Eigener Startbildschirm für Adobe Lightroom

Eigener Startbildschirm für Adobe Lightroom

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 2 Minuten

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Heute ist es wieder Zeit für ein kleines Tutorial, mit dem ihr in Adobe Lightroom euren eigenen Startbildschirm einrichten könnt. Diese Anleitung funktioniert gleich bei Windows als auch bei OS X. In meinen Tutorial möchte ich euch beide Wege zeigen.

Der Trick an sich ist kaum bekannt und nicht viele kommen wohl auf die Idee, ihr eigenes Bild als Startbildschirm einzurichten. Doch für die Individualisten unter euch ist es wohl ne coole Idee.

Lightroom Startbildschirm ändern – so wird es gemacht

Damit wir ein Bild in passender Größe haben, öffnet in Photoshop (oder Elements) ein neues Bild mit der Pixelgröße 900×600 Pixel. (Breite x Höhe). Für dieses Beispiel hab ich mein Logo genommen und es vor einen Foto von mir gesetzt. Voilá

Dieses Bild hab ich nun im png Format in einen neuen Ordner – welcher auf die Bezeichnung „Splash Screen“ umbenannt wurde – verschoben. Diesen Ordner erstellt ihr in der Ordnerstruktur:

  • Mac: „Benutzer/Name/Library/Application Support/Adobe/Lightroom/Splash Screen“
  • Windows: „Benutzer/Name/Anwendungsdaten/Roaming/Adobe/Lightroom/Splash Screen“

Habt ihr alles erledigt, habt ihr beim Start von Lightroom nun euer Logo / Bild oder whatever anstelle des Standard-Bildschirms von Lightroom. Ich weiß natürlich nicht, ob ihr das ganze Prozedere immer wieder erneuern müsst, wenn die Creative Cloud ein Update bereit hält, aber es ist ja nun wirklich nicht besonders kompliziert, das ganze von neuem zu machen.

Lightroom – Startbildschirm: Wie mache ich das wieder rückgängig?

Wenn ihr wieder zum Standard-Startbildschirm zurückwechseln wollt, dann müsst ihr einfach nur in den Splash Screen-Ordner wechseln und das png oder jpg wieder löschen. Und schon habt ihr wieder alles beim alten beim Start von Adobe Lightroom. Dieses Tutorial funktioniert mit Adobe Lightroom CC, Lightroom 6, Lightroom 5 und auch mit Lightroom 4. Bei allen anderen Versionen geht probieren über studieren.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Tutorial weiterhelfen. Ihr könnt diese Anleitung auch gerne via Social Media weiter teilen ;-) Viel Spass mit euren neuen Lightroom Startbildschirm.

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Adobe Lightroom 6 und Lightroom CC verfügbar

Adobe Lightroom 6 und Lightroom CC verfügbar

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 Minuten

Seit gestern Abend ist ein neues Update zu Adobe Lightroom verfügbar. Es handelt sich um ein Major Update, das heißt es ist ein Versionssprung von 5 auf 6 beziehungsweise wurde via Creative Cloud die Version 5 mit Lightroom CC ausgetauscht. Ich habe die wichtigsten Neuerungen für euch zusammengefasst.

Adobe Lightroom – das ist neu

Adobe bietet Lightroom wie gewohnt in zwei verschiedenen Varianten an, einer Kauf- und einer Mietversion. Die Kaufvariante nennt sich Lightroom 6 und die Mietversion die man über die Creative Cloud bezieht, wird als Lightroom CC bezeichnet. Einer der wichtigsten Neuerungen sind die automatische Gesichtserkennung für die Bildverwaltung und eine HDR- und Panorama-Funktion.

Optisch unterscheiden sich beide Versionen nicht wesentlich, der Unterschied liegt im Kern der Software. So hat man bei Adobe Photoshop Lightroom CC 2015 die Möglichkeit seine Bilder via CreativeCloud-Konto mit einem Smartphone und Tablet zu synchronisieren, sofern man sich auch die Lightroom Mobile-App runtergeladen hat. Unter der Haube hat man am Bibliotheks- und Entwicklungsmodul natürlich geschraubt und diese erweitert. Des weiteren arbeitet Lightroom nun direkt mit der GPU zusammen, sofern die Grafikkarte den OpenGL Standard 3.3 beherrscht. So lagert Lightroom 6 etwa die Berechnungen an den Grafik-Chip aus und entlastet den Hauptprozessor.

