ETTR – Expose to the right oder „Nach rechts belichten“

ETTR – Expose to the right oder „Nach rechts belichten“

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 2 Minuten

Schon eine Zeit her, seit meinem letzten Fotografie-Tutorial und so komm ich heute diesen hier nach. Und zwar möchte ich euch heute eine Aufnahmetechnik vorstellen, die der Kanadier Michael Reichmann vor mehreren Jahren entwickelt hat und diese Expose to the right genannt hat, kurz ETTR. Mit dieser Aufnahmetechnik wird das Bild derart überbelichtet so dass das Histogramm anschließend nah an der rechten Grenze liegt und mittels Bildbearbeitung anschließend im RAW-Konverter wie Adobe Lightroom oder RAWTherapee reduziert wird.

ETTR – Was ist das?

Mit ETTR („Expose to the right“) wird ein Konzept zur Reduzierung des Bildrauschens beschrieben. Diese Technik wird dem Kanadier Michael Reichmann zugeschrieben, der dazu im Jahr 2003 auf seinem Blog einen Artikel verfasst hat. Doch zurück zur Technik an sich: Ein Bildsensor produziert je nach dem ISO-Wert (=Lichtempfindlichkeit) mehr oder weniger starke Helligkeits- und Farbabweichung, die wir als Bildrauschen bezeichnen. Dieser geht mit höheren ISO-Werten mit den Verlust von Details einher und gibt dem Bild eine Körnung, die nicht so ästhetisch wie noch zu Analog-Zeiten sich präsentiert.

Wenn man sich also mit Bildrauschen beschäftigt, kommt man zunächst zu dem Schluss das Bildrauschen eher in den dunklen Bereichen des Bildes vorkommt, was aber so nicht ganz richtig ist. In den hellen Bereichen wird es nur ganz gut überlagert und ist somit weniger sichtbar als in den dunklen Bereichen.

Expose to the Right – ETTR – so geht´s

Ich war vergangenes Wochenende wieder in Wien unterwegs und hatte ein paar Architekturbilder bei Nacht gemacht, während das Samsung Galaxy S6 Edge daneben fleissig am Timelapse Video zugange war. Später dann hab ich mich gleich an die Bilder ran gesetzt und so zeige ich euch jetzt hier die Bearbeitungsschritte:

Zunächst hab ich mein Bild etwas überbelichtet so dass mir die Belichtungswaage mindestens +1EV angezeigt hat.

 



Danach hab ich diese Überbelichtung in LightroomCC um genau diesen Wert zurückgesetzt, um das Ausbrennen der überbelichteten Bereiche zu verhindern.

Bildschirmfoto 2015-07-06 um 13.24.30

Anschließend hab ich meinen normalen Bearbeitungsworkflow durchgeführt, das heißt die Lichter auf -100, die Tiefen auf +100 gesetzt und dann den Weiß- und Schwarz-Wert mit gedrückter Alt-Taste angeglichen.

ETTR

Wie ihr nun am fertigen Bild sehen könnt, weißt das Bild keinerlei ISO-Rauschen auf und es weißt bis hin zu den dunklen Stellen gute Kontraste und Schärfe auf. Somit wäre auch die ETTR Methode erklärt und ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen ;-) (die volle Größe und Auflösung könnt ihr auf meinem Flickr-Profil entnehmen)

 ETTR
Panoramafreiheit in Gefahr durch EU-Gesetz

Panoramafreiheit in Gefahr durch EU-Gesetz

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 Minuten

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Das könnte bald teuer für uns werden und nebenbei bemerkt, geht mir der große Bürokratenhaufen namens Europäische Union (kurz EU) langsam aber sicher auf dem Sack. Neuesten Plänen zufolge möchte die EU die sogenannte Panoramafreiheit in Europa kippen. An sich nichts besonderes, außer das man somit das Recht verlieren kann, historische Gebäude und Skulpturen zu fotografieren und später zu veröffentlichen, das betrifft also auch eure Urlaubsbilder, die ihr auf Facebook, Twitter, Instagram & Co weiterteilt. 

Die EU-Bürokraten schlagen zu, denn wenn ihr in Zukunft ein Urlaubsfoto (sagen wir zB vom Wiener Stephansdom oder den Kölner Dom) teilen wollt, dann solltet ihr vorher den Urheberrechtsbesitzer auffinden, mit ihm die Veröffentlichung aushandeln und ihn natürlich unterschreiben lassen, dass ihr das Bild auch wirklich weiterteilen dürft. Nicht nur das es teilweise ein Ding der Unmöglichkeit ist, beweist das wieder einmal, um welche Dinge sich die Europäische Union lieber kümmert, als sich endlich mal um die Asylproblematik oder den „Grexit“ zu kümmern. Tut man das ganze im Übrigen nicht, kann der Rechteinhaber euch in Zukunft wegen Urheberrechtsverletzungen verklagen, was Angesichts hoher Anwaltskosten und Strafen ziemlich teuer werden kann.

