Was heißt HDR?

Was heißt HDR?

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HDR ist ein Wort, das ständig irgendwo im Netz oder im allgemeinen Sprachgebrauch der Fotografie auftaucht, doch was ist es überhaupt, ist es heutzutage noch notwendig, welche Vorteile gibt es, welche Nachteile? In diesen Artikel gehe ich auf das Thema genauer ein.

HDR – Was ist das?

Mit der Abkürzung HDR ist eigentlich „High Dynamic Range“ gemeint. Das bedeutet, dass Bilder über einen hohen Dynamik-Umfang verfügen und einen hohen Kontrast haben. Den hohen Dynamikumfang braucht man wenn der Sensor ein Motiv nicht komplett einfangen kann, wenn Stellen entweder zu Dunkel oder ausgebrannt sind. Mit der High Dynamic Range – Technik hat man eine gleichmässige Helligkeit, sind oft kontrastreicher und Details im Bild lassen sich besser erkennen.

HDR – Wie funktioniert das?

Bei einem HDR-Bild macht man eine Mehrfachbelichtung. Gehen wir vom Idealfall aus, sind das mindestens 3 Bilder. Eines unterbelichtet, eines normal belichtet und eines überbelichtet. Ist man mit einer DSLM/DSLR unterwegs kann man das entweder direkt in der Kamera verrechnen lassen, hat dann aber keine vollständige Kontrolle über sein Bild. Wenn man in RAW fotografiert, muss man nachher selbst Hand anlegen. Sprich Photoshop oder Affinity Photo (oder ein anderes Programm) starten die drei Bilder importieren und dann verrechnen lassen, damit es zu einen Bild zusammengefügt ist.

HDR auf dem Smartphone

Smartphone-Fotografen haben es da leichter, weil hier die Smartphone-Cam automatisch 3 Bilder schießt und automatisch zu einem Bild verrechnet und ausgibt. Man kann hier zwar auch nacharbeiten, aber bei JPEGs ist der Dynamik-Bereich gegenüber einer RAW-Datei eher gering.

HDR

HDR Bild der New Yorker Skyline (Quelle: Paulo Barcellos Jr. – https://www.flickr.com/photos/paulobar/230134559/)

Welche Vorteile ergeben sich?

Der Vorteil von HDR ist schnell erklärt:
  • Man hat eine gleichmässige Ausleuchtung und Helligkeit
  • Einen höheren Kontrast
  • Dunklere Bilder werden heller
  • Verwacklungen können korrigiert werden.

Welche Nachteile gibt es?

Meiner Meinung nach ist die Technik heutzutage garnicht mehr notwendig, weil die Dynamik-Bereiche der Kamerasensoren enorm zugelegt haben. Ich persönlich habe immer mit Sony fotografiert und die haben von Haus aus einen hohen Dynamik-Umfang. Selbiges gilt für die meisten Nikon-Kameras, die ebenfalls über einen Sony-Sensor verfügen. Einzig bei Canon-Fotografen ist die Technik meiner Meinung nach notwendig, weil der Dynamik-Umfang hier bei den Sensoren geringer ist. Das soll jetzt kein Canonbashing werden, es ist nunmal ein Fakt, den man so schnell nicht weg argumentieren kann.

 

Bessere Urlaubsfotos machen mit diesen 11 Tipps

Bessere Urlaubsfotos machen mit diesen 11 Tipps

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Du willst bessere Urlaubsfotos machen, um deinen Urlaub immer wieder genießen zu können? Mit meinen 15 Fotografie-Tipps gelingt es dir garantiert, egal ob du eine DSLR oder nur ein Smartphone dein eigen nennst. Die Idee auf diesen Artikel kam mir, als ich die Bilder von meiner Venedig-Reise mir die Tage angesehen habe.

Tipp 1 | Lerne deine Kamera VOR dem Urlaub kennen!

Die meisten Kameras haben die Möglichkeit, Einstellungen zu verändern, egal ob du ein Smartphone oder eine Kompaktkamera hast. Auch verschiedene Aufnahme-Modi für Landschaften und Portraits sind nun keine Seltenheit mehr. Bei Smartphones gibt es mittlerweile intelligente Software, die automatisch erkennt welches Motiv vor der Linse ist und stellt die Kamera dementsprechend ein. Trotzdem, wenn du Basics eines Fotografen kennenlernst, dann werden deine Bilder fast automatisch besser (ein wenig Übung vorausgesetzt).