In der Bilderverwaltung wird uns das sortieren der Fotos durch die automatische Gesichtserkennung vereinfacht, die wir aber erst aktivieren müssen. Diese Funktion gibt es schon länger in Photoshop Elements und es war an der Zeit, diese Funktion auch in Lightroom zu implementieren. Die Zuweisung von Schlagworten mit der Sprühdose, mit der man die zuletzt verwendeten Begriffe bequem auswählen kann, wurden verbessert. Die Vorschaubilder der Bibliothek werden in Lightroom 6 automatisch an den verwendeten Monitor angepasst. Mac-Besitzer dürfte das Import-Modul gefallen, mit der ihr Datenbanken aus Aperture einlesen könnt.

    • Die Sprühdose öffnet in der Bilderverwaltung ein Kontextmenü, auf dem ihr Schlagworte auswählen und einem Bild zuordnen könnt

    • In Adobe Photoshop Lightroom 6 führt Adobe Features ein, für die man bislang Zusatzsoftware brauchte

    • Die Gesichtserkennung wurde in Adobe Lightroom implementiert und man kann die Bilder nun mit Tags (Schlagworten) versehen

  • Neu bei der Bildverwaltung: Die Sprühdose öffnet auf Wunsch ein Kontextmenü, aus dem man die letzten verwendeten Stichworte auswählen kann

Adobe Lightroom 6 mit HDR- und Panorama-Funktion

Am interessantesten dürfte für euch das im Entwicklungs-Modul von Adobe Lightroom 6 eingeführter HDR-Funktion und Panorama-Funktion sein. Vorbei sind also die Tage, wo man um aus einer Belichtungsreihe ein HDR-Bild zu erstellen, das ganze in HDR Merge in Photoshop geöffnet werden musste. Einzelbilder können von nun an zu einem Panorama zusammengesetzt werden. Neu ist auch die Möglichkeit, den Radial- und Verlaufsfilter nachträglich mit dem Radierer bearbeiten zu können. So kann man nun Bildbereiche von der Korrektur ausgliedern, umgekehrt ist dies natürlich auch möglich.

Das Diashow-Modul und die Web-Galerien wurden ebenfalls erweitert, so kann man nun mit Hilfe von HTML5-Vorlagen hübsche, animierte Diashows und Galerien kreieren. Auf Wunsch funktioniert hier der Bildwechsel auch im Takt der  Musik, die man unterlegen kann.

Für die Anwender der Creative Cloud beziehungsweise von Lightroom CC vorbehalten ist Lightroom Mobile, welches in einer Android und iOS Version verfügbar ist. Unter anderem kann man hier seine Bilder bewerten, GPS-Koordinaten synchronisieren und Entwicklungseinstellungen per Copy&Paste von einem Bild auf das nächste zu übertragen.

Systemanforderungen

Damit Adobe Lightroom 6 und Lightroom CC auf euren Computern läuft, sollte gleich vorweg gesagt werden, dass es unter 32-Bit-Systemen NICHT mehr funktioniert. Auf dem Windows PC benötigt ihr mindestens Windows 7 mit Service Pack 1, auf dem Macs ab MacOS X 10.8 Mountain Lion. Für beide Systeme empfiehlt sich eine Grafikkarte, die mindestens OpenGL 3.3 unterstützt. Angeboten wird Lightroom 6 auf DVD in einer Box für ca. 150$ (die Vorgängerversion kostete in €uro 125,–). Die CC-Version erhält ihr direkt als Update der Creative Cloud, die für monatlich 11,89 € zu haben ist. Nur in der CC-Version erhält ihr Lightroom Mobile für mindestens iOS 7 und Android 4.1 Jelly Bean dazu.

Wenn ihr also ernsthaft an Bildbearbeitung und Fotografie interessiert seid, dann empfehle ich euch das CreativeCloud-Abo für Fotografen, welches ihr für 11,89€/Monat beziehen könnt. Das ist im Grunde nicht viel und wenn man bedenkt was wir ansonsten für Kamera-Ausrüstung, wie Body und Objektive (von Blitzen usw rede ich noch nicht einmal), ausgeben bin ich der Meinung das wir bei der Bildbearbeitungsoftware nicht sparen sollten. Und da führt meiner Meinung nach kein Weg an Adobe und deren Produkten wie Photoshop CC und  Lightroom CC vorbei.