Was ist die Panoramafreiheit?

Mit der Panoramafreiheit (auch Straßenbildfreiheit genannt) wird eine in vielen Rechtsordnungen der Welt festgelegte Einschränkung des Urheberrechts bezeichnet, die es jeden ermöglicht, urheberrechtlich geschützte Werke wie Gebäude, Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum bildlich wiederzugeben, ohne das hierfür der Urheber des Werkes um Erlaubnis gebeten werden muss. Dies gilt für die Fotografie als auch für die Verbreitung der Bilder.

Panoramafreiheit

Bald nicht mehr innerhalb der EU erlaubt zu fotografieren und zu verbreiten? – der Wiener Stephansdom

Vorschlag der EU-Piraten ins Gegenteil umgewandelt

Ursprünglich war der Plan eigentlich das Gegenteil, Julia Reda (Piraten) wollte eigentlich die

Nutzung von Fotografien, Videomaterial oder anderen Abbildungen von Werken, die dauerhaft an öffentlichen Orten platziert sind

europaweit erlauben. Jetzt heißt es plötzlich, die

„gewerbliche Nutzung von Fotografien, Videomaterial oder anderen Abbildungen von Werken, die dauerhaft an physischen öffentlichen Orten platziert sind, immer an die vorherige Einwilligung der Urheber oder sonstigen Bevollmächtigten geknüpft sein sollte.“

Bereits Anfang Juli wird das Plenum des EU-Parlaments über den Gesetzestext abstimmen. Der große Knackpunkt wird das Wort „gewerblich“ sein, denn niemand wird etwas dagegen unternehmen, das Merchandise von historischen Gebäuden lizenziert werden soll. Jetzt kommt das große ABER, denn es soll auch das Hochladen eines Fotos in soziale Medien wie Facebook als „kommerzielle Nutzung“ gelten. Wenn man nämlich ein Foto bei Facebook hochlädt, dann räumt ihr Facebook das kommerzielle Nutzungsrecht eurer Bilder ein (etwa zu Werbezwecken oder einfach nur um die Bilder überhaupt in euren Profil darzustellen – dies wird oft in diversen Fotografiegruppen falsch gedeutet!). Fällt die Panoramafreiheit also weg, dann habt ihr euch kein Recht mehr euer Bild bei Facebook hochzuladen!

Panoramafreiheit

Die aktuelle Lage der Panoramafreiheit in Europa

Fällt also die Panoramafreiheit, dann würde es Millionen von Europäern in die Bredouille bringen. Für gewisse Berufssparten würde das auch erhebliche Probleme bedeuten: Dokumentarfilmer, Journalisten oder Fotografen, die dann immer an die Urheberrechte des Architekten/Bildhauer/Maler/usw. denken müssen.

Was können wir dagegen tun?

Teilt diesen Artikel weiter und nehmt an der Wikipedia-Initiative teil, die dieses Vorhaben verhindern will. Wikipedia wäre als Seite selbst voll betroffen von dieser Regelung, deswegen sind sie selbst aktiv geworden in dieser Sache. Zusätzlich schreibt die nationalen Parteien eurer Länder an (gerne auch diverse Politiker direkt) und macht Druck über die Sozialen Medien. Noch ist es nicht zu spät, dieses Vorhaben der europäischen Union zu verhindern.

(via Slashcam via derStandard

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Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II – Testbericht

Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II – Testbericht

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 4 Minuten

Seit einiger Zeit hab ich nun zu meinen Objektiven mir auch ein Fisheye Objektiv gegönnt. Ich habe mich für eines aus dem Hause Samyang, genauer gesagt für das Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II, entschieden wobei ich mich hier aufgrund der vielen positiven Kommentare auf Amazon und auch via YouTube verleiten habe lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil.

Das Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II ist ein manuelles Weitwinkel-Fisheye-Objektiv, welches vor allem für DSLR mit APS-C Sensoren konzipiert wurde. Dieses Objektiv hat eine abnehmbare Sonnenblende und neben den Sony A-Mount Verschluss gibt es auch Versionen für Samsung NX, Sony E-Mount, Fuji X und M4 sowie für Nikon und Canon.