Tipp 2 | Wähle den richtigen Bildausschnitt!

Die meisten Urlauber oder Hobbyknipser halten einfach drauflos und fotografieren, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Ich überlege mir vor dem Auslösen meiner Kamera, was ich in den Vordergrund rücken will und platziere das Objekt entsprechend der Gestaltungsregeln. Zu den Gestaltungsregeln will ich euch nicht wieder einen Text verlinken, ein Video ist da viel einprägender:

Tipp 3 | Bessere Urlaubsfotos mit einer interessanten Perspektive!

Bei meinen letzten Urlauben hab ich vermehrt darauf geachtet: Die meisten fotografieren einfach nur im Stehen beziehungsweise ist es so am „bequemsten“. Dadurch haben wir aber quasi immer denselben Blickwinkel und die Bilder wirken dann eben wie das was sie sind: Schnappschüsse, aber keine guten Urlaubsfotos. Geht also in die Knie, legt euch auf den Boden oder sucht euch einen erhöhten Punkt wie Mauern oder Geländer. (sofern das erlaubt und sicher ist natürlich). Der Perspektivenwechsel gibt euren Urlaubsfotos auf jeden Fall das gewisse Etwas.

Bei beiden Bildern lag die Kamera fast auf den Boden um die Spiegelung der Regenlacke davor mit drauf zu haben. Durch Langzeitbelichtung ist dadurch eine schöne Spiegelung entstanden.

Tipp 4 | Spiele mit der Schärfentiefe!

Das Hauptmotiv scharf und der Hintergrund unscharf fotografiert. Nein es muss nicht alles scharf auf einen Bild sein ;-). Wir Fotografen sprechen hier übrigens von Tiefenschärfe oder Schärfentiefe (Depth of Fields). Dazu musst du aber keine teure Spiegelreflexkamera haben, das geht genauso auch mit dem Smartphone: Nimm dein Hauptmotiv ins Bild, Fokussiere darauf und achte darauf das du möglichst viel Raum im Hintergrund hast. Et Voila du hast einen unscharfen Hintergrund und ein scharfes Motiv im Vordergrund. Nachträglich geht es über die Smartphone App auch, extra einen Unschärfe-Effekt einzufügen.

Urlaubsfotos

Tipp 5 | Fotografiere Menschen und Gesichter!

Ich weiß ich weiß, hauptsächlich fotografiert man auf Reisen die Orte, die man besucht, aber man kann das auch mit ein paar Porträts verbinden. Das hat auch den Vorteil das man sich die Fotos von dir und deinen Freunden nachher noch einmal gerne gemeinsam ansieht. Und dann in Erinnerungen schwelgen kann. UND: Man kann verdeutlichen wie groß ein Bauwerk war oder, wie in meinem Fall, wie eng manche Gassen in Venedig sein können:

Tipp 6 | Halte den Horizont in der Waage!

Sollte man eigentlich nicht erwähnen müssen, vielen fällt das beim Fotografieren auch nicht auf. Die Rede ist vom Horizont der schief ist. Das verhaut für mich persönlich jeden noch so geilen Shot, aber ich hab den Vorteil das ich in der Bildbearbeitung daheim nachkorrigieren kann. Sollte ich den Laptop nicht in den Urlaub genommen haben, was ich jedoch die meiste Zeit mache.

Tipp 7 | Achte aufs Licht!

Ihr habt euch schon mal gefragt wie Fotografen die geilen Bilder hinkriegen wenn sie auf Reisen sind? Das liegt daran das man sich vorteilhaftes Licht aussucht. Also in der Mittagssonne bleibt die Kamera in der Tasche, die Stichworte heißen hier Goldene Stunde oder Blaue Stunde. Insgesamt ist es vorteilhaft, wenn ihr euch den Sonnenstand zu nutze macht, weil das interessante Kontraste ins Bild bringt. Morgens hat man übrigens noch den Vorteil, das die meisten Touristen noch in der Waagrechte liegen ihr also weniger Personen auf den Bildern habt und ungestört seid. In Venedig hatte ich das genutzt, weil unter Tags der Markusplatz beispielsweise randvoll ist, zur blauen und goldenen Stunde am Morgen konnten wir ungestört die kostümierten Personen fotografieren. Hatte einfach ein anderes Flair.

