Löschung seitens Facebook. Und die meisten werden auch deswegen gesperrt für ein paar Tage. Nervig und frustrierend einfach. Vor allem wenn man vergleicht wieviel Gewalt-Videos und Fotos auf Facebook geteilt werden ohne Probleme. Noch witziger ist ja, das die USA „Mutterland des Pornos“ ist, andererseits wegen ein paar Nippel sich prüde zeigt.

Umso mehr erstaunt es mich aber, dass das Shooting von Spencer Tunick offenbar so sehr Wirkung gezeigt hat, das der blaue Riese einknickt und seine Nacktheitspolitik für Fotografen überdenkt. Ich hoffe ehrlich, das sich da was tut, denn ich hasse die Zensur. #freenipples

via (diyphotography.net)

Tschüss Google+ | Welche Alternativen gibt es für Fotografen?

Tschüss Google+ | Welche Alternativen gibt es für Fotografen?

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Google+ war für mich immer ein soziales Netzwerk, welches von vielen unterschätzt wurde. Das Problem in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist eben, dass man sich mit gewissen Dingen nicht lange beschäftigen will, entweder man sieht es sich an und es begeistert oder eben nicht. Bei Google+ war ich ja wie schon mal erwähnt seit der Beta-Phase dabei und mir gefiel vor allem mehrere Dinge an Google`s Netzwerk: Es werden keine Bilder komprimiert (für mich als Fotograf ein wesentliches Kriterium), die Diskussionskultur ist bei weitem professioneller und sachlicher als bei Facebook, Twitter (dazu gibt es in den letzten Tagen viele Beiträge in der „normalen“ Presse dazu, Stichwort: „Hate Speech“ oder „Hass Postings“) und das Netzwerk ist werbefrei (Ich verstehe ja, dass auch Social Networks was verdienen wollen, aber am Beispiel von Facebook sieht man, wie es hier momentan in die falsche Richtung tendiert).

Hatte es ja bereits bei Facebook einen Datenskandal in Bezug auf „Cambridge Analytics“ gegeben, war vor einigen Wochen auch Google dran. Mal abgesehen davon das es mich nicht wundert wenn man die API eines Netzwerkes nicht auf den aktuellsten Stand hält, das es irgendwann mal gehackt werden kann, war für mich die „plötzliche Ankündigung“, Google+ ins digitale Nirvana zu befördern, für mich eher ein Vorwand um es endlich durchzuziehen. Das gilt zumindest mal für die privaten User, für Business Kunden (die für die G Suite monatlich einen Obulus zahlen) wird Google+ weiter bestehen bleiben. Wenn man davon ausgeht, das Google+ immer als „Geisterstadt“ bezeichnet worden ist, dann macht es natürlich Sinn die Zielgruppe noch weiter einzuschränken, verstehe ich vollkommen. #achtungironie

Google+ | Was sind die Alternativen?

Ich hab mir seit Bekanntwerden der Meldung so einige Gedanken darüber gemacht, ich persönlich möchte mich ja nicht rein auf Facebook und Instagram für meine Social Media Auftritte beschränken, es sind zwar die vermeintlich größten Netzwerke, aber mir gefallen nicht unbedingt alle Spielregeln von Mark Zuckerberg für die Nutzung ebendieser.

Also welche Alternativen gibt es? Auf Google+ wurde schnelle eine Community (das sind die Pendants zu den Facebook-Gruppen) gestartet, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Alternativen für G+ zu finden. Hier wurden viele Netzwerke genannt, eine „nerdiger“ wie die andere natürlich. Klar auf Google+ sind zwar eher die Technik-Nerds unterwegs, aber ich möchte ja die Alternative vor allem für meine Arbeiten (Fotos und YouTube-Videos und Blog-Artikel) nutzen.

Doch was muss eine Alternative zu Google+ für mich beinhalten? (Ich muss das ein wenig einschränken, denn ansonsten sprengt das bei der Anzahl der vielen Netzwerke etwas den Rahmen des Blogs)

  • Keine Komprimierung der Bilder
  • Es gibt eine Smartphone App
  • Es ist ähnlich wie Google+
  • Es ist kein Netzwerk zur reinen Präsentation von Bildern

Wenn man sich meine Checkliste so ansieht, dann fallen schon ein paar Netzwerke wie 500px, Flickr und YouPic weg, denn hier tummeln sich eher nur Fotografen, also nichts anderes wie reine Fotografen-Gruppen auf Facebook. Kommen wir als zu den beiden Alternativen, die ich für mich für ideal als Alternative zu Google+ auserkoren habe.