Das Fisheye wurde mit 10 Linsenelementen, welches in 7 Gruppen angeordnet ist, ausgestattet. Mehrschichtige Antireflexbeschichtungen wurden angewandt um Geisterbilder bzw Streulicht zu unterdrücken. Die abnehmbare Sonnenblende wird mit einem Bajonett fixiert. Ein becherförmiger Kunststoffobjektivdeckel an der Front schützt das Glas der Linse während dem Transport. Der Deckel passt auch locker in die Tasche, wenn das Objektiv gerade zum Einsatz kommt.

Für wen ist das Fisheye Objektiv geeignet?

Der Hauptgrund, sich für ein Fisheye Objektiv zu entscheiden, sind wohl die Verzeichnungen, die das Fisheye aufgrund der Fischaugen-Krümmung an der Front erzeugt wird. Das Fisheye (zu deutsch: Fischauge) ist ein Objektiv der spezielleren Art und findet seinen Einsatzzweck als Weitwinkel-Objektiv vor allem in der Landschaftsfotografie. Im Gegensatz zu den konventionellen Linsen bildet ein Fisheye eine sogenannte Hemisphäre mit deutlicher Verzerrung auf der Bildebene. Gerade Linien wie die eines Gebäudes zum Beispiel werden somit etwas gekrümmt dargestellt. Flächenverhältnisse werden so besser dargestellt als bei gewöhnlichen Weitwinkel-Objektiven. Das Fisheye aus dem Hause Samyang hat einen Blickwinkel von 180°.  Beim Samyang Fisheye wird das ganze stereographisch projiziert, weswegen geraden Linien weniger gekrümmt werden. Bei dieser Art von Objektiv fehlt es meist an elektronischen Kontakten für die Kamera, weswegen man beim Samyang 8mm f/3.5 Fisheye CS II manuell fokussieren und sogar die Blende einstellen muss. Auf der DSLR wird man daher auch keine Blendeneinstellung erkennen können, hier wird entweder f0 oder wie bei meiner Sony f/– angezeigt.

Entwickelt wurde dieses Objektiv um den gesamten Rahmen zu füllen, bei APS-C DSLR-Kameras beträgt der Blickwinkel 180°. Bei einer Vollformat-Kamera würde ich euch empfehlen, die Gegenlichtblende abzunehmen, da hier das Bild etwas beschnitten wird.

Erstellen und Ergonomie

Die Verarbeitung ist im großen und ganzen sehr gut, auch wenn das komplette Objektiv aus Plastik besteht, wurde es mit einem Bajonett-Verschluss aus Metall gefertigt und macht insgesamt einen hochwertig verarbeiteten Eindruck. Vor allem mit Hinblick auf dem Preis kann man hier nicht meckern. Der Blendenring der in der Nähe der Kamera liegt, ist aus Vollkunsstoff und hat diverse Raststufen welche merkbar einrastet. Das Frontelement der Linse ist nach außen gewölbt, weswegen man keinerlei Filter dranschrauben kann.

Der Fokusring befindet sich zwischen dem Blendenring und dem Bajonettverschluss für die Gegenlichtblende und ist etwa 30 mm breit und trägt eine etwa 20mm breite geriffelte Gummierung mit der man den Fokus reibungslos einstellen kann. In weiß wurden auf der Hinterkarte des Fokussierrings die Einstellungsmöglichkeiten eingraviert, welche Entfernungen von 0,3 m bis unendlich einstellbar machen. die Markierungen in orange zeigen die Entfernungen in Fuß.

Aufgrund der fehlenden elektronischen Kontakten bekommt ihr keine Metadaten auf die Kamera, so dass ihr am besten im Live-View eure Einstellungen überprüfen müsst um die optimalen Ergebnisse zu erzielen. Bei meiner Sony hab ich einen elektronischen Sucher, der mir die Belichtung nahezu ident mit dem Bildergebnis wiedergibt, hin und wieder muss man hier noch mit der Verschlusszeit sich herantasten.

Einsatzzweck

Ich verwende das Samyang Fisheye vor allem bei Landscape/Cityscape und auch bei LostPlaces, es könnte aber auch für Portrait-Fotografie eingesetzt werden. Ja ihr habt richtig gelesen, auch für Peoplefotografie. Allerdings muss es hier zum Motiv passen und ich würde da nicht einfach so drauflos knipsen. Sollte ich demnächst mal dazu die Gelegenheit haben, werd ich dazu ein Bild nachreichen.

SAMYANG 8mm f/3.5 Fish-Eye CS II – Fotos nach Rezept

Für die Landschafts- bzw Cityscape-Fotografie wähle ich zumeist die Blende f/8 da ich hier die optimale Schärfe bei diesen Objektiv habe, bei Fototouren in der Nacht wähle ich  auch manchmal Blende 11 oder 16 je nachdem wie stark der Lichteinfall von meiner Location in Wien ist und ich so vermeiden will, das sich unschöne Blendenflecke im Bild bilden.