Adobe Lightroom Tutorial – Bilder schärfen wie die Profis

Adobe Lightroom Tutorial – Bilder schärfen wie die Profis

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 Minuten

Hi Fotofreunde,

in diesen kurzen Tutorial möchte ich euch zeigen, wie man in Adobe Lightroom, seinen Bildern eine gewisse Grundschärfe verleiht nach Methoden, wie sie euch die Profis anwenden. Natürlich gibt es da ein paar Dinge zu beachten, wie zum Beispiel ob man die Bilder in JPEG oder in RAW fotografiert. Klar in JPEG Format gibt es schon von Haus aus eine gewisse Schärfe, mehr aus diesen Bildern herausholen hinsichtlich Bildbearbeitung könnt ihr hier nicht mehr. Dazu ist das Bildformat schon zu komprimiert und eine Bearbeitung würde hier eher flau und matt wirken. Wenn man aber in RAW fotografiert, hat man alle Sensor-Daten der DSLR/DSLM zur Verfügung, aber auch nicht die Schärfe die ihr aus diesen Bildern erwartet würdet.

RAW-Bilder in Adobe Lightroom oder Photoshop schärfen

Das Schärfen eines RAW-Bildes funktioniert sowohl in Adobe Lightroom als auch in Adobe Photoshop gleich, da beiden denselben RAW-Konverter nutzen. In Lightroom schärft ihr die Bilder im Entwicklungs-Modus unter dem Punkt „Details“, in Photoshop in Camera RAW auch unter dem Punkt „Details“.

Bevor ihr euch aber über die Schärfe eines Bildes hermacht, vergewissert euch das dieses Bild von Haus (also out of cam) scharf ist. Betrachtet also das Bild in der 100% Ansicht und beurteilt ob das Bild scharf ist. Anschließend könnt ihr mit dem Schärfen beginnen. Hierzu stehen euch 4 Regler zur Verfügung:

  • Betrag
  • Radius
  • Details
  • Maskieren

Betrag

Unter diesem Punkt legt ihr die Stärke der Schärfe fest. Wenn der Regler auf 0 steht, dann ist dieser als auch die anderen Regler inaktiv, wenn er auf 100 steht, dann habt ihr die maximal mögliche Schärfe erreicht. Als Faustformel könnt ihr hier

„Betrag = 100 – Luminanz (Wert der Luminanz bei der Rauschunterdrückung)“

anwenden. Das ist allerdings nur eine Faustregel und es bedarf eures Urteilsvermögens, ob ein Bild nachgeschärft gehört, beziehungsweise ob zuviel oder zuwenig geschärft wurde. Wenn zuviel geschärft wurde, erhaltet ihr einen weißen Saum entlang der Kanten)

Radius

Mit diesem Regler wird angezeigt, in welchem Umfang um einen Pixel der lokale Kontrast verstärkt wird. Bilder mit vielen Strukturen benötigen einen kleineren Wert!

Details

Mit dem Regler Details teilt man dem Bildbearbeitungsprogramm mit, ob und im welchen Umfang im Bild nach Strukturen gesucht werden soll.

Maskieren

Bei diesem Regler bedarf es normalerweise keiner genauen Erklärung. Hier kann man eine Maske erzeugen. Um diese sichtbar darzustellen, müsst ihr die (ALT)-Taste gedrückt halten und mit der Maus den Regler verschieben. Dies funktioniert genauso wie in Photoshop. Wo die Maske weiß darstellt, wird der Effekt wie schärfen dargestellt, da wo dieser schwarz ist, nicht.

Einstellungswerte für Architektur- und Landschaftsbilder

Bei Architektur- und Landschaftsbildern habt ihr Bilder mit Strukturen in den Flächen. Für folgende Bilder verwende ich diese Einstellungen:

  • Betrag = 100 – Luminanz (je nach Bild unterschiedlich)
  • Radius = 0,8 (eventuell auch weniger, damit keine Details verloren gehen)
  • Details = 35 (eventuell höher, um möglichst viele Details zu erhalten)
  • Maskieren = solange verschieben so dass ihr ein für euch passendes Ergebnis erzielt. Achtet hierbei auch auf den Himmel, da dieser bei zuviel Schärfe eine Körnung erhält.