MeWe – privates soziales Netzwerk, das auf Facebook und Twitter aufbauen möchte

MeWe ist ein privates soziales Netzwerk, welches auf Facebook und Twitter aufbauen möchte. Der Vorteil: es gibt keine Werbung und auch kein User-Tracking jeglicher Art. Als ich von MeWe gelesen hatte, hab ich mir einen Account eröffnet und mir die dazugehörige App runtergeladen. In Prinzip ist für die Masse der Google+ Nutzer MeWe das Netzwerk, welches Google+ am nahesten kommt. Es gibt wie bei Facebook Gruppen, aber leider auch dazugehörige Gruppenchats, bei der alle Mitglieder der jeweiligen Gruppe sofort dabei sind und entsprechend oft wird das Smartphone läuten oder vibrieren, weil ein User irgendwas in den Chat gepostet hat. Auf die Dauer echt nervig, vor allem werde ich ständig zu irgendwelchen Gruppen hinzugefügt, bei denen sich mein Interesse in Grenzen hält. Es gibt auch dzt. (Stand Oktober 2018) keine Möglichkeit, sich aus den Chat zu entfernen. Oft wird sich nicht einmal an den Themen gehalten, es wird querbeet gepostet in den Chats, die leider unmoderiert sind.

Wie finanziert sich MeWe?

Im Gegensatz zu Google haben die Macher von MeWe nicht soviel Budget zur Verfügung um ohne weiteres ein Netzwerk ohne Werbung aufrecht zu erhalten: Jeder Nutzer hat ca. 8 GB an Datenvolumen zur Verfügbar, will man mehr bzw kommt man an seine Grenzen muss man einen monatlichen  Beitrag zahlen. Dieser fängt bei 0,99 US-Dollar an und hört bei 5,99 US-Dollar auf. Die Benefits daraus sind „geheime Chat-Funktion“, die Möglichkeit Emojis zu kaufen usw.

Mein Fazit zu MeWe

Ganz im Gegenteil zu Google+ damals, werde ich mit MeWe nicht warm. Jetzt ist auch ein gewisser Hype dank der drohenden Schließung von Google+ da, keine Frage. Die wichtigere Frage wird wohl sein, wie sich das Netzwerk auf den User-Ansturm anpassen wird beziehungsweise wie aktiv die Community letztendlich sind.

Pinterest

google+ alternative
Pinterest ist ein soziales Netzwerk, bei dem es hauptsächlich um das Pinnen von Inhalten geht.

Pinterest vergleiche ich immer gern mit einer Pinnwand auf dem heimischen Kühlschrank, man kann selbst nach Belieben Pinnen, aber es können auch andere Nutzer (etwa auf Gruppen-Boards) dazu pinnen. Hier geht es nicht um ein möglichst großes Netzwerk an Freunden, sondern um schöne Fotos.  Pinterest selbst vermeidet es zwar, sich selbst als Soziales Netzwerk zu sehen, man wird auch nicht dazu aufgerufen andere Freunde hinzuzufügen, aber für mich ist es das definitiv, weil ich nach meinen Interessen Pinnwände erstellen kann und auch anderen Nutzern mit den selben Interessen folgen beziehungsweise auch ihre Inhalte pinnen kann.

google+ alternative
bald für alle verfügbar: Pinterest Communities

An dieser Stelle werdet ihr euch sicher fragen, warum Pinterest in meiner Liste auftaucht, da man hier ja keine Communities wie in Google+ oder Facebook hat. Falsch gedacht, diese Funktion wird mit Stand Oktober 2018 ausgerollt und so verspricht Pinterest meiner Meinung nach mehr und mehr eine Alternative zu Google+ zu sein, als etwa MeWe.

Mein Fazit zu Pinterest

Wenn es um eine tatsächliche Alternative zu Google+ geht, dann ist das für mich ganz klar Pinterest: Es hat eine Smartphone App für iOS und Android, es sind (bald) Communities verfügbar, Fotos werden meines Wissens nach nicht komprimiert und ich kann Pinnwände nach meinen Interessen erstellen, ganz so wie es mit den Sammlungen bei Google+ der Fall war/ist. Obendrein hab ich im Gegensatz zu 500px und YouPic nicht nur Fotografen hier dabei, es ist eine sehr große Bandbreite an Themen da, so dass für jeden was dabei sein sollte. Für die Blogger unter euch: Pinterest soll den Traffic zu euren Webseiten entsprechend in die Höhe treiben lassen, vorausgesetzt man pinnt fleissig seine Inhalte, die obendrein einen Mehrwert für andere bietet.

Ich werde demnächst noch genauer auf Pinterest eingehen, wie ich das Netzwerk als Fotograf nutze. Als bleibt dran ;-)

Social Media für Fotografen: Will man VIELE Fans oder die „richtigen“ Fans?

Social Media für Fotografen: Will man VIELE Fans oder die „richtigen“ Fans?

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Seit meinem letzten Artikel zur Reichweite auf Facebook hab ich natürlich auch etwas die Social Media Netzwerke (vor allem Facebook und Instagram) beobachtet. Und da ist mir eben aufgefallen, das viele weiterhin über die mangelnde Reichweite beziehungsweise über den Algorithmus hadern. Ja mehr noch, es werden sogar neue Netzwerke präsentiert, die den bösen Algorithmus (noch) nicht haben.