Wenn man sich also etwas „warm geschossen“ hat mit dem Objektiv dann hat man seine Freude mit dem Fisheye. Ich sogar schon fast so sehr, dass ich es fast als mein „Immer-drauf“-Objektiv verwende. Aufgrund des Weitwinkels und der geringen Brennweite hatte ich auch meinen Spass bei der Wiener Automesse im Januar diesen Jahres, bei der ich ziemlich knapp an das Auto heran kam und trotzdem das gewünschte Motiv im Bild hatte.  Lustig waren hier auf jeden Fall die Blicke von manchen Fotografen und anderen Besuchern, die mich bis auf einen halben Meter an einen Auto dran sahen und ich geknipst hatte. So ist zum Beispiel das Bild vom Audi Q7 entstanden welches ihr in der folgenden Diashow sehen könnt ;-)

Vienna Autoshow 2015

Landscape/Cityscapes – Fotografie

Bei der Landschaftsfotografie sehe ich die Stärken des Fisheye-Objektiv, da man so sehr viel des gewünschten Motiv ins Bild bekommt. 180° Weitwinkel sind hier schon eine Ansage und hier sehe ich den besten Einsatzzweck des Samyang:

Cityscapes in Wien

Landscape-Fotografie

Genau wegen Landschaften hab ich mir schlussendlich das Fisheye gekauft und stellt neben den Cityscapes meinen Hauptverwendungszweck des Fisheyes da. Ich verwendete bei diesen Bildern hauptsächlich die Blende 8 und hab auf unendlich fokussiert (wir erinnern uns: die liegende 8!)

#LostPlaces  – Fotografie

Leider komme ich viel zu selten dazu, genügend Recherche für einen Lost Place durchzuführen, weswegen ich hier nur mit ein paar Bildern aufwarten kann. Lost Places unterscheidet sich im Grunde von keiner anderen Form der „Lichtmalerei“, übt aber auf die meisten Fotografen eine gewisse Faszination aus. Hier ist vor allem wichtig eine gute Blickführung zu haben und den Lichtverlauf gut abzubilden. Bei dieser Art von Fotografie benötigt man definitiv Zeit um einen geeigneten Platz zu finden und vor Ort zu fotografieren. Und meiner Meinung nach möchte man da möglichst viel auf das Bild bekommen, weswegen man mit normalen Objektiven da zwar auch gut fotografieren kann, aber mit einen Fisheye bekommt man hier definitiv mehr auf das Bild und durch die Krümmung bekommen diese Bilder einen eigenen Flair. In der Nähe von Wien gibt es hier einen guten LostPlace den ich schon ein paar Mal aufgesucht hatte (Tipps und Tricks zu LostPlaces-Fotografie gibt es demnächst):

Mein Fazit:

Alles in allem kann ich euch das Samyang 8 mm / f3.5 Fisheye CS II wärmstens empfehlen. Ich verwende es fast jedes Mal wenn ich meine DSLR in die Hand nehme und bin täglich begeistert von der Performance dieses Objektivs. Es steht auch meiner Meinung nach dem baugleichen (und etwa 200€ teureren) Walimex Pro Fisheye in nichts nach.

25 Jahre Photoshop – diese Software hat die Fotografie verändert

25 Jahre Photoshop – diese Software hat die Fotografie verändert

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25 Jahre gibt es mittlerweile die Bildbearbeitungs-Software Photoshop. Eine Software von der man wohl zurecht behaupten kann, sie habe die Bildbearbeitung verändert beziehungsweise die Einführung der DigitalFotografie vorangetrieben. 

Die Leichtigkeit mit der man kleine Details innerhalb von Bildern realistisch verändern kann, so dass man die Veränderungen auf dem ersten, zweiten Blick und bei manchen sogar nie, gehört heute zum Alltag in der Bildbearbeitung. Dies fängt schon alleine bei den Titelseiten der vielen Hochglanz-Magazine bis hin zu kleineren Shootings mit dem „Mädel von nebenan“, klar gibt es Alternativen, aber meiner Meinung nach fängt die wirkliche Bildbearbeitung mit Photoshop an. Hier sind Fantasien keine Grenzen gesetzt, sei es Wohnlandschaften am Computer zu errichten (wie es IKEA allzu gerne macht) bis hin zu den verrücktesten Ideen der Werbeagenturen.

