Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 – SCHARF, SCHNELL, GEIL

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Seit Jahren hab ich nun das Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 und finde das Objektiv nach wie vor eines der geilsten, die Sony bisher auf dem Markt geworfen hat. Sträflicherweise habe ich bisher aber nie meine Meinung zu der Linse auf den Blog geschrieben, das möchte ich jetzt nachholen.

Das Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 war damals das erste Objektiv, welches ich für meine Sony A7 gekauft hatte, weil ich damals quasi noch in der Lernphase war, ich unbedingt eine Festbrennweite wollte und ich gefühlt überall gelesen hatte das ein 50mm Objektiv bei der Portraitfotografie “Pflicht” ist. Also Schwupps, das Teil beim großen Fluß gekauft und bin danach anschließend gleich in Wien in der Innenstadt umhergelaufen und hab alles fotografiert, was nicht bei 3 auf dem Baum war.

Über die Jahre kam zwar noch das Zeiss Batis 85mm 1.8 hinzu und ich hab mich dann aufgrund des Bokehs und der Brennweite mehr auf dieses Objektiv konzentriert bei meinen Portraits. Also auch ganz klar gegen den aktuellen Trend gegangen, die eher Weitwinkel Objektive bei Portraits präferieren. Martin Krolop von Krolop&Gerst hat das erst kürzlich bei einen Live-Video Rant diese Thematik angesprochen: Parkdeck, spärlich bekleidetes Insta-Model, auf Gegenlicht warten, 35mm Objektiv, Standard-Teal&Orange Preset drüber und bei Facebook und Instagram hochgeladen.

In letzter Zeit komme ich aber immer wieder auf das Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 zurück und das aus mehreren Gründe, dazu komme ich aber später.

Mein Eindruck zum Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8: KOMPAKT UND EDEL

Das Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 war eines der ersten Objektive für die A7-Reihe, das von Sony auf den Markt geworfen wurde. Mit den handlichen Abmessungen und dem geringen Gewicht, passt es hervorragend zum kompakten Body der Sony A7. Es ist so gut ausbalanziert, das man auch ohne Probleme mit einer Hand fotografieren könnte. Insgesamt wirkt es recht massiv, wie aus einen Guss gefertigt. Der Fokusring lässt sich weich und präzise drehen. Im Vergleich zu den G- und GM-Objektiven von Sony braucht das Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 den Vergleich nicht scheuen, für mich wirkt die Linse genauso edel.

Autofokus – Präzise und schnell

Bei einer Offenblende von f1.8 ist mir ein präziser Fokus wichtig, ich will bei so einen Objektiv nicht abblenden müssen bis ich ein scharfes Bild zustande bekomme. Die Angst braucht ihr beim FE55mm nicht haben. Der Fokus wird getroffen, auch bei bewegten Objekten und auch bei einen Wechsel von Licht und Schatten. Da finde ich den Fokus sogar besser als beispielsweise beim Zeiss Batis 85mm das schon gern mal ein wenig zu pumpen anfängt.

Bildqualität – hochwertige und scharfe Bilder

Bildschärfe

Beim Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 kann sich Sony rühmen, eines der schärfsten Objektive mit Offenblende im Portfolio zu haben. Und hier spreche ich von einer Schärfe bis hin zum Bildrand, sofern man dies benötigt. Mit Vollformat und einer Brennweite von 55mm ist mein Objekt auch super freigestellt und meiner Meinung nach gibt es hier auch einen Zeiss-3D-Pop Effekt zu sehen. Diesen Effekt hat man vor allem bei Zeiss Objektiven und bedeutet das für den Betrachter das Hauptobjekt im Bild plastischer wirkt. Für mich ist das so, als ob eine Person quasi aus den Bild heraushüpfen würde. Ich weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll, vielleicht fällt es euch auf den Bildbeispielen auf.

Farben und Kontrast

Im Vergleich zum Zeiss Batis 85mm und den G- und GM-Objektiven sind die Farbtöne differenzierter und nicht übermäßig poppig. Das ist das Ergebnis der T*-Anti-Reflex-Beschichtung. Das vermindert Reflektionen auf den der Luft angrenzenden Glasschichten und hat in etwa den Effekt eines Polfilters. Sogar das unbearbeitete RAW hat einen fertigen Charakter im Vergleich zu anderen Linsen.