Social Media
Macht es Sinn, auf sovielen Plattformen wie möglich aktiv zu sein? Ich denke eher nicht… (Quelle: Facebook – Fotograf Felix Rachor)

Kommen wir aber zum eigentlichen Thema meines Artikels, denn ich habe da seit einigen Monaten (spät aber doch) ein Umdenken in Sachen Social Media Marketing gehabt und so auch eine andere Sichtweise bekommen. Warum viele (vor allem Fotografen) sich darüber aufgeilen, wie viele Fans sie auf ihrer Facebook-Seite haben aber dann gleichzeitig über mangelnde Reichweite beschweren oder den „bösen“ Algorithmus auf Facebook und Instagram verteufeln. Seien wir uns mal ehrlich, warum optimieren viele ihre Social Media Kanäle auf „viele Follower“, veranstalten extra Gewinnspiele, usw. Zugegeben das ganze generiert zwar viele Fans, aber gerade in Bezug auf Gewinnspiele bringt das genau jene, die man sowieso nicht auf seiner Seite haben will, genau jene die dann zur Stelle sind, wenn es was zu erben gibt, aber dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden, weil sie sich nicht für die Seite oder deren Inhalt interessieren. Die Erfahrung hab ich natürlich ebenfalls mal gemacht und gebracht hat es eben nur eine höhere Zahl bei der „Gefällt mir“-Angabe meiner Facebook-Seite. Also nicht einmal die goldene Ananas sozusagen.

Social Media
Fällt unter der Kategorie: „für die Fische“ weil es die „falschen Follower“ anzieht

Mir persönlich ist es auf meinen Kanälen wichtiger, das Interaktion herrscht, also nicht nur das die Beiträge geliked werden sondern das auch kommentiert wird. Dazu habe ich kürzlich ebenfalls einen Beitrag eines Fotografen auf Facebook gesehen, der seine Follower „animieren“ wollte, seine Beiträge zu kommentieren, damit dieser natürlich auf Facebook auch öfter angezeigt wird, weil man hier den Algorithmus vorgaukelt, das der Beitrag interessant ist. Doch wenn der Beitrag dann so interessant wäre, dann wird sowieso darauf diskutiert, oder? Vielleicht denke ich hier auch etwas naiv, aber ich denke einfach, das viele hier einen falschen Ansatz verfolgen. (ob meiner jetzt richtiger ist, wird sich erst weisen).

Social Media für Fotografen – Wie funktioniert der Facebook Algorithmus?

Ich wiederhole mich mal aus meinem letzten Artikel „Hilfe meine Facebook Reichweite sinkt„:

Man muss erstmal die Größe von Facebook mit seinen Millionen von Profilen als Ganzes betrachten, jeden Tag kommen weitere tausend Profile auf Facebook dazu. Das heißt das irgendwann es schlichtweg nicht mehr funktionieren würde, wenn da der Content einfach nur so auf der eigenen Timeline durchrauscht. Also hat man sich dazu entschlossen, einen Algorithmus einzuführen, der die relevantesten Beiträge filtert und den Usern anzeigt. Je nach den individuellen Interessen verschieben sich nach und nach die Beiträge und so kann es sein, das jeden Tag andere Beiträge angezeigt werden. Für uns als Publisher bedeutet das ganz einfach das wir relevante Beiträge bringen sollen, die unsere Follower interessieren und sie dazu verleitet, die Beiträge zu liken, zu kommentieren oder noch besser zu teilen. Also ein wenig so wie das auch schon seit Jahren bei Google in den Sucherergebnissen sich wiederspiegelt.

Zum meinem Zitat brauch ich wohl nicht näher drauf eingehen, aber eher darauf, wie viele nun versuchen möglichst viele Fans zu generieren. Einerseits versucht man mit ziemlich vorhersehbaren Fragen (vorhersehbar weil der eigentliche Zweck sofort ersichtlich ist) eine Interaktion zu generieren. Die nächsten Teilen ihre Beiträge in möglichst vielen Facebook-Gruppen, was mittlerweile von Facebook als Spam bestraft wird (und der dazugehörige Account für einen Tag gesperrt wird) und dann die Gewinnspiele.
 
Ich persönlich veranstalte keine Gewinnspiele (mehr) und versuche auch nicht jeden Tag einen Beitrag auf Facebook & Co zu posten. Ich bin dankbar für jeden der meinen Seiten folgt und freue mich auch über jeden Kommentar und „like“ der da kommt. Aber ich mache mir nicht jeden Tag Gedanken über den Algorithmus, über „zu wenig“ Fans oder wie ich noch mehr Reichweite generieren kann. Social Media Marketing ist zwar sehr wichtig in der heutigen Zeit und sollte definitiv nicht außer Acht gelassen werden, jedoch geht es mir vor allem um Qualität vor Quantität. Wer sich für meine Arbeit interessiert, wird sowieso öfter vorbeischauen beziehungsweise bekommt er das vom Algorithmus erst recht präsentiert, wenn auch weniger als früher. Aber ich gerate definitiv nicht in Panik darüber, das es nun weniger wird. Also Leute, es ist nicht die Menge an Followern die ausschlaggebend ist, sondern WELCHE Leute dir auf Social Media folgen.
 