Was ist die Goldene Stunde?

Wir Fotografen bezeichnen die Zeit kurz NACH dem Sonnenaufgang oder kurz VOR dem Sonnenuntergang als „goldene Stunde“. Zu dieser Zeit ist das Sonnenlicht rötlicher und weicher als etwa zur Mittagszeit. Die Zeit ist also ideal für Gegenlichtporträts, Landschaften und Gebäude sehen aber zu der Zeit aber auch viel geiler aus.

Urlaubsfotos

Was ist die blaue Stunde?

Die „blaue Stunde“ ist die Zeit der Dämmerung nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit. Die Zeit zur Morgendämmerung und kurz vor Sonnenaufgang bezeichnet man auch als „blaue Stunde“. Die Sonne befindet sich hier etwa 4-8° unterhalb des Horizonts.

Urlaubsfotos

Egal zu welcher der „Stunden“ ihr fotografiert, es wäre von Vorteil wenn ihr eure Kamera einstellen könnt, was mich zwangsläufig zu Tipp 1 bringt. ;-)

Tipp 8 | Nimm dir Zeit!

Kennst du den Spruch:“Ich bin im Urlaub und nicht auf der Flucht“? Für bessere Urlaubsfotos muss man sich Zeit nehmen und vor allem Geduld haben. Was bringt es dir wenn du Fotos von Sehenswürdigkeiten schießt und hast lästige Touris vor der Linse, die dir womöglich noch den Spot verdecken. Ein Beispiel bei mir war der Trevi-Brunnen in Rom vergangenen Oktober. Der Brunnen ist eine große Attraktion und dementsprechend war hier auch fast kein Platz. Ich hab mir hier mit einer Langzeitbelichtung geholfen (keine Sache die man als Otto-Normalverbraucher auf die Schnelle machen kann, aber ich will es mal gesagt haben).

Urlaubsfotos

Tipp 9 | Smartphone-Fotograf? Verwende eine HDR-App!

Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Und wenn es das Smartphone ist, dann ist das auch kein Beinbruch. Was ich hier empfehlen kann ist, die HDR-Funktion zu nutzen. Mit dieser Funktion schießt deine Smartphone-Cam drei Bilder, eines überbelichtet, eines normalbelichtet, eines unterbelichtet und das wird zu einem Bild verrechnet. Das Ergebnis ist ein Bild mit kräftigen Farben und keine zu harten Schatten oder ausgebrannten Lichtern. HDR steht übrigens für High Dynamic Range.

Tipp 10 | Auch bei Urlaubsfotos macht Übung den Meister!

Der zweitwichtigste Tipp für bessere Urlaubsfotos ist: ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN! Man kann einfach nicht erwarten das man den Artikel ließt und dann gleich geile Bilder schießt. Man sollte die Kamera Basics schon kennen und ein wenig herumprobieren, bis man ein Gefühl für die Einstellungen bekommen hat. Klar kann man mit Automatik-Modi schon passable Ergebnisse erzielen, du liest den Artikel aber weil du bessere Ergebnisse erzielen willst, nicht wahr?

Tipp 11 | Genieße den Urlaub!

Der wichtigste Tipp zum Schluss: Genieße deinen Urlaub. Es ist auch gut mal die Kamera beiseite zu legen und dich zu entspannen, denn dafür ist der Urlaub schließlich da. Und die Fotos sind dann noch gleich schöner wenn du sie mit spannenden Momenten aus diesen Urlaub verknüpfen kannst.

Facebook überdenkt Nacktheitspolitik

Facebook überdenkt Nacktheitspolitik

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Wir Fotografen können ein Lied davon singen: künstlerische Akt-Fotos müssen von bestimmte Art und Weise zensiert werden, damit sie auf Facebook und Instagram nicht gelöscht werden. Zusätzlich läuft man ständig Gefahr, dass das eigene Profil gesperrt wird usw. Eine Protestaktion des Fotografen Spencer Tunick dürfte Facebook noch zum Umdenken bewegen.

Dieser organisierte am 02.06 ein Nacktfoto-Shooting direkt vor den New Yorker Facebook-Büros. So wollte er auf die komische Interpretation von Nacktheit auf Facebook und Instagram protestieren.