Einstellungswerte für Porträtfotografie

Bei Portraitfotografie verwende ich hauptsächlich Photoshop, hier ist das anschließende Schärfen nach der Beautyretusche dran. Hier verwende ich andere Werte als in der Architektur- und Landschaftsfotografie:

  • Betrag = 100 – Luminanz (teilweise sogar etwas weniger)
  • Radius = 1,2 – 1,4 (achtet hier, das die kleinen Strukturen in der Haut nicht so stark geschärft sind)
  • Details = 15  Hier liegt der Fokus auf die Schärfe der Kontur eines Gesichtes, weniger in der Schärfe der Details, darum ist dieser Wert niedriger, als wie oben.
  • Maskieren = Euer Meinung ist hier wichtig, also verschiebt den Regler solange bis es für euch passt, aber achtet darauf, das die Haut nicht mitgeschärft wird(erinnert euch: (Alt)-Taste gedrückt halten und den Regler verschieben. Bei weiß wird der Regler angewendet, bei Schwarz nicht)

Was ist wichtig beim schärfen?

Wichtig beim nachschärfen ist für sich selbst zu wissen, wann es notwendig ist nachzuschärfen und wann eben nicht. Hier seid ihr selbst gefragt und was ihr mit euren Bildern erreichen wollt. Bei Portraits wird es mehr Sinn machen, beispielsweise die Wimpern und Augenbrauen zu schärfen, um diese mehr zur Geltung kommen zu lassen, während man bei der Landschaftsfotografie eher gewisse Objekte wie einen Wasserfall oder einen Baum nachschärft, um diesen mehr von der Umgebung abzugrenzen. Dies erfolgt in Lightroom mit dem Korrekturpinsel.

Bildbearbeitung abgeschlossen – Schärfen beim Export der Bilder

Nach dem ihr die oben genannten Punkte abgeschlossen habt, ist das Bild für euren Monitor ausreichend geschärft, was aber nicht bedeutet, das dies auch ausreicht, sobald ihr euer Bild ausdrucken möchtet. Hier müsst ihr nochmal im letzten Schritt nachschärfen, nämlich beim Export des Bildes. In Lightroom habt ihr hier die Funktion „Ausgabeschärfe“ im Export- oder Druck-Modus. Auf dem ersten Bild ist das ganze hier intuitiver als im Entwicklungs-Modus.

Links auf dem Monitor habt ihr hier die Auswahl zwischen „Bildschirm“, „Mattes Papier“ und „Glanzpapier“. Den ersten Punkt wählt ihr aus, wenn ihr euer Foto auf dem Monitor betrachtet haben wollt, es für eure Homepage hochladen oder auch auf Social Networks hochladen wollt. Die beiden anderen sind für die jeweiligen Papiersorten für den Druck optimiert.

Beachtet bitte, das diese Werte oben je nach Motiv und Bildkomposition unterschiedlich sein können, also es ist kein Allgemeinrezept für geniale Bilder.  Hier seid ihr selbst als Fotografen gefragt, was ihr mit euren Bildern aussagen oder erzielen wollt. Ich hoffe ich konnte euch bei der Bildbearbeitung weiterhelfen. Viel Spass beim fotografieren und der Bildbearbeitung.

25 Jahre Photoshop – diese Software hat die Fotografie verändert

25 Jahre Photoshop – diese Software hat die Fotografie verändert

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 Minuten25 Jahre gibt es mittlerweile die Bildbearbeitungs-Software Photoshop. Eine Software von der man wohl zurecht behaupten kann, sie habe die Bildbearbeitung verändert beziehungsweise die Einführung der DigitalFotografie vorangetrieben. 

Die Leichtigkeit mit der man kleine Details innerhalb von Bildern realistisch verändern kann, so dass man die Veränderungen auf dem ersten, zweiten Blick und bei manchen sogar nie, gehört heute zum Alltag in der Bildbearbeitung. Dies fängt schon alleine bei den Titelseiten der vielen Hochglanz-Magazine bis hin zu kleineren Shootings mit dem „Mädel von nebenan“, klar gibt es Alternativen, aber meiner Meinung nach fängt die wirkliche Bildbearbeitung mit Photoshop an. Hier sind Fantasien keine Grenzen gesetzt, sei es Wohnlandschaften am Computer zu errichten (wie es IKEA allzu gerne macht) bis hin zu den verrücktesten Ideen der Werbeagenturen.

Natürlich wird Photoshop nicht immer für Beauty-Retuschen oder Bild-Composings positiver Art verwendet, hier gibt es oft auch die Kehrseite der Medaille. Bilder die Konflikte, Unfälle oder sonstige Katastrophen zeigen, können genauso gut per Photoshop bearbeitet worden sein, etwa um die „Dramatik“ zu erhöhen.