[bctt tweet=“Es ist nicht die Menge an Followern die ausschlaggebend ist, sondern WELCHE Leute dir auf Social Media folgen.  “ username=“der_hammer“]
 

Was aber in Zukunft auch wichtig sein wird, sind die Facebook Gruppen. Ich verwalte selbst ein paar Gruppen auf Facebook (welche das sind findet ihr im Reiter „Gruppen“ auf meiner Facebook-Seite) und hier kann man noch sehr viel Interaktion erzeugen, vorausgesetzt man findet die richtige Nische für sich und die Gruppe wird auch über Facebook gefunden).

Wie seht ihr meine Sichtweise zu Social Media oder seid ihr mittlerweile ebenfalls zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen oder schaut ihr noch auf „viele Fans“ oder googlet ihr euch einen Wolf zum bösen Algorithmus? Haut mal in die Tasten ;-)

Warum Google+ für mich das ideale Netzwerk für Fotografen ist

Warum Google+ für mich das ideale Netzwerk für Fotografen ist

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Zu Beginn dieses Jahres habe ich mir einiges vorgenommen, unter anderem wollte ich meine bisherige Social Media Strategie etwas ändern. Ich wollte nicht mehr auf gefühlten 10 Netzwerken mehr schlecht als recht tätig sein (wenn man Social Media Marketing ernsthaft betreiben will dann muss man da auch Zeit investieren, Zeit die mir an anderen Stellen dann abhanden kommt), sondern mich auf ein paar wenige zu beschränken, diese aber kontinuierlich zu bespielen, aktiv mitgestalten usw. Eines dieser Netzwerke die ich wieder etwas aktiver betreibe, ist Google+. Das Social Network vom Suchmaschinenriesen Google ist nun schon seit 2011 auf dem Markt und wurde in der einschlägigen Fachpresse schon als „Konkurrent zu Facebook“ präsentiert.  

Anfangs konnte man nur via Einladung in die „neue Welt“ von Google+ hervorstoßen (da war ich schon dabei :D) und sich sein eigenes Bild davon machen. Es war auch etwas rudimentär was das Design anbelangt, aber insgesamt doch aufregend, beim Wachsen eines neuen Netzwerks dabei zu sein. Als damaliger Techblogger war das dann auch irgendwie ein Muss, denn Google hatte ja den Authorship eingeführt, der dann SEO-technisch einiges gebracht hatte in den Suchergebnissen. Das hat sich aber dann leider wieder geändert und die zuvor gepflegten Profile auf Google+ verwaisten immer mehr. Auch die Maßnahme von Google, via Android-Smartphone und dazugehörigen Google-Konto gleich ein Google+-Profil zu erhalten brachte zwar für die Statistik etwas Erfolg (denn Google+ hat derzeit, Stand Februar 2018 etwa 3,5 Milliarden Accounts), aber die Interaktion blieb dem trotzdem aus. Diesen Eindruck hat man aber dahingehend, wenn man nur hin und wieder auf Google+ vorbeischaut, ein paar Beiträge postet und dann wieder verschwindet. So eine Taktik funktioniert auf keinem der vielen Social Networks, erst recht nicht bei Google+. 

Der Moment, wenn man bei Google+ immer wieder „mal nur“ vorbeischaut…

Doch kommen wir zu den Vorteilen, die mich dazu bewegen, aktiver auf Google+ zu werden und auch zu bleiben.

Das neue Google+ – wie sieht es derzeit aus?

Zwischen der ersten Version von Google+ und heute liegen Welten und das ist gut so. Hat man früher schon etwas die Anleihen an Facebook erkennen können, erinnert es jetzt etwas an Pinterest, einem weiteren Netzwerk das sich stetig einer wachsenden Userzahl erfreut. 

google+
Bild: Screenshot von Google+
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Bild: Screenshot von Pinterest

Dementsprechend hat sich auch das Nutzerverhalten etwas geändert, für uns als Kreative sind das die wesentlichen Erkenntnisse:

1. Funktionsweise – Sammlungen und Communities im Vordergrund

Die Profile und Seiten treten in den Hintergrund, die Inhalte rücken in den Fokus auf Google+. Beide erscheinen in der Navigationsleiste links oben und bestücken den Stream mit bildlastigen Beiträgen. Gefiltert wird nicht wie anfangs mit Kreisen, sondern nach Interessen(-Kategorien). Während die Sammlungen von einer Person erstellt und bespielt werden, um Beiträge von einem bestimmten Themenbereich zu sammeln, können Communities von mehreren Mitgliedern befüllt werden und decken ebenfalls einen bestimmten Themenbereich ab. 