Das Shooting selbst fand folgendermaßen statt: Tunick leitete über hundert Menschen an, sich nackt auf den Bürgersteig zu legen, die Genitalien waren mit vergrößerten Abdrücken männlicher Brustwarzen bedeckt, Frauen hatten männliche Brustwarzenaufkleber. Das Ganze lief in Zusammenarbeit mit der National Coalition Against Censorship (NCAC). Auf Instagram gibt es darüber auch schon einen Post von Tunick:

https://www.instagram.com/p/ByX3FjchKxT/

Tunick wurde bereits mehrmals in New York verhaftet weil er ohne Erlaubnis Aktfotos gemacht hatte. Das besagte Protest-Shooting war das erste in New York seit 20 Jahren. Er selbst gab dazu trocken an, das die Leute „eh bekleidet“ waren, da sie ja Brustwarzen aufgeklebt hatten, kreative Antwort wenn ihr mich fragt.

Diese Woche Mittwoch gab der NCAC bereits an, das sie zusammen mit Facebook an den Nackheitsrichtlinien arbeiten wird. Derzeit sind ja „Nacktheit“ und „weibliche Brustwarzen“ verboten. Berichten zufolge will man hier mit einer Gruppe von Künstlern, Kuratoren und Aktivisten treffen, um die derzeitigen Auswirkungen der Richtlinien besprochen werden. Ich kann dazu nur sagen:

via GIPHY

Die Nacktheitspolitik von Facebook lautet derzeit wie folgt:

Aktuell hat Facebook ein Problem mit Bildern auf denen weibliche Brustwarzen enthalten sind. Aber nicht bei allen, bei Frauen die aktiv stillen oder Bildern von Gemälden, Skulpturen und anderen Kunstfiguren greift der Algorithmus nicht. Und trotzdem passiert es trotz des Teils:“Fotografien über Gemälde, Skulpturen und andere Kunstwerke“ das auch diese zensiert werden. Beispielsweise Gemälde von Peter Paul Rubens und antike römische Statuen wurden bereits wegen Nacktheit gemeldet und von Facebook verbannt.

Doch auch Kultfotos wurden von Facebook verbannt weil sie „gegen die Community-Standards verstießen“, wie zum Beispiel das Foto von Nick Uts „Napalm Girl“.

Facebook
Entsprach nicht den Community-Standards: „Napalm Girl“ von Nick Uts

Im Fall des „Napalm Girl“ Fotos eskalierte das aber seitens der Community. Facebook hat daraufhin die Zensurbeschränkungen rund um „berichtenswerte“ Bilder gelockert.

Scrollt mal selbst durch die Feeds von Facebook und Instagram und schaut gezielt nach „Akt-Bildern“. Ich mag persönlich Akt-Fotografie – sofern kunstvoll und nicht billig gemacht – sehr. Und genau auf beiden Netzwerken sieht man diese Bilder eben nur zensiert. Mir haut es so den Gesamteindruck des Bilds zusammen, weil ich ständig dann nur auf die Zensur hinschauen muss. Und trotzdem ist das kein Schutz vor Löschung seitens Facebook. Und die meisten werden auch deswegen gesperrt für ein paar Tage. Nervig und frustrierend einfach. Vor allem wenn man vergleicht wieviel Gewalt-Videos und Fotos auf Facebook geteilt werden ohne Probleme. Noch witziger ist ja, das die USA „Mutterland des Pornos“ ist, andererseits wegen ein paar Nippel sich prüde zeigt.

Umso mehr erstaunt es mich aber, dass das Shooting von Spencer Tunick offenbar so sehr Wirkung gezeigt hat, das der blaue Riese einknickt und seine Nacktheitspolitik für Fotografen überdenkt. Ich hoffe ehrlich, das sich da was tut, denn ich hasse die Zensur. #freenipples

via (diyphotography.net)

Facebook – der Spielplatz für Fotografen

Facebook – der Spielplatz für Fotografen

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 2 MinutenGerade heimgekommen, dachte ich mir ich sehe mir mal an, was ich heute so auf Facebook verpasst hatte, als ich mit meiner Tochter unterwegs war. UND: enttäuscht wurde ich nicht, in diversen Fotografie-Gruppen gehen sich wieder einmal die Fotografen gegenseitig an die Gurgel. Einmal wegen der Bearbeitung, einmal wegen den derzeitigen üblichen Trends, das Model mittig zu platzieren, ein 35mm Objektiv zu verwenden und als Bildlook einmal das Bild mit einen Preset in Braun-Cyan-Look zu tauchen. Als mal wieder weg von den sonst üblichen Gebashe über den einen oder anderen Kamerahersteller, nein heute ging man sich gegenseitig an die Kehle.