Nun hat DIE Bildbearbeitungs-Software seinen 25. Geburtstag gefeiert. Dabei war es nicht einmal das erste Bildbearbeitungsprogramm, aber auf jedenfall schnell das erfolgreichste. Obwohl man heute Photoshop unweigerlich mit Adobe in Verbindung bringt, war es anfangs ein Familienprojekt, weit weg von heutigen StartUp-Eldorados wie dem Silicon Valley.

Ein Programm zum Anzeigen der Graustufen auf einem Schwarz-Weiß-Displays

Den ersten Schritt machte ein Student namens Thomas Knoll an der Universität von Michigan, mit der er die Graustufen auf einem Schwarz-Weiß-Monitor anzeigen wollte. Im Grunde also eine kleine Bastelübung eines fähigen Programmierers. Diese hätte es wohl bleiben können, wenn Thomas Bruder John nicht im Spezialeffekte-Studio Industrial Light & Magic von George Lucas gearbeitet hätte. Dieser sah in „Display“ (so der Name des Erstlingswerk seines Bruders) einen Start zur komplexen Bildbearbeitung. So fügte man später die Unterstützung weiterer Bildformate sowie Filter hinzu. Mit dieser konnt man schon einzelne Teile des Bildes sowie bestimmten Merkmalen die Farbsättigung verändern. Als man das Gefühl hatte, ein Programm für den kommerziellen Gebrauch geschaffen zu haben gingen die Gebrüder Knoll auf Investorensuche in der IT-Branche.

Doch anfangs ohne Erfolg: Heute bereits in Vergessenheit geratene Firmen wie SuperMac oder Aldus sagten den Brüdern Knoll ab, der erste Erfolg stellte sich überhaupt erst ein, als Barneyscan (ein Anbieter für Scanner) 200 Kopien des Programms zusammen mit seinen Geräten auslieferte. Erst als man einen Termin beim Software-Riesen Adobe hatte, sollte der Durchbruch gelingen. Adobe hatte zwar selbst ein Bildbearbeitungsprogramm in der Pipeline, jedoch kam man zum Entschluss, auf Photoshop zu setzen, da man der Meinung war, das es sich um das bessere Programm handle.

Mit einer Einigung per Handschlag wurde der Deal fixiert, doch dauerte es mehr als ein Jahr, genauer gesagt im Februar 1990, bis Version 1.0 auf dem Markt kam. Der Beginn eines Erfolgs, welcher die Einführung der Digitalfotografie vorantrieb.

Adobe setzt auf Abo statt Einzelverkauf

Vor etwa 3 Jahren leitete man bei Adobe einen radikalen Schnitt hinsichtlich seines Geschäftsmodells ein. Den der Vertrieb von Software wurde auf ein Abo-Modell umgestellt, betroffen davon neben Photoshop auch Lightroom, Illustrator (Vektor-Grafiken), Premiere (Videobearbeitung), After Effects oder InDesign. Im Gegensatz zu früher, wo man die jeweilige Software um mehrere hundert Dollar erwerben konnte – wobei viele angesichts der Preise zu illegalen Downloads aus dem Netz griffen – bezahlt man ab diesen Zeitpunkt einen monatlichen Fixpreis und kann aber sich so stets sicher sein, die aktuellste Version zu betreiben.

Doch Umsatz und Gewinn sinkten ins Bodenlose, was sich inzwischen aber wieder gebessert hat. UND: mittlerweile kann man sogar ein einheitliches User-Interface auf verschiedenen Plattformen gewährleisten, aber vor allem am mobilen Markt ist man hier mit starker – kostenloser – Konkurrenz konfrontiert.

Wohlstand ja – Doktortitel nein

Heute ist es dem geschäftlichen Weitblick der Gebrüder Knoll zu verdanken, das diese anfangs Adobe nur eine Lizenz einräumten und erst später nachdem die Software bereits erfolgreich war abkaufen lies, das diese im Wohlstand leben können. Thomas Knoll lebt zwar weiterhin in Michigan, aber er schrieb seine Doktorarbeit nie fertig. John Knoll machte in Hollywood als Meister für Special Effects Karriere und war unter anderem für Blockbuster wie StarWars, Avatar und für den zweiten Film der „Fluch der Karibik“-Reihe verantwortlich, für den er sogar einen Oscar erhielt.

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