Mit dem neuen Design hat sich Google+ entgültig gewandelt, weg vom Facebook-Konkurrenten (was es meiner Meinung nach sowieso nie war) hin zu einer Community-Plattform. Die Neuausrichtung zielt hier auf die speziellen Bedürfnisse der Nutzer ab die sich über die Jahre hinweg entwickelt hat. 

2. Nutzerverhalten auf Google+ – Ein fotoaffines Publikum

In einer Analyse von CircleCount (einer Statistik-Seite für Google+) bekam man Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten von Google+ Usern, so hat man in 57% der Beiträge Fotos, Links (27%) und Videos (8%), die auch in Sachen Performance dementsprechend wirken. Im Vergleich zu einem einfachen Beitrag auf Google+ erhält ein Foto-Beitrag 149% mehr +1 (die Likes auf Google+), werden um 136% öfter kommentiert und um 133% häufiger geteilt.

3. Google+ als Marketing-Plattform

Auf dem ersten Blick wirkt Google+ nicht gerade marketingfreundlich, man erreicht auch weniger aktive Mitglieder als etwa bei Facebook, Instagram oder Twitter, aber Google+ ist nicht als Businessnetzwerk konzipiert, sondern versteht sich als Community-Plattform für Inhalte. Die „neuen“ Funktionen Sammlungen und Communities bieten aber themenbasiert Möglichkeiten und man kann so potentielle Kunden und Fans erreichen: etwa 75% der Google+ User ist männlich und zu den Top-Berufsgruppen zählen Ingenieure (29%), Entwickler (17%), Designer und eben Fotografen (14%). Hat man also ein Nischenpublikum, kann man hier also leicht fündig werden. 

Ein weiterer Grund warum Google+ (für mich) interessant ist, ist der SEO-Aspekt. Social Signals haben zwar offiziell keinen Einfluss mehr auf die Google-Suchergebnisse, aber trotzdem werden hochwertige und zielgruppenrelevante Inhalte geteilt. Und je beliebter Beiträge sind, desto höher ist die Chance, dass auf die eigene Webseite geklickt wird, usw. 

Ich möchte euch das einfach mal so frei raus aus meiner Sicht erklären, für mich als Fotograf ist es wichtig im Netz gefunden zu werden. Und den großen Vorteil den wir in der heutigen Zeit gegenüber früher haben, ist eben das Marketing-Tool schlechthin: Social Media. Was früher die „gelben Seiten“ waren, findet man jetzt über Google(+), Facebook, Twitter, Instagram, Linkedin, usw. Und dazu brauch ich eigentlich nur ein Smartphone und kann mir meine Informationen einfach aus dem Netz ziehen. Viele der Fotografen beschränken sich aber auf Facebook, Instagram und maximal noch 500px und Flickr. Letztere sind aber Fotocommunities und bringen mir im Prinzip nur einen Austausch mit anderen Fotografen, nicht mehr. Wenn ich aber Fans, Kunden haben will dann sind diese Netzwerke dann eher weniger was für mich. 

Doch warum mit Google+ die Geisterstadt schlechthin verwenden? Wie ich eingangs schon sagte, man darf a) Google+ nicht mit Facebook oder Instagram vergleichen, denn das dürfte nie das Ziel von Google selbst gewesen sein. Vielmehr ist es ein Nischen-Netzwerk für Designer, Geeks und (wartet es kommt gleich) Fotografen… Und B): man muss auch aktiv sein auf Google+ damit es mittel- bis langfristig auch was bringt. Und das nicht nur in Form von Followern auf Google+, denn meiner Meinung nach hat das auch Auswirkungen auf die Google-Sucherergebnisse, die Stelle, wo wir mit unseren Webseiten als Fotografen natürlich auf der ersten Seite platziert sein wollen. 

Fotos werden auf Google+ nicht komprimiert

Wenn ich mich auf Facebook in den Gruppen aufhalte, dann taucht öfter die Frage auf, wie man auf Facebook Bilder hochlädt damit sie nicht (oder nur wenig) komprimiert werden. Auch in den Google Suchergebnissen bring das etliche Treffer und viele Lösungsansätze die den heiligen Gral versprechen. Auf Google+ hab ich das jedenfalls nicht, ich lade mein Bild hoch, egal ob als FullRes oder das für Facebook optimierte Jpeg: es ändert sich absolut nichts, die Ergebnisse sind knackig scharf, nichts wird vermatscht und sogar die Exif-Daten werden ausgeliefert (die bei Facebook nicht angezeigt werden und auch gelöscht werden beim Upload). Bei Landschafts-, Architektur-, Tierfotografen (Portraits hab ich auf der Chromecast noch nie gesehen) kann es unter Umständen zu auch sein, dass Google die Bilder für die Chromecast (als Hintergrundbild) einblendet, mit Namensgebung! Also das allein schon wäre Werbung genug um mal das Social Network von Google auszuprobieren.