Facebook und der Trollmodus

Ok, zugegeben, das ist nicht nur heute so, das ist fast täglich in diversen Gruppen zu beobachten, als ob man sich gegenseitig die Models, das Equipment oder auf den Erfolg neidisch (wegen der Likes) wären, anstatt das man sich mit gegenseitigen Respekt behandelt. Dabei ist das nicht einmal in den deutschsprachigen Gruppen der Fall, auch in den internationalen geht es so zu.

Ich muss selbst zugeben das ich mich eine Zeit lang selbst dem ganzen hingegeben habe, aber seit Monaten denke ich mir schon „wozu das ganze?“. Bringt es mich persönlich weiter, wenn ich mich auf andere Fotografen einschieße? Werde ich selbst besser dadurch, das ich einen Anfänger runterputze, weil er den Fokus nicht getroffen hat, die Modelpose nicht die Beste ist oder das dieser die Retusche am Besten jemand anderen überlässt? Ich kann alle dieser Fragen nur noch mit einen klaren „Nein“ (kombiniert mit heftigen Kopfschütteln wie ein Wackeldackel) beantworten. Und so hab ich mich dazu entschlossen, nur noch konstruktiv Bilder zu kommentieren und wenn mir mal dazu kein Oberlehrer-Spruch einfällt, das ich einfach drüber scrolle. Spart insbesondere mir ein Vielfaches an Nerven (weil diejenigen dann oft sich sowieso rechtfertigen und ihr Bild bis aufs Blut verteidigen) und ich kann mich mehr auf mich konzentrieren.

facebook

Wie auch immer, ich konzentriere mich selbst auf einige wenige Gruppen, bei denen ich Admin bin, und halte mich bei den restlichen so gut es geht raus. Auf eine „meiner“ Gruppen bin ich da besonders stolz, weil es seit der Gründung vor ein paar Monaten keinerlei Gebashe zu irgendeinen Beitrag gab, sondern so wie es sein soll, konstruktiv und lehrreich, so stelle ich mir eine Fotografie-Facebook-Gruppe vor. Jetzt kommt der Werbeteil :D : Wenn ihr ebenfalls Teil dieser Gruppe sein wollt, dann schaut auf Facebook beim Fotografie-Clan vorbei, da wird euch geholfen und ihr könnt euch auf normalen Wege weiter entwickeln, ohne das euch wer grundlos niedermacht.

Geht es euch genauso? Nervt euch auch das „Mimimi“ in Facebook-Gruppen? Schreibt es mir in den Kommentaren…

Konstruktive Kritik ja – aber bitte auch richtig

Konstruktive Kritik ja – aber bitte auch richtig

Zeit zum Lesen dieses Artikels: 3 MinutenSchon etwas länger her, seitdem ich hier auf dem Blog einen Artikel geschrieben habe, die Zeit ließ es leider nicht zu. Nichts desto trotz fällt mir in letzter Zeit eine kleine Unart in diversen Fotogruppen auf Facebook auf, die ich nicht sonderlich nachvollziehen kann. Und das betrifft einmal mehr die Kritik bei Bildern. Entweder man erhält oft nur Likes, die Kommentare belaufen sich nur auf „geil“, „cool“, „Hammer“ (Übrigens ein cooler Wortwitz, ich werde durch meinen Nachnamen häufig in diversen Gruppen markiert, obwohl ich das betreffende Bild nicht hochgeladen hatte) oder aber auch das Gegenteil, der Fotograf wird auf unterste Schublade niedergemacht. Irgendwie eine Eigenart auf Facebook, sieht man ja derzeit häufiger. Man könnte jetzt auch sagen, ja klar, Kritik ist Kritik, aber den Fotografen ist nicht damit geholfen. Ich habe selbst in der Schule die Kunst des „Feedback gebens“ gelernt und deswegen verfasse ich meine Kritik zumeist mit positiven und negativen Aspekten zu einen Bild. Gelingt mir zwar nicht immer, aber ich versuche mich zumindest daran zu halten. Denn nur konstruktive Kritik verhilft anderen dazu, sich verbessern zu können. Überhaupt wenn diejenigen ihre Bilder in ihren eigenen Timelines hochladen und regelrecht gebauchpinselt werden von ihren „Freunden“, weil sie so toll fotografieren. Diese sind es dann auch, die auf Kritik gleich in Abwehrhaltung übergehen und Standardphrasen wie „Ich wollte das so“, „Fotografie ist Kunst und Kunst kennt keine Regeln“ oder mein Lieblingssatz „Geschmäcker sind verschieden“ raushauen. Also nicht kritikfähig, aber diese werden sich dann auch nicht verbessern können.