Bokeh

Bei einer Brennweite von 55mm auf Kleinbildformat inklusive einer Offenblende von f/1.8 ist die Erwartungshaltung recht hoch. Beim Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 habt ihr ein cremiges Bokeh, welche zum Rand hin vermehrt mit Katzenaugen auftritt. Ihr habt also ein nicht komplett kreisrundes Bokeh, was mich persönlich aber nicht sonderlich stört. Und hier spalten sich die Geister, die einen lieben es, die anderen hassen es.

Chromatische Abberrationen

Bei einen lichtstarken Objektiv hat man oft mit CA´s zu kämpfen, das sind diese lila und grünfarbenen Ränder an kontrastreichen Kanten. Diese sind der Tatsache geschuldet, das Licht unterschiedliche Wellenlängen hat und verschieden gebrochen wird. Diese kann man zwar in der Post Production korrigieren, häufig (wenn man kein Capture One Pro nutzt) geht das auch zu Lasten der Bildquali.

Auch das Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 ist vor CA´s nicht sicher, diese kann man aber mühelos entfernen. Bei Portraits wären sie mir noch nicht unangenehm aufgefallen, Pixelpeeper werden da natürlich jeden Pixel einzeln durchsuchen.

Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 – Mein Fazit

Das FE 55mm 1.8 war damals eines der wenigen Portraitobjektive, welche für die Sony A7 verfügbar waren, also war die Wahl für mich im Endeffekt keine. Es war lange mein Immerdrauf-Objektiv und auch jetzt verwende ich das Objektiv sehr gerne, wenngleich ich auch je nach Job die Objektive passend auswähle mittlerweile. Der rasante Autofokus ohne lästiges Gepumpe und die Schärfe überzeugt. Die Bilder haben einen eigenen, typischen Zeiss-Charakter und ist mit seinen Farben, Bokeh und der leichten Vignette bei Offenblende das ideale Portrait-Objektiv. Kritik muss sich das Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 bei der Naheinstellungsgrenze gefallen lassen, die fällt mit 50cm doch recht üppig aus.

Zusammengefasst:

POSITIV:

  • Bildqualität: Schärfe, Farben, Kontraste, Bokeh
  • Autofokus
  • Verarbeitung
  • Abmessungen/Gewicht

NEGATIV:

  • Mindestfokussierabstand

Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 – Technische Daten

  • 35-mm-Vollformatobjektiv mit Festbrennweite von ZEISS®
  • Helle maximale Blendenöffnung (F1,8)
  • ZEISS T* Antireflexionsbeschichtung für weniger Reflexionen
  • Zirkulare Blende mit 9 Lamellen für wunderschönes Bokeh
  • Gegen Staub- und Spritzwasser geschützt
  • Mindestfokussierabstand: 0,5m
  • Maximale Vergrößerung: x0,14fach
  • Filterdurchmesser: 49mm
  • Gewicht 281g

Sony Sonnar T*55mm 1.8 kaufen

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4 Kommentare zu „Sony Sonnar T*FE 55mm 1.8 – SCHARF, SCHNELL, GEIL“

  1. Danke dir Roman für diesen tollen Beitrag. Jetzt bin ich mir bei meiner weiteren Objektivwahl ein weiteres Stück sicherer.

  2. Hallo,
    ich selbst bevorzuge das Sony SEL35F18.
    Mir persönlich sagen die 32 mm Brennweite mehr zu (ergibt mit dem Crop-Faktor dann ca. 52 mm).
    Die 52mm-Brennweite funktioniert wirklich ausgezeichnet bei meinem Fotographieren.
    Gruß, Wilfried

    1. Hey Wilfried, das gute ist ja das jeder selbst entscheiden kann was er persönlich verwendet. Da du nen Crop-Faktor hast macht natürlich das 35mm 1.8 mehr Sinn als das 55mm. Im Endeffekt haben wir beide denselben Blickwinkel wenn wir durch den Sucher schauen.

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