Die Nutzer stehen im Vordergrund

Wenn man sich den Stream auf Google+ so ansieht, dann wird man auf dem ersten Blick keinen  Unterschied zwischen einem Privat-Profil und einem Business-Profil (aka Unternehmerseite oder Markenseite) erkennen, erst wenn man auf das Profil klickt. Also im Gegensatz zu Facebook kann ich mit meinem Unternehmensprofil in jede x-beliebige Diskussion einsteigen, auf Facebook geht das nur in den Gruppen, die ich selbst verwalte. Das sehe ich als Fotograf als Vorteil an, denn ich kann so mit meiner Seite aktiv sein und so Follower generieren. Also wenn man es genauer betrachtet: Social Network in Reinkultur.

Wie findet man mich auf Google+?

Im Grunde ganz einfach, ich hab hier unterhalb ein Google+ Widget eingebunden, über das ihr mir direkt folgen könnt:

Google+ – Mein Fazit

Wenn Ihr euch nicht ständig den Algorithmus von Facebook und Instagram ausliefern wollt, wenn ihr interessensbasiert in Social Networks unterwegs sein und ihr euch mit Gleichgesinnten austauschen wollt, dann ist Google+ definitiv ein Netzwerk für euch, alleine schon die Diskussionskultur auf diesem Netzwerk finde ich genial, ich bin hier nun schon einige Zeit dabei, aber ein Gehate wie auf Facebook oder Twitter wäre mir nie untergekommen. Das Google das Netzwerk nicht aufgegeben hat zeigt für mich das neue Design 2017 und das man bald auch bei der Android App (vl auch bald bei der iOS App?!) einige Änderungen erhalten wird, die auch neue Features beinhalten sollen. Eines ist aber klar, wie auch auf jeden anderen Social Network auch, muss man sich auch auf Google`s Netzwerk sich etwas Mühe geben und Geduld haben, dann klappt es mit der Zeit auch mit Interaktionen und mit Followern. Aber es erwartet ja auch keiner das man ein neues Facebook Profil oder ne -Seite erstellt und da gleich Heerscharen von Followern kommen, oder? ;-)

Hilfe meine Facebook Reichweite sinkt

Hilfe meine Facebook Reichweite sinkt

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Seit Mark Zuckerberg eine Mitteilung rausbrachte, die nichts anderes hieß als „back to the roots“ also Facebook sollte von Freunden für Freunde sein, war der Aufschrei bei den Publishern groß. Vor allem unter den Kreativen ist da ein großer Unmut gewachsen, da man sich ja „mühevoll“ seine Reichweite aufgebaut hat und jetzt immer weniger die Beiträge der jeweiligen Seite sehen. Viele gingen sogar so weit und sehen Instagram als den „heiligen Gral“ an, da man hier noch Anerkennung in Form von Likes (aka Herzchen) bekommt, die man auf Facebook eben nicht mehr so hat. Das aber dabei vergessen wird, dass der Algorithmus bei Instagram mittlerweile genauso beziehungsweise meiner Meinung nach sogar schärfer läuft als bei der Konzern-Mutter, wird dabei ebenfalls außer Acht gelassen.

Doch warum sinkt die Reichweite auf Facebook-Seiten so drastisch?

Man muss erstmal die Größe von Facebook mit seinen Millionen von Profilen als Ganzes betrachten, jeden Tag kommen weitere tausend Profile auf Facebook dazu. Das heißt das irgendwann es schlichtweg nicht mehr funktionieren würde, wenn da der Content einfach nur so auf der eigenen Timeline durchrauscht. Also hat man sich dazu entschlossen, einen Algorithmus einzuführen, der die relevantesten Beiträge filtert und den Usern anzeigt. Je nach den individuellen Interessen verschieben sich nach und nach die Beiträge und so kann es sein, das jeden Tag andere Beiträge angezeigt werden. Für uns als Publisher bedeutet das ganz einfach das wir relevante Beiträge bringen sollen, die unsere Follower interessieren und sie dazu verleitet, die Beiträge zu liken, zu kommentieren oder noch besser zu teilen. Also ein wenig so wie das auch schon seit Jahren bei Google in den Sucherergebnissen sich wiederspiegelt.

Was kann man nun dagegen tun, um wieder mehr Reichweite zu bekommen?

Viele Kreative sehen ja jetzt Instagram als den heiligen Gral an wenn es darum geht, ihren Content im Netz zu verbreiten. Ich halte das aber für falsch, auch mich in meinen Social-Media-Marketing auf Facebook allein zu verlassen, immerhin gibt es ja mehrere Social Networks, die darauf warten von unseren Content bespielt zu werden. Generell muss man ja sagen, dass es noch nie so einfach war, im Internet auf sich aufmerksam zu machen, nicht nur durch Facebook. Auch meine Strategien hat sich mittlerweile auf mehrere Netzwerke verlagert, sei es Facebook, Instagram, Google+, Pinterest oder eben auch Twitter oder 500px. Einige davon bringen mir auch SEO-Technisch etwas, aber dazu schreibe ich in einen weiteren Artikel was dazu. Kommen wir also zurück auf Facebook, wie kommt mein Content wieder etwas mehr Reichweite?