Die nächste Gruppe die ich inzwischen schon recht amüsant finde, sind die sogenannten „Pixelpeeper“. Das sind jene Fotografen, die Bilder von anderen wie Wimmelbilder nach Fehlern durchsuchen und einen kleinen Fleck auf einer Wand bekritteln. Ist mir übrigens selbst kürzlich passiert, ein Bild wo ich sage, da sieht nie jemand auf einen kleinen weißen Fleck, denn ich selbst bei 200% Ansicht übersehen habe. Tja falsch gedacht. Ich kann mir selbst nicht erklären warum man sich ein Bild nicht normal ansehen und die Bildwirkung neben den fotografischen Part beurteilen kann ohne zwingend nach Fehlern suchen zu müssen. Ist es der Neid von manch anderen oder das Ego, welches manche streicheln müssen um sich besser als andere darstellen zu können? Wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.

Wie ich Bilder beurteile

Ich sehe in den gefühlt 30 Fotografie-Gruppen auf Facebook täglich hunderte von Bildern, manche gut und manche weniger gut. Natürlich kann ich nicht alle kommentieren und dazu konstruktive Kritik weitergeben. Aber bei denen ich die Zeit dazu finde, achte auf das Bild und sehe es mir erstmals in der vergrößerten Ansicht an. Danach achte ich auf einen etwaig vorhandenen „goldenen Schnitt“ oder den Schnitt nach der Drittelregel und anschließend auf die Schärfe beziehungsweise ob der Fokus sitzt. Danach kommt für mich die Bildwirkung an sich, wie wirkt dieses Bild auf mich, usw. So fallen mir zumeist auch mehre Dinge zum Bild auf, die ich auch in meinem Feedback dann unterbringe.

Wie konstruktive Kritik NICHT aussehen sollte

Das dies aber leider nicht die Regel ist, sieht man nun in den diversen Fotogruppen, egal ob Anfänger oder Profi. Oft fallen dabei Sätze:“Ist das Kunst oder kann das weg? Kann weg“ oder „Dein Bild sieht scheiße aus“, „Was soll denn das sein“ „Einfach nur ein Schnappschuss“ „Da sieht man wieder, dass man auch mit teurer Ausrüstung schlechte Bilder machen kann“ (BTW ich war jetzt noch echt diplomatisch, meistens geht es da viel ärger zu). Doch warum ist das so? Müssen wir die Arbeit anderer unbedingt schlecht machen? Warum können wir nicht einfach uns an coolen Bildern von anderen erfreuen?

Wie ihr sehen könnt, ist es heutzutage nicht leicht, Kritik abgeben zu können beziehungsweise hilfreiche Kritik zu bekommen. Wenn wir alle uns nicht gleich in unserem persönlichen Ego gekränkt fühlen, weil jemand es gewagt hat, die eigenen Bilder zu kritisieren, beziehungsweise lernen konstruktiv und sachlich Kritik/Feedback zu geben, dann wird es für alle Beteiligten um ein wesentliches leichter. Ich persönlich bin relativ selbstkritisch und ehrgeizig, von daher stöbere ich häufig bei 500px.com durch und lasse mich von vielen Bildern inspirieren. Das Rad neu erfinden werden wir sowieso nicht mehr, aber man kann sich so auch stetig selbst verbessern, wenn man die Bilder auf 500px oder in Facebook-Gruppen mit seinen eigenen vergleicht. Für mich bedeutet das also, das ich mich stetig verbessern möchte und nicht auf der Stelle treten möchte, denn das bedeutet zwangsläufig auch, dass man selbst Rückschritte macht.

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