Natürlich wird Photoshop nicht immer für Beauty-Retuschen oder Bild-Composings positiver Art verwendet, hier gibt es oft auch die Kehrseite der Medaille. Bilder die Konflikte, Unfälle oder sonstige Katastrophen zeigen, können genauso gut per Photoshop bearbeitet worden sein, etwa um die „Dramatik“ zu erhöhen.

Nun hat DIE Bildbearbeitungs-Software seinen 25. Geburtstag gefeiert. Dabei war es nicht einmal das erste Bildbearbeitungsprogramm, aber auf jedenfall schnell das erfolgreichste. Obwohl man heute Photoshop unweigerlich mit Adobe in Verbindung bringt, war es anfangs ein Familienprojekt, weit weg von heutigen StartUp-Eldorados wie dem Silicon Valley.

Ein Programm zum Anzeigen der Graustufen auf einem Schwarz-Weiß-Displays

Den ersten Schritt machte ein Student namens Thomas Knoll an der Universität von Michigan, mit der er die Graustufen auf einem Schwarz-Weiß-Monitor anzeigen wollte. Im Grunde also eine kleine Bastelübung eines fähigen Programmierers. Diese hätte es wohl bleiben können, wenn Thomas Bruder John nicht im Spezialeffekte-Studio Industrial Light & Magic von George Lucas gearbeitet hätte. Dieser sah in „Display“ (so der Name des Erstlingswerk seines Bruders) einen Start zur komplexen Bildbearbeitung. So fügte man später die Unterstützung weiterer Bildformate sowie Filter hinzu. Mit dieser konnt man schon einzelne Teile des Bildes sowie bestimmten Merkmalen die Farbsättigung verändern. Als man das Gefühl hatte, ein Programm für den kommerziellen Gebrauch geschaffen zu haben gingen die Gebrüder Knoll auf Investorensuche in der IT-Branche.

Doch anfangs ohne Erfolg: Heute bereits in Vergessenheit geratene Firmen wie SuperMac oder Aldus sagten den Brüdern Knoll ab, der erste Erfolg stellte sich überhaupt erst ein, als Barneyscan (ein Anbieter für Scanner) 200 Kopien des Programms zusammen mit seinen Geräten auslieferte. Erst als man einen Termin beim Software-Riesen Adobe hatte, sollte der Durchbruch gelingen. Adobe hatte zwar selbst ein Bildbearbeitungsprogramm in der Pipeline, jedoch kam man zum Entschluss, auf Photoshop zu setzen, da man der Meinung war, das es sich um das bessere Programm handle.

Mit einer Einigung per Handschlag wurde der Deal fixiert, doch dauerte es mehr als ein Jahr, genauer gesagt im Februar 1990, bis Version 1.0 auf dem Markt kam. Der Beginn eines Erfolgs, welcher die Einführung der Digitalfotografie vorantrieb.

Adobe setzt auf Abo statt Einzelverkauf

Vor etwa 3 Jahren leitete man bei Adobe einen radikalen Schnitt hinsichtlich seines Geschäftsmodells ein. Den der Vertrieb von Software wurde auf ein Abo-Modell umgestellt, betroffen davon neben Photoshop auch Lightroom, Illustrator (Vektor-Grafiken), Premiere (Videobearbeitung), After Effects oder InDesign. Im Gegensatz zu früher, wo man die jeweilige Software um mehrere hundert Dollar erwerben konnte – wobei viele angesichts der Preise zu illegalen Downloads aus dem Netz griffen – bezahlt man ab diesen Zeitpunkt einen monatlichen Fixpreis und kann aber sich so stets sicher sein, die aktuellste Version zu betreiben.

Doch Umsatz und Gewinn sinkten ins Bodenlose, was sich inzwischen aber wieder gebessert hat. UND: mittlerweile kann man sogar ein einheitliches User-Interface auf verschiedenen Plattformen gewährleisten, aber vor allem am mobilen Markt ist man hier mit starker – kostenloser – Konkurrenz konfrontiert.

Wohlstand ja – Doktortitel nein

Heute ist es dem geschäftlichen Weitblick der Gebrüder Knoll zu verdanken, das diese anfangs Adobe nur eine Lizenz einräumten und erst später nachdem die Software bereits erfolgreich war abkaufen lies, das diese im Wohlstand leben können. Thomas Knoll lebt zwar weiterhin in Michigan, aber er schrieb seine Doktorarbeit nie fertig. John Knoll machte in Hollywood als Meister für Special Effects Karriere und war unter anderem für Blockbuster wie StarWars, Avatar und für den zweiten Film der „Fluch der Karibik“-Reihe verantwortlich, für den er sogar einen Oscar erhielt.

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