Für die Auswahl an passenden Content in deiner Timeline geht Facebook nach einen vierstufigen Plan:

  1. Inventory – welche Stories von Freunden und Seiten sind gerade in deinem Feed verfügbar?
  2. Signals – Wer hat die Story gepostet?
  3. Prediction – wie wahrscheinlich ist es, dass du mit diesem Content interagierst?
  4. Score – Berechnung der Relevanz

Während Punkt 1 und 4 schon etwas länger existieren, gab es bei 2+3 massive Veränderungen

Neuer Algorithmus

Die Timeline auf Facebook reagiert auf eine Vielzahl von Signalen. Mit der letzten Ankündigung von Mark Zuckerberg haben sich diese ein wenig umgeschichtet, manche sind nun bedeutender als andere:

Facebook

„Meaningfull“ bedeutet, dass nun solche Signale auf die Interaktion mehrerer Personen beruhen:

  • Eine Person teilt einen Link über den Messenger
  • Mehrfache Antworten auf den Kommentar einer Person zu einem Video
  • Interaktion mit den Fotos oder Beiträgen einer Person
  • Interaktionen mit einen Post einer Facebook-Seite, die von einer Person geteilt wurde.

Natürlich ist das keine vollständig Liste, Facebook wird zum Schutz des Feeds natürlich nicht alles veröffentlichen, aber die Richtung hier ist klar: Der Beitrag von eurer Seite oder die Inhalte eurer Website sind nicht relevant, solange sie Personen nicht zu Interaktionen veranlassen. Auch das berühmte „Like und kommentiere wenn dir der Beitrag gefällt“ wird von  nun an hinfällig sein, das wird sogar von Facebook abgestraft (Vielen Dank an die vielen Spass-Facebookseiten an dieser Stelle).

Was bedeutet das für Seitenbetreiber?

Die Konsequenz für uns als Publisher ist eigentlich recht einfach und wurde von Facebook in einem Slide zusammengefasst:

  • Eure Beiträge müssen Interaktionen auslösen
  • Der Fokus soll auf eure Zielgruppe und deren Bedürfnisse beruhen
  • KEIN ENGAGEMENT BAIT

Gerade beim ersten Punkt sollten wir langsam zum Umdenken anfangen: Die Aufforderung geht nicht mehr zum Konsum eines Inhalts, sondern zur Interaktion mit diesem. Im Grunde fangen wir alle hier wieder bei 0 an und müssen mit kleinen oder großen Tests herausfinden, mit welchen Mechanismen eine lebende Community aufgebaut wird.

Und für Nachrichtenseiten?

Eine weitere Maßnahme betrifft zukünftig Nachrichtenseiten und hier hat Facebook sich noch weitere Hürden einfallen lassen um den Thema „Fakenews“ Herr zu werden. Hier müssen Nachrichtenseiten noch 3 weitere Punkte erfüllen:

Facebook

Publisher müssen in Zukunft für den Leser vertrauensvoll eingestuft werden und sollen informative und lokale Inhalte bieten. Somit ist das Betteln um einen „Als erstes anzeigen“-Klick hinfällig, weil das von Facebook nicht als primärer Faktor angenommen wird. Vielmehr wird das in Zuge einer Befragung an zufälligen Lesern der Publikation basieren.

Zusätzlich zum Informationsgehalt wird auch der Faktor Textlänge und die Verweildauer eine Rolle spielen und die Regionalität lässt sich relativ gut mit der Verbreitung eines Beitrags durch Nutzer einer bestimmten Region kontrollieren.

Deine Facebook-Reichweite steigern: So geht’s

Tipp 1 – Qualität statt Quantität

Facebook will, genauso wie Google, relevanten, interessanten Content bieten, also alles damit mehr Zeit auf Facebook verbracht wird. Ob das  jetzt ein lustiges Posting ist oder eine emotionale Geschichte oder ein schlauer Spruch sei euch überlassen, seid kreativ. Je länger man auf Facebook verbringt, desto mehr Werbung kann den Usern angezeigt werden und desto mehr Geld fließt in die Kassen von Facebook. Beiträge die genau das erzielen werden hervorgehoben werden. Es ist kein Zufall, dass Bildern von Neugeborenen oder Hochzeiten öfter im Newsfeed auftauchen, denn darauf reagieren die User. Besser ist es also einen qualitativ hochwertigen Beitrag mit interessanten Inhalt zu verfassen als 5 langweilige Bilder.

Tipp 2 – Bewegtbilder sind die Zukunft

Bewegtbildern gehören die Zukunft. Egal ob es eine simple GIF oder ein kurzes Video oder ein 360° Video ist. Diesen Trent kann man nutzen und so die Interaktion zu steigern.

Tipp 3 – Die 80/20-Regel

Facebook sollte man nicht als Verkaufsplattform ansehen. Nieman geht auf Facebook um etwas zu kaufen. NIEMAND. Für viele Publisher ist das dennoch ein Ziel also sollte ein „Verkaufen“-Beitrag sich nicht wie „Verkaufen“ anfühlen. Hier kommt die Kunst des Marketings zu tragen, mit denen man mit Facebook-Beiträge Follower unterhält aber auch langfristig Umsatz generieren soll. Hier kommt die 80/20 Regel zum Tragen: 80% der Beiträge sollen nicht verkaufen und nur dazu dienen, zu unterhalten, Markenloyalität aufzubauen. Maximal 20% der Beiträge sollen potenzielle Kunden zum Kauf bewegen. Klingt doch ganz einfach oder?

Tipp 4 – seid emotional

Ich hab da mal ein Statement von Calvin Hollywood gelesen, in dem er meinte:

[bctt tweet=“Social Network kommt von social, also sei social“ username=“der_hammer“]

Also schreibt eure Beiträge nicht runter wie Maschinen, sondern erzählt Geschichten zu euren Beiträgen. Storytelling wird ja momentan überall als Nonplus-Ultra beschrieben und ich denke das wir ja im Grunde auch auf Facebook sind um unterhalten zu werden. Facebook-Seiten die das nutzen gibt es ja genug. Schaut aber nicht nur im Kreativ-Bereich, sondern wagt den Blick über den Tellerrand und schaut was andere Branchen machen um deren Reichweite zu erhöhen.

Tipp 5 – Die Uhr nach den Fans stellen

Zu guter Letzt: weißt du wann deine Zielgruppe online sind? Nein, dann solltest du mal die Statistiken deiner Facebook-Seite dir genauer ansehen. Hier kann man genauestens erfahren, wer die Zielgruppe überhaupt ist und wann diese auch online ist. Und genau danach richtet ihr auch eure Facebook-Posts. Das heißt aber auch nicht das ihr genau zu den Zeitpunkt an euren Rechner sitzen müsst um eure Beiträge auf Facebook zu veröffentlichen, hier ist das „Planen-Tool“ super hilfreich und unterstützt euch dabei, eure Beiträge genau dann zu posten, wann auch eure Zielgruppe online ist.

Fazit:

Die Reichweite ist zwar geringer geworden, aber generell heißt das nicht, dass man nun Facebook den Rücken kehren sollte. Man muss eben nur raffinierter an die Sache herangehen. Als großen Tipp möchte ich euch nochmal ans Herz legen, euch nicht nur auf Facebook zu konzentrieren sondern auch andere Kanäle zu bespielen. Seht Facebook als eines von vielen Möglichkeiten, euren Content zu verbreiten und nicht als einzigen Weg. Denn auch in den Zeiten vor Facebook & Co hat man es geschafft, Inhalte zu verbreiten.

Hashtag folgen auf Instagram

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Mit der Möglichkeit einem Hashtag zu folgen, bietet Instagram seit kurzem neue Wege, Fotos, Videos und Leuten auf Instagram zu folgen. Jetzt kann man meiner Meinung nach viel besser seine Timeline nach Interessen filtern.

Hashtag auf Instagram folgen

Jeden Tag teilen Millionen von Leuten Fotos und Videos auf Instagram und versehen diese mit den ihnen relevanten Hashtags. #pictureoftheday, #instagood, #top_portraits sind nur einige davon, die auch die Interessen der Community wiederspiegeln. Hashtags zu folgen sieht in der Timeline im Übrigen nicht anders aus als wenn ihr einem eurer Freunde folgt. Natürlich Beiträge zu Hashtags, denen ihr folgt, dementsprechend nach der Reichweite der jeweiligen Posts sortiert. So bekommt ihr auf jeden Fall den besten Content geliefert und werdet nicht mit Beiträgen zugespammt die nicht euren Interessen entsprechen und nur angezeigt werden weil irgendwer bei einem Selfie genau diesen Hashtag verwendet hat. Es spricht natürlich nichts gegen Selfies per se, aber wenn ich nach #portraitphotography beispielsweise suche, dann erwarte ich nicht unbedingt ein Selbstportrait.

Ich hab in diversen Facebook-Gruppen schon von Ängsten gelesen, dass deren Timeline nur noch zugespammt wird und nicht mehr die eigentlichen Userprofile angezeigt werden, aber da kann ich schon mal Entwarnung geben, bei mir werden „normale“ Beiträge angezeigt und dann immer wieder dazwischen ein „Hashtag“-Beitrag. Damit kann ich ganz gut leben und ich denke da geht es den meisten so.

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